Camillo Pfeil
22.04.2013
Gastbeitrag
Emotionen Er-erfahren

Audi lädt im Rahmen der Blogger Relations regelmäßig zu Fahrveranstaltungen ein. In den vergangenen zwei Wochen wurden der Audi RS 6 Avant und der Audi S3 vorgestellt. Camillo Pfeil schreibt im Gastbeitrag über seine Fahrerlebnisse.

Fahrveranstaltung Audi RS 6 Avant und S3

Camillo Pfeil und Stefan Maaß mit dem Audi RS 6 Avant

Donnerstagabend 18 Uhr. Ich lande auf dem Münchner Flughafen. Morgen ist die Präsentation des neuen Audi RS 6 Avant und des S3. Auf der Piazza zwischen Terminal 1 und 2 stehen bereits die Fahrzeuge. Mein Herz schlägt höher. Mein Fuß wird nervös. Doch muss ich mich noch eine Nacht gedulden. Ich checke ins Hotelzimmer ein und gehe nochmal vor die Tür. Nicht etwa um frische Luft zu schnappen. Nein, ich gehe zum Flughafen, um einen Blick auf die Fahrzeuge zu werfen.

In Misanorot steht er vor mir. Mit seinen breiten Lufteinlässen, dem Trichter mit quattro-Schriftzug, seiner breiten Linie durch ausgestellte Radhäuser und einen markanten Seitenschweller. In seinem schwarzen Wabengrill noch das Symbol: RS. Aber auch von hinten setzt er weitere Akzente. Der Dachspoiler, der Diffusor, sowie die zwei ovalen Endrohre. Ich höre schon den sonoren Klang des V8, der wie ein Tinnitus nicht aus meinem Kopf verschwinden will. Doch es ist immer noch Donnerstag.

Freitag 7 Uhr. Ein Blick aus dem Fenster: Es regnet. Kein guter Start in den Tag. Doch die Sonne sollte noch scheinen. 8.45 Uhr, ich verlasse das Hotel. Auf dem Weg zum Audi Forum ein Blick auf die Piazza. Ein Grinsen macht sich bei mir im Gesicht bemerkbar. Vor mir ein bunter Strauß in Rot, Weiß und Grau. RS 6 und S3 nebeneinander aufgereiht. Doch zuvor ab zur Pressekonferenz und die wichtigsten Keyfacts notieren: Audi RS 6 Avant, dritte Genration, 560 PS, 700 Nm, in 3.9 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer. Audi S3, dritte Generation, 300PS, 380 Nm, in 4.8 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer.

Doch eigentlich wird den Fahrzeugen die reine Reduzierung auf die Fahrleistungen nicht gerecht. Denn erstaunlich ist eigentlich der Aufwand dahinter, um diese Fahrleistungen zu erreichen und gleichzeitig noch die Effizienz zu steigern. Konsequenter Leichtbau, eine intelligente Elektronik, ein neu konzipierter Motor mit Zylinderabschaltung und viele weitere Kleinigkeiten sorgen beispielsweise dafür, dass der RS 6 rund 30 Prozent weniger Kraftstoff im Vergleich zu seinem V10-Vorgänger verbraucht. Da wir nur einen Tag fahren konnten, haben wir das S und RS wörtlich genommen und sind vom NEFZ-Wert „geringfügig“ abgewichen.

Fahrveranstaltung Audi RS 6 Avant und S3

Am Flughafen warten die Autos auf die Fahrer

9.45 Uhr. Zuteilung der Fahrzeuge. Der Voll-LED-Scheinwerfer des misanoroten RS 6 schaut mich an. Einen Wimpernschlag später sitze ich auch schon in den bequemen RS-Sportsitzen aus Leder. Die Mittelbahn mit einer Wabensteppung und abgesetzten Nähten. Hier wird gekonnt das Design des Singleframe-Grills aufgenommen. Auch sonst wird das Auge im Innenraum verwöhnt. Alles ist sehr edel und hochwertig verarbeitet. Ganz besonders gefallen der Dachhimmel in schwarzem Alcantara sowie die Dekorleisten in Aluminium matt gebürstet.

Der Innenraum ist sehr aufgeräumt und beschränkt sich auf die wesentlichen Bedienelemente. Hervor sticht noch der hochauflösende Acht-Zoll-Bildschirm des MMI mit Touchpad Bedienung. Für mich ungeschlagen. Auch in Kombination mit dem Bang & Olufsen Sound System wird der Innenraum zu einem Konzertsaal. Doch die meiste Zeit blieb das Radio abgeschaltet, denn der V8 war Klang genug.

Nach kurzer Suche streife ich über den Start-Button. Nur noch ein Druck trennt mich vom Fahrerlebnis. Die Kapelle ist gezündet. Der Drehzahlmesser bewegt sich einmal an den Anschlag. Der V8 ertönt. Mir wird warm. Ich fahre die ersten Meter. Der Gurt wird automatisch gestrafft. Unterwegs bin ich heute mit Stefan und im anderen Fahrzeug Nicole und Sebastian. Zusammen machen wir uns durch den Münchener Berufsverkehr auf eine abgelegene Strecke. Eine perfekte Herausforderung für den Audi RS 6.

Doch auf dem Weg dorthin konnte er seine Qualitäten fernab von Spitzenfahrleistungen zeigen. Entspannt, fast lautlos, gleitet er über die Landstraße und die Autobahn und ist damit auch ein perfektes Langstreckenfahrzeug. Unterstützt durch das adaptive cruise control lässt es sich noch entspannter fahren, denn auch nach einem Anhalten fährt das Fahrzeug wieder eigenständig los. Zusätzlich nutzt das System die Daten aus dem Navigationsgerät, um Folgefahrten in Kurven vorausberechnen zu können.

Fahrveranstaltung Audi RS 6 Avant und S3

Ein Blick in den Innenraum

10.45 Uhr. Wir haben die Teststrecke erreicht. Der Drive Select-Modus wird von Comfort auf Dynamic gestellt. Dies hat zur Folge, dass im Fahrzeug verschiedene Parameter wie Schaltdrehzahl, Servolenkung oder die Kennlinie des Gaspedals verändert werden. Aber auch die Klappensteuerung der Abgasanlage wird verändert. Ein Tritt aufs Gaspedal, man hört es. Das Fahrzeug brüllt, die Karosserie erzittert, der Bulle will losgelassen werden. Launch Control aktiviert und ab geht die Fahrt.

Das Grinsen verschwindet für eine ganze Weile nicht mehr aus dem Gesicht. Fahrspaß pur. Die Achtstufen-tiptronic schaltet die Gänge nur so durch. Der V8 brüllt. Die Keramikbremsen packen in jeder Kurve kraftvoll zu. Der RS 6 zeigt seine wilde Seite. Beim Fahrerwechsel frage ich Stefan, ob er die Heizung aufgedreht hatte, denn mein Körper hatte gefühlt Fieber. Nein. Es war das pure Adrenalin und die Freude.

15 Uhr. Wechsel auf den Audi S3. Leider bleibt nur eine halbe Stunde Zeit, den kompakten Sportler kennenzulernen. Doch auch dieser weiß schon auf den ersten Metern zu überzeugen. Der neue entwickelte Zwei-Liter-TFSI-Motor im Zusammenspiel mit der Sechsgang-S tronic sorgen ebenfalls für eine Menge Fahrspaß. Äußerlich lassen fast nur die vier Endrohre sowie die Schriftzüge auf den S schließen. Ansonsten ist er sehr brav gehalten. Auch im Innenraum sind nur ein paar dezente S-Logos platziert sowie eine Ladedruckanzeige im Tacho.

Weiterhin ist der S3 mit jeder Menge Technik aus der Oberklasse ausgestattet. Angefangen mit dem umfangreichen Angebot an Assistenzsystemen, über das MMI mit Touch sowie dem Bang & Olufsen Sound System, bis hin zum quattro Antrieb.

Mein Fazit: Der Audi RS 6 Avant ist eine gelungene Symbiose aus Langstreckenkombi und Sportwagen. Ebenso ist der S3 ein gelungener Kompaktwagen für die Stadt sowie ein emotionaler Sportler auf der Landstraße.

Mehr von Camillo Pfeil lesen Sie in seinen Blogs imaedia.de und Worldtravlr.net. Weitere Blogbeiträge zum neuen RS6 Avant und S3 gibt es bei veight.de, auf autophorie.de und rad-ab.com.

 

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RS 6 Avant

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 9,6**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 223**

S3

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,1-6,9**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 164-159**

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.


Reaktionen aus dem Netz (Trackbacks)

  1. 2014 Audi RS6 Avant: Daddy’s Daily Driver > Fahrberichte > veight.de - 22.04.2013

    […] (Link folgt) vor allem auf die Besonderheiten des Infotainmentbereichs eingegangen und hat für das Audi-Blog eine spannende Berichterstattung über die ersten Ausfahrten mit RS6 Avant wie auch dem S3 […]

  2. Infotainment und Technik im neuen Audi RS6 Avant und S3 - 2013 - IMAEDIA – Fachblog für Home Entertainment, Infotainment und Technikgadgets - 01.12.2013

    […] Ich durfte den RS6 Avant im Rahmen der Fahrpräsentation einige Kilometer bewegen und bin immer noch fasziniert. Eine emotionale Beschreibung des Tages und meiner Fahrt im Audi RS6 Avant findet ihr in meinem Gastbeitrag im Audi Unternehmensblog. […]

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