Andrea Killinger
06.08.2012
Formula Student
Entwickeln bis die Reifen qualmen

Mehr als 100 Teams aus rund 30 Ländern sind am Wochenende bei der Formula Student am Hockenheimring an den Start gegangen. Audi war mit dabei, um neue Talente zu entdecken und für das Unternehmen zu begeistern.

Der Hockenheimring am Sonntagvormittag: Die Anspannung bei den Teams ist zu spüren, denn sie haben nichts Geringeres als den Sieg vor Augen. Vor dem Start wird deshalb jede Minute genutzt, um die Fahrzeuge für die praktischen Disziplinen noch besser zu machen. Manche Teams haben bis in die Nacht hinein gearbeitet, um auf der Rennstrecke die größtmögliche Punktezahl abzuräumen.

Und während der jeweilige Fahrer durch den Parcours beim Auto Cross fährt oder bei nasser Fahrbahn seine Geschicklichkeit beweist, fiebern die Teammitglieder und Zuschauer auf den Tribünen mit. Das ist die Formula Student – ein Tüftler-Event für technikbegeisterte Studenten, bei dem sich alles um schnelle Autos dreht.

Über 100 Teams aus rund 30 Ländern gehen bei dem internationalen Konstruktionswettbewerb mit selbstgebauten Rennautos an den Start. Dabei geht es nicht unbedingt darum, das schnellste Auto zu bauen – am Ende gewinnt das Team mit dem besten Gesamtpaket aus Konstruktion und Rennperformance, Kostenplan und Verkaufspräsentation.

Und natürlich darf bei so einer Veranstaltung Audi nicht fehlen: „Wir treffen hier extrem motivierte und leistungsorientierte Studenten, die an diesem Wochenende ihr herausforderndes Projekt ins Ziel bringen. Das ist einer der Gründe, warum die Teilnehmer so gut zu uns passen“, erklärt Michael Groß, der bei Audi das Personalmarketing leitet.

Die Präsenz zahlt sich aus: Mehr als 100 Praktikanten und zahlreiche Studenten, die ihre Abschlussarbeiten bei dem Ingolstädter Autobauer geschrieben haben, haben ihre ersten Kontakte zum Unternehmen auf der Formula Student geknüpft. Und nicht nur das: „Mehr als 25 Ingenieure konnten wir in den vergangenen Jahren quasi direkt aus der Boxengasse zu den Vier Ringen holen“, resümiert Groß.

Einer davon ist Benedikt Fries. Als Maschinenbaustudent und Mitglied im Team TUfast der TU München ist er vor einigen Jahren während des Konstruktionswettbewerbs auf Audi aufmerksam geworden. Nach einer Diplomarbeit bei Audi Sport hat er drei Jahre als Doktorand im Bereich Chassis gearbeitet und wurde dort anschließend übernommen.

Formula Student 2012

Benedikt Fries (Mitte) im Gespräch mit dem Elektro-Team der TU Eindhoven

„Für mich war die Formula Student das Sprungbrett ins Unternehmen“, erinnert sich Fries, der mittlerweile als Entwicklungsingenieur bei Audi Sport im Bereich Motorsport Vorentwicklung und Thermomanagement arbeitet – und auch dieses Jahr wieder bei dem Wettbewerb vor Ort ist. „Heute bin ich allerdings als Audi Vertreter mit dabei, um als Jurymitglied die Konstruktionsleistungen der studentischen Teams auf Herz und Nieren zu prüfen und motivierte Studenten für einen Job bei uns zu begeistern“, so der 31-Jährige.

Das Ingolstädter Unternehmen unterstützt außerdem drei Teams: Neben einem Team beim Wettbewerb für konventionelle Antriebe fördert Audi zwei Teams, die elektrisch angetriebene Autos fahren, eines davon von der TU Eindhoven. „Die Elektromobilität, die wir Audi e-tron nennen, ist eines unserer Innovationsfelder“, erklärt Personalmarketing-Chef Groß. „Deshalb haben wir ein Auge auf Ingenieure, die mit Elektroautos erste Erfahrungen haben.“ Und vielleicht sind die schon im nächsten Jahr wieder mit bei der Formula Student vor Ort – dann aber für Audi.

Weitere Informationen zur Formula Student finden Sie online unter www.formulastudent.de.


Eine Antwort auf Entwickeln bis die Reifen qualmen

  1. Robert Lange 18.03.2015 um 14:49 #

    Hallo

    ganz gemäß dem Spruch Vorsprung durch Technik 🙂

    viele Grüße Robert

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