Stefanie Lang
22.03.2012
Interview
Adrien Tambay über die DTM

Erst Mitte März kam Adrien Tambay ins DTM-Team von Audi. Beim Test in Valencia gegen BMW und Mercedes saß er zum ersten Mal überhaupt in einem DTM-Renner. Wie es dem jungen Franzosen dabei erging, erfahren Sie hier.

So schnell kann es manchmal gehen: Der Franzose Adrien Tambay ist „der Neue“ im Audi Projekt Titelverteidigung DTM. Erst vor einer guten Woche konnte er sich in einer mehrstufigen Nachwuchssichtung durchsetzen und bekam von Audi Sport Chef Dr. Wolfgang Ullrich seine DTM-Chance. Jetzt sitzt er im spanischen Valencia beim gemeinsamen Test mit BMW und Mercedes das erste Mal im neuen Audi A5 DTM.

Adrien, wie lief dein erster gemeinsamer Test zwischen Audi, BMW und Mercedes?

Es war super interessant. Für mich war es ja der erste DTM-Test überhaupt. Und dann noch zwischen drei Marken. Die meisten Rennen bin ich bisher in Serien mit nur einem Hersteller gefahren. In Valencia war das ganz anders. Da habe ich schon ganz deutlich gespürt, dass die Saison kurz vor der Tür steht. Hinter den Kulissen arbeiten die Hersteller zwar stark zusammen, um die DTM zu pushen – aber auf der Strecke hört der Spaß auf. Da versucht jeder der Beste zu sein.

Du bist der „Rookie“, der Neuling bei Audi in der Saison 2012. Worauf freust du dich besonders?

Ich habe die DTM schon länger verfolgt und freue mich natürlich riesig über die Chance für Audi an den Start zu gehen. Ganz besonders freue ich mich jedoch auf die neue persönlich Herausforderung: Vieles ist neu für mich. Die Rennen sind länger. Und auch Boxenstopps, Strategie und Taktik spielen in der DTM eine große Rolle. Das kenne ich bisher so nicht. Deshalb möchte ich so schnell wie möglich Erfahrungen sammeln und eine gute Performance zeigen.

Mitte März kam der Anruf von Dr. Ullrich. Ende April startet die Saison in Hockenheim. Kannst du den A5 DTM überhaupt nach so kurzer Zeit beherrschen?

Das ist natürlich eine sehr kurze Zeit. Besonders, da ich ja vor Saisonbeginn eigentlich nur vier Testtage habe: zwei jetzt in Valencia und zwei beim letzten ITR-Test in Hockenheim Anfang April. Meine Teamkollegen haben da einen immensen Erfahrungs-Vorsprung. Aber ich bin ja schon in einigen Serien gefahren, immer wieder auf unterschiedlichen Fahrzeugtypen. Ich versuche jetzt so viel Zeit wie möglich mit dem Fahrzeug, meinem Team und meinem Renningenieur zu verbringen, damit ich so schnell wie möglich an 100 Prozent Leistung herankomme.

Was sind deine Ziele für die Saison 2012?

Wie jeder „Rookie“ möchte ich natürlich mein Bestes geben, viel von meinen Teamkollegen lernen und mich schnell entwickeln. Das Ziel ist ganz klar eine gute und vor allem konstante Performance. Schließlich bin ich Rennfahrer – das ist mein Job.


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