Giusi Concorso
25.01.2013
Interview
Frank Biela über Motorsport

Er war DTM-Sieger und stand mit Audi mehrfach in Le Mans ganz oben auf dem Siegertreppchen. Mittlerweile unterstützt Frank Biela Audi bei der Entwicklung und verrät im Interview, was dabei sein Part ist und welche Projekte 2013 anstehen.

Frank Biela

Frank Biela mit dem Audi TT RS

Herr Biela, Sie haben Audi bei der Entwicklung des Rennsportwagens Audi TT RS mit Ihrer langjährigen Expertise unterstützt. Was genau war Ihre Aufgabe?
Ich konnte vor allem mit meiner jahrelangen Erfahrung im Rennsport und meinem Wissen aus dieser Zeit helfen. Außerdem war ich bei den ersten Kilometern des Audi R8 LMS auf der Strecke dabei, habe gemeinsam mit den Kollegen das Auto sechs Monate lang betreut und immer wieder gefahren – bis es schließlich renntauglich war.

Was reizt Sie so sehr am Motorsport?
Der Motorsport hat mich schon von klein auf fasziniert. Da wusste ich bereits, dass ich mal Rennfahrer werden will. Außerdem will ich immer schneller als andere sein – und wenn ich das dann auch noch bin, motiviert mich das noch mehr.

Was waren bisher die größten Herausforderungen in Ihrer Karriere?
Für mich ist jedes Rennen und jedes Projekt eine Herausforderung. Ein besonderes Highlight war aber das Prototypen-Projekt für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Dort war ich 1999 mit einem Audi R8R am Start. Es war eine große Herausforderung, den Rennsportwagen mit zu entwickeln und ihn auch konkurrenzfähig zu machen. Und es war etwas Besonderes, weil Le Mans ein Rennen mit weltweiter Aufmerksamkeit ist. Insgesamt bin ich für Audi zehn Mal in Le Mans am Start gewesen.

War das auch Ihr größter Erfolg?
Ja, absolut. Meine fünf Siege in Le Mans waren die größten Erfolge in meiner Karriere und die größte Herausforderung zugleich. Die Zeit war wirklich toll und sehr spannend.

Verraten Sie uns, welche Projekte Sie als nächstes geplant haben und wann wir Sie wieder im Rennwagen sehen?
Große Projekte wie die gemeinschaftliche Entwicklung eines Rennsportwagens stehen im Moment nicht an. Aber ich werde dieses Jahr einige Rennen fahren. Jetzt am Wochenende steht erst mal das 24-Stunden-Rennen von Daytona auf dem Programm. Da habe ich noch eine Rechnung zu begleichen, denn vergangenes Jahr lief es für mich dort nicht so gut. Das soll dieses Jahr anders werden.


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