Datum: 25.03.2013
Autor: Eva Backes
Kommentare: 0
Tags: Autosalon Paris, Hinter den Kulissen, New York Auto Show
Hinter den Kulissen
Secret Service am Audi-Messestand
25.03.2013

Am 27. März öffnet die New York Auto Show ihre Tore. Pünktlich zum Messestart muss alles stimmen. Wir haben bei der Vorbereitung eines Audi-Messestands hinter die Kulissen geschaut und verraten Ihnen, was da so alles passiert.

Secret Service

Kurz vor Beginn des Paris Automobilsalons wird alles auf Hochglanz poliert.

Jedes Jahr ist Audi auf zahlreichen großen Messen vertreten. Bereits Wochen vorher beginnen die Planungen, um den perfekten Auftritt möglich zu machen. Ein Rückblick auf den Pariser Automobilsalon im vergangenen Herbst.

September 2012, Paris, Porte de Versailles, Halle 4. Ein schwarzer Vorhang verhüllt den 2.190 Quadratmeter großen Audi-Messestand. In zwei Tagen schaut die Welt nach Paris – jetzt wird dort noch gebohrt und gehämmert, es ist laut und staubig, von Glanz und Glamour fehlt noch jede Spur. Es riecht nach Holz und frischer Farbe. Projektleiterin Annkatrin Hentsch hat ein Auge darauf, dass es vorangeht: Elektriker, Schreiner, Maler und Teppichleger sind gleichzeitig im Einsatz. „Wir müssen im Zeitplan bleiben“, sagt Hentsch, während sie prüfend über den Stand läuft, „die Messe beginnt, egal ob wir fertig sind oder nicht.“

Seit zwei Wochen wird in Paris gearbeitet – und das rund um die Uhr, im Dreischichtbetrieb. Insgesamt stecken zwölf Monate Arbeit in einem Auftritt dieser Größenordnung. Von der Konzeption bis zur Realisierung hält Hentsch die Fäden in der Hand. „Aber ich bin keine Einzelkämpferin“, betont sie. „Alles funktioniert nur mit einem motivierten Team.“ Interne Abteilungen und externe Dienstleister sind ihre Schnittstellen – Dutzende Abstimmungen erfolgen bis zum Start in Paris. Das Besondere am Audi-Messebau? „Nichts kommt von der Stange. Jeder Stand ist maßgeschneidert.”

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Blitzlichtgewitter am Audi Messestand

Wenige Stunden sind es noch bis zur offiziellen Abnahme durch den Vorstand. Die Anspannung steigt. Auch bei Norbert Pöchmann, der für die Aufbereitung der Fahrzeuge verantwortlich ist. Seit fast 20 Jahren macht er diesen Job – und seine Begeisterung ist ungebrochen: „Mir macht das einfach Spaß“, sagt er mit leuchtenden Augen: Ob Detroit, Frankfurt oder Genf, Pöchmann ist bei allen großen Messen dabei und weiß genau, wie man einen Audi richtig in Szene setzt. So auch in Paris: Mit einem Team von vier Mechanikern sorgt er dafür, dass Technik und Optik der Fahrzeuge höchste Standards erfüllen. „Alles an den Autos soll makellos sein“, erklärt Pöchmann. Und dabei geht es oft um Millimeter: Stimmt die Ausleuchtung? Sind die Autos richtig in Balance? Stehen die insgesamt 17 Fahrzeuge am Stand genau so, wie es der Messeplan vorsieht?

Um 17 Uhr ist es soweit. Die ersten Vorstände kündigen sich an. Pöchmann führt die Gruppe von Fahrzeug zu Fahrzeug. Türen werden geöffnet und geschlossen – ein satter, sauberer Ton erklingt. Genau so soll es sein. Behutsam streicht Pöchmann über die Motorhaube, zeigt dass die Spaltmaße stimmen und die Reifen richtig stehen. Dann drückt ihn der Chef und lobt: „Super Job!“ Die Abnahme ist geschafft.

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Die Marke mit den Vier Ringen erstrahlt auf dem Pariser Automobilsalon.

Dann ist der große Tag gekommen: Die Messe öffnet ihre Pforten. Gerd Muthenthaller ist einer der Ersten an diesem Morgen. Der Cateringchef kontrolliert die Lebensmittellieferung, die schon um 5:30 Uhr an der Porte de Versailles eintrifft. Auf beengtem Raum, in einer Küche von nur 25 Quadratmetern, soll heute ein Gourmet-Menü gezaubert werden: Steinpilztarte, Hummerravioli und Rinderfilet – Haute Cuisine, direkt hinter dem Messestand zubereitet, Wand an Wand mit den auf Hochglanz polierten Exponaten.

Natürlich darf auch die bayrische Delikatesse schlechthin nicht fehlen: 600 Paar Weißwürste hat Muthenthallers Team nach Paris transportiert – vakuumiert und direkt aus der Ingolstädter Audi-Hausmetzgerei. Dazu 25 Kilogramm süßen Senf und 20 Fässer Weißbier. „Das Gute an Messen innerhalb der EU ist, dass wir hier Weißwürste problemlos einführen können – in Genf oder Shanghai müssen wir frisch vor Ort produzieren“, erklärt Muthenthaller. „Denn geht nicht, gibt’s nicht. Dann bringen wir unseren Metzger und die Weißwurstmaschine eben mit.“

Unten am Messestand treffen unterdessen die Hostessen in ihren edlen Outfits ein. Vorstände, Pressesprecher und Journalisten tummeln sich bereits zahlreich am Stand. Was vor 48 Stunden noch eine große Baustelle war, ist jetzt die glänzende Bühne für die neuesten Modelle aus der Audi-Produktfamilie. The car is the star. Die Show beginnt, und für diesen Moment ist alles perfekt. Hentsch und ihre Kollegen atmen durch. Bis in Paris der Vorhang fällt. Und die Planungen für die nächste Messe beginnen.

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