Eva Haupenthal
29.05.2012
Hinter den Kulissen
Kinder erkunden Audi Lackiererei

Tiefseeblau, glutorange oder gletscherweiß – ein Audi kann viele Farben haben. Wie der Lack aufs Auto kommt, lernen Kinder bei der Erlebnisführung durch die Audi Lackiererei.

Einmal einen Audi selbst lackieren, davon träumt doch jedes Kind. Gestreift, glitzernd, gold oder grün: Bei Audi dürfen sich die jungen Gäste gleich selbst ans Werk machen – natürlich nur auf dem Papier mit bunter Folie, Schere und Klebstoff.

Für den Lack auf den echten Autos gibt es zum Glück die Experten – ihnen schaut die Gruppe gleich nach ihrer Trockenübung über die Schulter. Dafür heißt es erstmal: Ab in den Overall. In der Besucherumkleide schlüpfen die Kinder in Schutzanzüge. Die Führung kann losgehen. Erste Station ist die Staubschleuse. Windstöße pusten Staubkörner von den kleinen Besuchern – dann erst dürfen die Kinder in das Herz der Lackiererei. Bis zu 2500 Autos werden hier täglich lackiert.

„Der Audi Lack ist nicht dicker als ein menschliches Haar“, erklärt Sabine Mayer, die Leiterin der Kinderführung. Trotzdem muss der Lack Wind und Wetter überdauern – und das jahrzehntelang. Autolack ist Hightech. Fünf Lackschichten sind es insgesamt: Von der Phosphatierung, über Grundierung, Füller und Basislack bis zum Klarlack. Im Trockner wird die Versiegelung dann bei 140 Grad eingebrannt – für ein langes und glänzendes Autoleben.

Ganz genau schauen sich die acht Kinder diesen Prozess an und lassen sich dabei auch ein bisschen inspirieren. „Wenn ich ein Auto hätte und es selbst lackieren könnte, dann wäre es lila mit grünen Flammen“, träumt der zehnjährige Jan.

Die AUDI AG ist in Deutschland der einzige Automobilhersteller, der seine Lackiererei für den Nachwuchs öffnet. Die Tour ist auf zehn Teilnehmer begrenzt und findet einmal im Monat statt.


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