Regina Brand
05.12.2012
Interview
Christina Hoos über das Audi-Doktorandenprogramm

Rund 150 Doktoranden betreut Christina Hoos pro Jahr. Im Interview erläutert die Doktorandenbetreuerin wie in einem speziellen Nachwuchsprogramm vor allem die persönliche Entwicklung und die interdisziplinäre Vernetzung gefördert werden.

Christina Hoos

Doktorandenbetreuerin Christina Hoos

Frau Hoos, seit wann betreut Audi Doktoranden?
Promovieren ist bei Audi schon lange möglich. 2003 haben wir mit INI.TUM – die Abkürzung steht für das wissenschaftliche Kompetenzzentrum der Technischen Universität (TU) München in Ingolstadt – die erste Hochschulkooperation gegründet. Eine Promotion bei Audi hat zum Ziel, unsere Innovationsfähigkeit weiter zu stärken. Darüber hinaus möchten wir Doktoranden, die ihre Arbeit erfolgreich abgeschlossen haben, langfristig ans Unternehmen binden. Mit dem Nachwuchsprogramm Promotion fördern wir die Vernetzung und persönliche Entwicklung der Teilnehmer.

Wie viele Doktoranden schreiben ihre Arbeit bei Audi und in welchen Bereichen sind sie tätig?
Wir betreuen pro Jahr rund 150 Doktoranden in allen Geschäftsbereichen. Da Audi ein technikgetriebenes Unternehmen ist, dominieren die ingenieurwissenschaftlichen Themen, die überwiegend in der Technischen Entwicklung angesiedelt sind. Ein Fokus liegt hier auf unseren Innovationsfeldern Leichtbau, Elektromobilität und vernetztes Fahren.

Wer betreut diese Promotionen?
Wir betreuen die Doktoranden in enger Zusammenarbeit mit der jeweiligen Hochschule. Die Abteilung Wissenschaftskooperationen koordiniert dabei die Zusammenarbeit zwischen Audi und den Hochschulen. Die Doktoranden werden im Nachwuchsprogramm Promotion begleitet – ganz nach unserem Motto „Audi ganz persönlich“. Im Angebot enthalten sind Soft-Skill-Seminare zur Persönlichkeitsentwicklung, Exkursionen, Kamingespräche oder Kolloquien, die der fachlichen Vernetzung dienen.

Gibt es Kooperationen mit bestimmen Hochschulen?
Wir arbeiten strategisch mit Partnerhochschulen an unseren beiden deutschen Standorten Ingolstadt und Neckarsulm zusammen. Zudem bestehen internationale Hochschulkooperationen in Europa, USA und Asien, die wir kontinuierlich weiter ausbauen.

Wie erfahren Interessenten von möglichen Promotionsprojekten?
Promotionsstellen bei Audi veröffentlichen wir auf unserem Stellenportal unter www.audi.de/karriere. Für eine Promotion an einer unserer Kooperationshochschulen können sich die Kandidaten direkt auf der Webseite der jeweiligen Einrichtung bewerben. Eine Übersicht über unsere Kooperationshochschulen findet man unter www.audi.de/wissenschaftskooperationen.

Wie ist die Promotion bei Audi aufgebaut?
Der Doktorand schreibt seine Promotion in enger Abstimmung zwischen Hochschule und Unternehmen. Wir formulieren dabei die praxisrelevanten Anforderungen wie beispielsweise die Gewichtsreduktion in einem neuen Fahrzeug im Rahmen unserer Leichtbaustrategie ultra. Die Hochschule wiederum sichert die wissenschaftliche Tiefe des Themas. In der Regel dauert eine Promotion drei Jahre. Während dieser Zeit finden regelmäßige Abstimmungsgespräche zwischen Doktorand, Hochschule und der betreuenden Fachabteilung bei Audi statt. Wir begleiten den Doktoranden und besprechen zum Ende der Promotion, wie der gemeinsame weitere Weg bei Audi aussehen kann.


2 Antworten auf Christina Hoos über das Audi-Doktorandenprogramm

  1. Anne Rocholl 28.08.2013 um 11:45 #

    Guten Tag Frau Hoos,
    was verdient man denn als Doktorand bei Audi? Und ist man ins operative Geschäft eingebunden (also: schreibe ich Vollzeit meine Diss oder arbeite ich auch „normal“ mit)?
    Viele Grüße,
    Anne Rocholl

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