Christoph Heeb
19.11.2012
Audi Betriebsgastronomie
Zu Gast am Herd

Kochen im großen Stil: Pro Tag werden in der Audi Gastronomie in Ingolstadt rund 14.000 Mahlzeiten zubereitet. Damit die am Ende heiß auf den Teller kommen, ist alles genau geplant. Wir haben den Köchen über die Schulter geschaut.

Audi Betriebsgastronomie

Christian Lexhaller kostet die Soße

Morgens um halb sechs bei Audi in Ingolstadt. Während es in den Büros noch dunkel ist, herrscht an der Laderampe von Gebäude A60 bereits ein reges Treiben. Die Lieferanten laden gerade die frisch angelieferten Lebensmittel aus den Fahrzeugen und bringen sie zur Qualitäts- und Temperaturkontrolle in die Küche.

Gegen sechs Uhr geht es dort richtig los: Christian Lexhaller und sein Team sorgen in dieser riesigen Küche jeden Morgen dafür, dass pünktlich zur Mittagspause rund 14.000 Mitarbeiter ihr Essen auf den Teller bekommen. Und Lexhaller weiß, worauf es bei einem gesunden Essen ankommt: „Wir legen viel Wert auf Qualität und Frische. Unser Ziel ist es alle Mitarbeiter mit gesundem und ausgewogenen Essen zu versorgen.“ Auf dem Speiseplan stehen deshalb täglich wechselnde Hauptgerichte sowie Salate und Beilagen.

Heute gibt es frisch panierte Putenschnitzel im Cornflakesmantel. Dafür wird das Fleisch erst in Eigelb und dann in eine Panade aus Semmelbröseln und Cornflakes getaucht – alles per Hand. Dann wandern die Schnitzel weiter zu Christian Seitfeld. Er ist Koch bei Audi und heute für das Braten zuständig.

Audi Betriebsgastronomie

Christian Seitfeld an der Bratstraße

Das passiert in der Bratstraße, einer Art Fließband: Seitfeld legt das rohe, panierte Fleisch auf ein Band, über das es dann weitertransportiert wird und schließlich durch ein Öl-Bad fährt, in dem es schonend frittiert wird. Am Ende wird das Schnitzel noch automatisch gewendet, läuft wieder zurück und fällt auf ein weiteres Band zum Abtropfen.

Nur ein paar Schritte weiter schwingt derweil Johannes Kaul einen riesigen Schneebesen und rührt damit die Soße für den Schweinebraten an. „Wir kochen hier fast alles selbst, die Soße wird mit echten Knochen angesetzt und mit frischen Zutaten zubereitet“, erklärt der Koch.

Nachdem alles fertig zubereitet ist, werden die verschiedenen Essen schließlich von der zentralen Hauptküche aus an die Betriebsrestaurants verteilt, von denen es insgesamt acht auf dem gesamten Werksgelände gibt. Die Essensverteilung passiert mit Hilfe von so genannten Hot-Cars, Thermoboxen aus Edelstahl mit Rollen.

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Johannes Kaul schwingt den riesigen Schneebesen

Die Boxen ermöglichen es, die Mahlzeiten sicher zu transportieren, möglichst frisch zu halten und Temperaturschwankungen zu meiden. So kommt das Essen bei allen heiß auf den Teller. Die Boxen werden sortiert und anschließend direkt vor der Küche verladen. An der Laderampe warten dazu bereits mehrere Lkw, die im ständigen Einsatz sind, um die Thermoboxen an die verschiedenen Betriebsrestaurants zu liefern. Die Salate, das frische Gemüse und die Desserts werden dort direkt frisch zubereitet, um die notwendige Qualität sicher zu stellen.

Wenn eines der größten Ingolstädter Betriebsrestaurants im zentralen Gebäude A51 an der Ettinger Straße um elf Uhr seine Türen öffnet, stehen die ersten Mitarbeiter aus der Frühschicht schon bereit – und um Punkt zwölf kommt dann fast jeden Tag der große Andrang. Johann Kotzbauer ist hier der Chef und kennt seine Kunden: „Um 12 Uhr kommen die meisten Kollegen zum Essen. Wir sind aber auf diesen Ansturm vorbereitet und planen das entsprechend ein.“

Und während die ersten Mitarbeiter ihr Mittagessen genießen, machen Christian Lexhaller und sein Team in der Großküche noch klar Schiff, damit am nächsten Morgen wieder alles nach Plan läuft und am Ende die 14.000 Mahlzeiten pünktlich ausgeliefert werden können.


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