Lisa Schwarz
08.03.2013
Gastbeitrag
Effizient nach Genf

Sechs Onliner waren auf unsere Einladung hin im Kampf gegen die Tanknadel unterwegs zum Genfer Autosalon. Ideengeberin und Bloggerin Lisa Schwarz berichtet in ihrem Gastbeitrag vom Audi Efficiency Road Trip in die Schweiz.

Audi Efficiency Road Trip

Die Blogger beim Start zum Audi Efficiency Road Trip

Wer hätte beim Start in Ingolstadt gedacht, dass die beiden Herren Gasfuß vom „Team Nürburgring“ am Ende in Neuchâtel mit dem geringsten Verbrauch von 3,99 Litern auf 100 Kilometer ankommen? Vielleicht gerade deshalb haben wir anderen sie so unterschätzt. Damit war der Audi Efficiency Road Trip eine total spaßige, aber auch lehrreiche Erfahrung.

Gestartet wurde am Montagmorgen am Audi Forum in Ingolstadt. „Und was ist eure Strategie?“, wollte ich wissen. Leider bekam ich aus niemandem einen Geheimtipp heraus. Nach einem kurzen Aufwach-Kaffee und einer Tour durch das Museum mobile ging es ums Eingemachte: um das Spritsparen. Vor dem Museum standen bereits unsere drei gletscherweißen Audi A3 mit dem 2.0 Liter TDI Motor. Team eins, bestehend aus Fabian Messner und mir, Team zwei mit Christian Brinkmann und Enno Reddies sowie Team drei mit Sebastian Bauer und Kai Bösel verteilten sich auf die Autos.

Nach einer kurzen Einführung wurde die Startflagge geschwenkt – und es ging los. Unter einem anderen Motto hätten wir bestimmt noch die Motoren aufheulen lassen und zum Abschied die ein oder andere Reifenspur auf dem Ingolstädter Pflaster hinterlassen. Aber wer effizient – und das heißt in geringster Zeit und mit geringstem Verbrauch – unterwegs ist, kann sich dadurch keinen Mehrverbrauch erlauben. Auch wenn die Reifen so an Gewicht verloren hätten.

Auf die Autobahn ging es aber vorerst noch nicht, sondern über etliche Landstraßen Richtung Schweiz. Team zwei und drei wechselten sofort in den „Sonntagsfahrer-Modus“ und krochen nur so über die Straßen. Heikel wurde es an den Kreisverkehren. Wie schon der Spruch „Wer bremst verliert“ sagt, war es auch bei uns: Vorrausschauendes Ankriechen und hoffen, dass die Fahrer im Kreisverkehr mitspielen und ein bremsfreies Durchrauschen erlauben. Es lief alles gut, zum Glück.

Zum ersten Mal nachgedacht, ob das Schleichen auf der freien Landstraßen das richtige ist, haben wir, als uns die liebe Begleiterin Agnes Happich per Walkie-Talkie mitteilte, dass der Lkw hinter ihr zu Hupen anfängt. So etwas kennt man ja normalerweise umgekehrt. Daraufhin haben wir unser Tempo etwas erhöht.

Ja nicht bremsen, ja nicht unnötig beschleunigen, ja zu früh hochschalten und keinesfalls unnötige Verbraucher im Auto benutzen – das sind nur ein paar Tipps für einen niedrigen Verbrauch. Letzteres haben Fabian und ich anfangs vernachlässigt. Natürlich musste mein Smartphone geladen werden, die Lüftung durfte pusten und die Navigationsstrecke sollte natürlich die ganze Zeit auf dem großen Display sichtbar sein. Ob uns genau diese anfängliche Naivität den Sieg kostete?

Jedenfalls nahmen es die anderen Teams sehr ernst – und beim ersten Kontroll-Tankstop in Neuhausen am Rheinfall hat Team drei das Auto die letzten Meter zur Zapfsäule geschoben. Ihre Ausdauer zahlte sich aus: Sie mussten nur 12,9 Liter für 337 Kilometer nachtanken – und sie kamen genau wie Team zwei nach 4:11 Stunden an. Ganze zwei Minuten zuvor waren wir an die Tankstelle gerollt. Zu dem Zeitpunkt feierten wir unsere nachgetankten 14,3 Liter noch. Bis die anderen zur Zapfsäule griffen. Team zwei verbrauchte 14,0 Liter und Team eins grandiose 3,8 für die 337 km lange Strecke. Mist!

Jetzt mussten wir uns anstrengen, um uns wenigstens noch den zweiten Platz zu sichern. Nach dem Fahrerwechsel hievte ich mich für die letzten 188 Kilometer zur zweiten Tankstelle hinter das Lenkrad. Die Lüftung hatten wir nun schon ausgeschaltet, das Head-up-Display verschwand im Armaturenbrett und Musik wurde über das Handy gehört, nicht mehr über die MMI-Schnittstelle. Da ich keine große Erfahrung im spritsparenden Fahren habe, entschied ich mich in erster Linie dafür, flüssig und vorrausschauend zu fahren.

Den Abstandsregeltempomat ACC auf 120 Stundenkilometer gestellt, fuhr ich durchaus auf der linken Spur, anstatt mit 90 im Windschatten schleichender Lkws. Immerhin war auch die Zeit ein wichtiger Faktor für die Ermittlung des Gewinners.

Audi Efficiency Road Trip

Die Blogger beim Zwischenstopp am Rheinfall

Auf der Autobahn wurde es vor allem als Beifahrer recht schnell eintönig. Dank Audi connect und dem WLAN-Hotspot konnte man die Zeit gut nutzen um Blogartikel zu verfassen und online zu stellen. In Neuchâtel angekommen, verfranzte ich mich leider noch und hatte am Ende vier Kilometer mehr auf der Kilometeranzeige. Einige Minuten verloren wir dadurch leider auch, kamen aber immer noch mit 7/8 Minuten Zeitvorsprung an.

Nun wurde es spannend: Wir kannten unsere Nachtankmengen, aber keine genaue Zeit. Beim Abendessen wurde dann das mit Spannung erwartete Geheimnis gelüftet: Mit einem Gesamtverbrauch von nur 3,99 Litern sicherte sich Team drei mit Sebastian und Kai den Sieg und als Gewinn eine Audi Driving Experience mit einem Audi S4.

Bei den weiteren Platzierungen wurde es eng: Team zwei mit Enno und Christian hatte zwar nur 4,33 Liter auf 100 Kilometer verbraucht, aber in einer Gesamtzeit von 6:50 Stunden. Fabian und ich haben zwar 4,35 Liter verbraucht, das aber in einer Zeit von nur 6:43 Stunden. Somit waren wir am schnellsten, sind aber durch die Kombination knapp auf den zweiten Platz gerutscht.

Was für Erfahrungen ziehe ich aus diesem ersten Roadtrip mit Audi? Auf jeden Fall wurde bewiesen, dass die Verbrauchsangaben der Hersteller durchaus auch von Personen mit sportlichem Fahrstil unterboten werden können, ohne zwingend langsam unterwegs zu sein. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit lag zwischen 100 und 109,1 Stundenkilometern. Das ist alles andere als langsam – vor allem, da wir nicht nur auf der Autobahn, sondern auch über Landstraße gefahren sind.

Mehr von Lisa Schwarz lesen Sie in ihrem Blog The Car Addict.

 

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A3 2.0 TDI

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 5,0-4,0**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 130-105**

S4

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,7**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 178**

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emmissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.



2 Antworten auf Effizient nach Genf

  1. Sven 08.03.2013 at 09:30 #

    Super Beitrag, da wäre ich auch gerne mitgefahren!

Reaktionen aus dem Netz (Trackbacks)

  1. Audi Efficiency Road Trip | hypesRus.com - Videothek - 08.03.2013

    […] Audi Efficiency Road Trip 08.03.13 von chris — Kommentieren Es war ein spannendes Rennen gegen die Tanknadel von Ingolstadt nach Genf. Sechs Onliner kämpften um jeden Tropfen Diesel im Audi A3 2.0 TDI. Das Siegerteam kam mit einem Verbrauch von 3,99 Liter und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 100 km/h in Genf an. Mehr zum Audi Efficiency Road Trip lesen Sie im Audi Blog:http://blog.audi.de/2013/03/08/effizient-nach-genf/ […]

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