Johannes Hofsommer
03.04.2013
Motorradrennsport
Ducati startet mit Rückenwind in die Saison

Die italienische Traditionsmarke Ducati startet am 7. April in die MotoGP Saison 2013/14. Welche Herausforderungen auf das Team um die Fahrer Nicky Hayden und Andrea Dovizioso warten, lesen Sie hier.

Mit Ducati in die MotoGP-Saison

Ducatis Hoffnungsträger: Andrea Dovizioso wechselte diese Saison zu den Italienern.

Dröhnende Motoren, harter Asphalt und waghalsige Überholmanöver: Der Start der MotoGP in Qatar am 7. April verspricht wieder einen Ritt auf der Rasierklinge für die 24 Piloten der Königsklasse des Motorradrennsports. Für tausende Fans an der Strecke und Millionen TV-Zuschauer weltweit verspricht der Saisonstart Emotionen pur. Kein Motorradereignis fasziniert die Menschen mehr als diese Rennserie. Kein Rennen wird mit mehr Spannung erwartet als der Kampf um die MotoGP-Weltmeisterschaft.

Mittendrin Ducati. Die emotionale, rassige Marke aus Italien, die 2007 mit dem australischen Star Casy Stoner die Königsklasse gewann, ist aus dem Rennzirkus der MotoGP nicht wegzudenken. Der Motorsport liegt in den Genen der Marke aus Borgo Panigale, einem Vorort von Bologna. In Qatar feiert Ducati eine ganz spezielle Premiere. Zum ersten Mal starten die Ducati-Piloten mit kräftigem Rückenwind der AUDI AG in die Saison.

Mit Ducati in die MotoGP-Saison

Großes Potential: Team-Manager Vittario Guareschi (re.) traut Ducati-Fahrer Andrea Dovizioso (li.) einen Weltmeistertitel zu.

Seit dem letzten Jahr gehört die traditionsreiche Marke zur Audi Group. „Audi und Ducati treibt dieselbe Leidenschaft an, die Leidenschaft zu gewinnen“, erklärt Vittarrio Guareschi. Der Ducati-Team-Manager ist davon überzeugt, dass Audi die starke Schulter ist, an der sich Ducati anlehnen kann. Und die brauchen die Italiener für den bevorstehenden Kraftakt. Denn in den letzten Jahren fuhr Ducati hinter den eigenen, hochgesteckten Zielen hinterher.

In diesem Jahr will sich Ducati wieder kontinuierlich nach vorne arbeiten. „Das geht nicht von jetzt auf sofort. Alle haben hier unheimlich viel Potenzial, die Fahrer, das Team, die Entwickler. Die Stärken kommen aber nicht immer zum Tragen. Wir müssen neben den technischen Verbesserungen auch an die Prozesse ran und an manchen Stellen die Organisation umkrempeln“, erklärt der neue Direktor von Ducati Corse, Bernhard Gobmeier. Sein Teammanager Guareschi präzisiert: „In der ersten Hälfte der Saison wollen wir das Motorrad kontinuierlich weiterentwickeln, um in der zweiten Saisonhälfte den Sprung aufs Podium zu schaffen.“ Wolfgang Dürheimer schaut da noch weiter in die Zukunft. Der Audi-Entwicklungsvorstand will eine kontinuierliche Steigerung der Ergebnisse und 2015 um die Weltmeistschaft mitfahren.

Mit Ducati in die MotoGP-Saison

Das Ziel vor Augen: Ducati will in der bevorstehenden MotoGP-Saison die Weltspitze wieder angreifen.

Neben der neuen Rennmaschine Ducati Desmosedici GP13 sollen dafür die Piloten sorgen. Der 31 Jahre alte Ex-Weltmeister und Routinier, Nicky Hayden, steht dabei jedoch nicht alleine im Fokus, sondern auch auf dessen Teamkollegen Andrea Dovizioso ruhen große Hoffnungen. „Andrea hat großes Potenzial und ist sicher irgendwann in der Lage, die Weltmeisterschaft zu gewinnen“, beurteilt Teammanager Guareschi die Fähigkeiten des 26 Jahre alten Neuzugangs.

Doviziosos Potential und Haydens Erfahrung sind wichtige Bausteine auf dem Weg von Ducati Corse zurück in die Erfolgsspur. Es gilt ein „Biest“ zu bändigen. Motorleistung war bei Ducati nie ein Problem, der 1.000 Kubikzentimeter-Motor der Desmosedici GP 13 leistet 235 PS und katapultiert das 160 kg leichte Motorrad in wenigen Sekunden auf eine Spitzengeschwindigkeit von 330 km/h. Allerdings gilt es, die Fahrbarkeit zu verbessern. Die Gewichtsverteilung spielt dabei eine ebenso wichtige Rolle wie die Justierung der Elektronik – von der Traktionskontrolle bis zur Anti-Wheelie-Steuerung. Eine Wissenschaft für sich.

Auf insgesamt 18 anspruchsvollen Rennstrecken auf vier verschiedenen Kontinenten müssen die Ducati-Piloten diese Herausforderung bestehen. Am 14. Juli macht die MotoGP auf dem Traditionskurs Sachsenring bei Chemnitz Station. Das Ziel ist klar. Dovizioso und Hayden sollen Italiens Traditionsmarke wieder dorthin führen, wo sie hingehört: zurück aufs Podium.

 

 


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