Britta Meyer
22.03.2013
Interview
Martin Grubinger über die Audi Sommerkonzerte

Er zählt zu den besten Multipercussionisten der Welt. Bei seinen Aufritten zeigt er vollen Körpereinsatz. Am 24. Juli bringt der 29-Jährige südamerikanische Rhythmen nach Ingolstadt. Martin Grubinger im Interview.

Multipercussionist

Martin Grubinger (Foto: Felix Broede)

Herr Grubinger, Sie sind bereits zum zweiten Mal bei den Audi Sommerkonzerten zu Gast. Was erwartet das Publikum dieses Mal?
Ich freue mich, mit der Camerata Salzburg in Ingolstadt sein zu dürfen. Mit dem Klangkörper verbindet mich eine langjährige Partnerschaft. Mit ihnen zusammen das Spektrum des Schlagzeuges in Ingolstadt präsentieren zu dürfen, ist mir eine Ehre.

Das Motto lautet 2013 „In der Fremde“ und ihr Programm kommt aus Südamerika. Haben Sie eine persönliche Beziehung zu dem Kontinent?
Natürlich habe ich eine persönliche Beziehung zu Südamerika und ich war selber auch schon öfters dort. Wir versuchen in Projekten wie „The Percussive Planet“ verschiedene Kontinente an einem Abend über den Weg der Musik vorzustellen. Südamerika ist da mit seinen vielen verschiedenen Rhythmen besonders spannend für mich als Schlagzeuger.

Bei Ihnen steht das Schlagzeug im Mittelpunkt, schon mit dreieinhalb Jahren wussten Sie: Das ist Ihr Instrument. Was fasziniert Sie daran so sehr?
Das Leben beginnt mit einem Herzschlag und ab dann lebt der Mensch im Rhythmus. Für mich ist Rhythmus auch ein Muss um erfolgreich zu sein, indem was man tut. So kommen ja auch Fußballer nur, wenn sie den perfekten Rhythmus gemeinsam verinnerlicht haben, zum Ziel. Natürlich bin ich auch durch meinen Vater geprägt, der ja selber Professor für Schlagzeug ist.

Sie treten in den großen Konzerthäusern der Welt auf. Was ist für Sie das Besondere an den Audi Sommerkonzerten?
Audi ist ja genau das, was ich von meinen Zuhörern erwarte: Hören! Es war mir schon eine große Ehre bei der 50-Jahrfeier im November auftreten zu dürfen und ich freue mich auch jetzt schon wieder, dabei sein zu können. Der Spruch „Vorsprung durch Technik“, mit dem Audi ja berühmt geworden ist, trifft auch auf die Musik und mich zu. Dabei geht es dann natürlich nicht um eine „technische“ Technik, sondern um eine sportliche, körperliche Technik, die sich dann in meiner Musik auslässt.

Multipercussionist

Martin Grubinger in Aktion (Foto: Michael Herdlein)

Was steht bei Ihnen auf dem Programm, bevor Sie im Sommer in Ingolstadt zu Gast sind?
Im Mai bin ich ebenfalls mit der Camerata Salzburg auf Tour, unter anderem in Wien, Salzburg, Essen und Frankfurt. Im Sommer stehen dann neben meinem Auftritt bei „Klassik am Odeonsplatz“ in München auch mehrere Festivals an, wie die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern oder das Schleswig-Holstein Musik Festival und dann bin ich noch bei den Salzburger Festspielen.

Und welche Projekte haben Sie sich für 2013 noch vorgenommen?
Wir haben uns viel vorgenommen. Ein Hauptpunkt ist dabei die Tour mit den Wiener Philharmonikern und Lorin Maazel im Herbst. Unter anderem treten wir zusammen beim Lucerne Festival auf, was mir als Österreicher natürlich eine besondere Freude ist. Mit den Wiener Philharmonikern habe ich ja schon zusammengearbeitet, aber mit Lorin Maazel ist es das erste Mal. Anfang nächsten Jahres steht dann eine kleine Tour mit dem Mahler Chamber Orchestra mit der Uraufführung von Peter Eötvös „Speaking Drums“ an. Außerdem freue ich mich, die enge Zusammenarbeit mit dem Bonner Beethovenfest und dem Wiener Konzerthaus fortführen zu können.

Die Audi Sommerkonzerte 2013 stehen unter dem Motto „In der Fremde“. In 17 Konzerten bieten Stars der Klassik von 26. Juni bis 28. Juli ein abwechslungsreiches Konzertprogramm. Das gesamte Programm steht zum Download bereit unter www.sommerkonzerte.de. Mehr Informationen finden Sie außerdem hier.

 


Eine Antwort auf Martin Grubinger über die Audi Sommerkonzerte

  1. Uwe 22.03.2013 um 12:22 #

    Hallo und klingt gut, ich bin auch öfters in Wolfsburg im Sommer und der ganze VW Konzern scheint viel für Kunst, Musik und Kultur zu tun. Dort gibt es immer Moviementos und Konzerte. Ich finde so ein Engagement sehr gut.

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