Britta Meyer
28.09.2012
Nachhaltigkeit
Ein grüner Zug für Neckarsulm

Audi setzt auf nachhaltige Energie, auch beim Transport: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat am Freitag in Neckarsulm den ersten mit Ökostrom betriebenen Güterzug des Landes auf die Schiene geschickt.

Grüner Zug Neckarsulm

Ministerpräsident Winfried Kretschmann gab in Neckarsulm das Startsignal für den grünen Zug

Ein grüner Landeschef, eine grüne Kelle und ein grüner Zug: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat am Freitag in Neckarsulm das Startsignal für die erste CO2-freie Gütertransportstrecke des Audi-Standorts gegeben. Im Rahmen der Einweihung des renovierten Bahnhofs brachte er gemeinsam mit Audi-Werkleiter Fred Schulze, Produktionsvorstand Frank Dreves sowie Bahn-Bereichsvorstand Karl-Friedrich Rausch das ökologische Vorzeigeprojekt auf die Schiene.

„Klar macht es mir Spaß, einen grünen Zug zum Fahren zu bringen. Das tut man natürlich gern als grüner Ministerpräsident“, so Kretschmann. Es ist der erste mit Ökostrom betriebene Güterzug, mit dem Audi aus Neckarsulm für den Export bestimmte Neuwagen knapp 700 Kilometer weit zum Verladehafen nach Emden transportiert. Von dort aus gehen die Neuwagen dann in die ganze Welt.

Pro transportiertem Auto vermeidet das Unternehmen so 38 Kilogramm Kohlendioxid. Hochgerechnet auf alle jährlichen Transporte bedeutet das 3.420 Tonnen CO2 weniger. „Die sukzessive Umstellung auf CO2-freie Transporte ist ein wichtiger Faktor in unserem Engagement für die Umwelt“, erklärte dazu Audi-Produktionsvorstand Frank Dreves.

Das Unternehmen will mit dem Projekt ein weiteres Zeichen in Sachen Nachhaltigkeit setzen. Allein die Einsparungen durch die neue Verbindung zwischen dem Standort Neckarsulm und Emden entsprechen dem jährlichen Stromverbrauch von fast 1.450 Vier-Personen-Haushalten. „Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern sichert auch Wettbewerbsfähigkeit und Arbeitsplätze am Standort Baden-Württemberg“, so Ministerpräsident Kretschmann.

Grüner Zug Neckarsulm

Werkleiter Fred Schulze (re.) erläuterte die Leichtbautechnik

Zuvor konnte sich der grüne Landeschef schon im Audi-Werk selbst einen Eindruck von den verschiedenen Projekten in Sachen nachhaltiger Automobilproduktion machen. Neckarsulms Werkleiter Fred Schulze präsentierte dazu wichtige Kennzahlen, bevor Kretschmann im A8-Karosseriebau die Fertigung einer Aluminiumkarosserie besichtigte.

Eine weitere Station der Werksführung war das Leichtbauzentrum. Hier erhielt der Grünen-Politiker neben Informationen rund um die Leichtbaustrategie von Audi auch Einblicke in nachhaltige Fertigungs- und Materialtechnologien sowie verschiedene Forschungsprojekte in Baden-Württemberg.

In Ingolstadt setzt Audi bereits seit 2010 einen CO2-neutralen Zug für die Verbindung nach Emden ein. Damit war der Autobauer das erste Unternehmen, das Züge mit Ökostrom nutzt. Audi habe damit einmal mehr seinen Pioniergeist und eine Vorreiterrolle in der Automobilbranche bewiesen, so Produktionsvorstand Dreves.


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