Stefanie Lang
13.06.2012
Interview
Allan McNish über Le Mans

Wenn am Samstag um 15 Uhr der Startschuss fällt, blickt die Motorsportwelt wieder gebannt nach Le Mans. Wir haben mit Werkfahrer Allan McNish gesprochen, der beim 24-Stunden-Rennen in einem der Audis am Steuer sitzt.

Audi Fahrer Allan McNish

Audi Fahrer Allan McNish

Herr McNish, Sie sind beim Training Anfang Juni auf der Strecke in Le Mans mit 3.25,927 Minuten Tagesbestzeit gefahren. Heißt es nicht immer, Generalproben müssen schiefgehen, damit es klappt wenn’s drauf ankommt?
Der Testtag – übrigens die einzige Chance, die Strecke vorab zu testen – lief für mich tatsächlich sehr gut und war für das Team produktiv. Schon Dindo Capello hat sich im Audi R18 e-tron quattro sehr wohl gefühlt und Tom Kristensen hat die Balance weiter verbessert. So habe ich ein Auto übernommen, das gut an die neuen Asphaltstellen der Strecke angepasst war. Ich fuhr schnelle und konstante Rundenzeiten. Das Ende war aber eher enttäuschend: Zum Schluss kam ich bei der Einfahrt in die Tertre-Rouge-Kurve kurz aufs Gras, drehte mich um 360 Grad und berührte die Leitplanken. Damit war der Tag leider vorbei. Sie sehen, die Generalprobe ist also zum Teil schief gegangen…

Sie werden mit dem R18 e-tron quattro an den Start gehen – eine Innovation bei Le Mans. Hat man da als Fahrer nicht großen Respekt vor dieser Aufgabe?
Respekt hat man als Fahrer natürlich immer. Das ist auch wichtig, um die Konzentration, die man für so ein Langstreckenrennen benötigt, immer hoch zu halten. Viel mehr freue ich mich in diesem tollen Rennwagen mit Diesel-Hybridantrieb das Rennen zu bestreiten. Und für meine Motorsportkollegen im Audi R18 ultra wird es ja nicht minder spannend. Es ist der leichteste Le Mans-Prototyp, den Audi je gebaut hat. Mit Ausnahme des Hybridsystems und der unterschiedlichen Designs sind die beiden Modelle übrigens technisch absolut identisch.

In Le Mans haben Sie bereits zweimal gewonnen, 1998 und 2008. Wann können wir Sie dort wieder jubeln sehen?
Le Mans ist ein spezieller Ort, das Rennen etwas ganz Besonderes. Wir haben schon mit der TFSI- und TDI-Technologie Geschichte geschrieben. Jetzt beginnt eine neue Ära mit e-tron quattro. Wir haben zwei Fahrzeugtypen im Team, die das Rennen gewinnen können. Natürlich wollen Dindo, Tom und ich mit dem R18 e-tron quattro am liebsten auch den ersten Sieg einfahren. Das wird bei dieser Konkurrenz keine leichte Aufgabe. So oder so freue ich mich auf das Rennen: Endlich geht es los!

Liebe Blog-Leser: Auch wir freuen uns auf das Rennen in Le Mans und halten Sie auch über das Wochenende mit spannenden Beiträgen rund um das Motorsportevent des Jahres auf dem Laufenden.


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