Stefanie Lang
03.05.2013
Interview
Jamie Green über die DTM-Saison 2013

Am Wochenende ist DTM-Auftakt in Hockenheim – und Jamie Green sitzt zum ersten Mal für Audi hinter dem Steuer. Der Neuzugang im Team mit den Vier Ringen spricht im Interview über den Rennauftakt und seine sportlichen Ziele für 2013.

Testfahrten Barcelona

Jamie Green und sein neues Arbeitsgerät: der Audi RS5 DTM

Herr Green, Ihr Wechsel von Mercedes-Benz zu Audi wurde in den Medien als „spektakulärer Transfer“ bezeichnet. Klingt nach vielen Vorschusslorbeeren. Können Sie diesen hohen Erwartungen von außen gerecht werden?
Das wird natürlich eine große Herausforderung für mich, weil alles neu ist. Ich fahre für eine neue Marke, in einem neuen Team und in einem neuen Auto. Aber ich habe immer noch die gleichen ehrgeizigen Ziele an mich selbst und zwar mein Bestes zu geben! Ich weiß, alle fragen sich, ob ich es im ersten Jahr schaffen kann für Audi den Titel zu holen. Natürlich glaube ich, dass ich das kann. Aber eine Garantie gibt es dafür nicht. Sonst wäre die Saison ja auch langweilig (lacht).

Apropos alles neu: Wie wurden Sie von Ihren neuen Teamkollegen aufgenommen? Immerhin waren Sie zum Teil jahrelang Konkurrenten.
Das stimmt. Gerade mit Mattias Ekström habe ich mir immer wieder spannende Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert. Was das angeht, sind wir Profis und nehmen das nicht persönlich, sondern sportlich. Jetzt sind wir plötzlich in einem Team und ich muss sagen wir ergänzen uns hervorragend. Das Team hat es mir aber auch leicht gemacht und mich sehr herzlich aufgenommen. Gleich zu Beginn des Jahres waren wir alle im Trainingslager in Ofterschwang. Das hat mir den Einstieg sehr erleichtert. Je mehr man gemeinsam erlebt, desto eher fühlt man sich als eingeschworenes Team. Darum freue ich mich auch sehr darauf, dass am Sonntag endlich die DTM-Saison startet und wir gemeinsam angreifen.

 

Testfahrten Barcelona

Zwei, die sich verstehen: Jamie Green (links) und Mattias Ekström

Neben Ihrem Wechsel gibt es noch eine Neuerung bei Audi Sport: Seit Mitte April ist Dieter Gass neuer Leiter DTM bei Audi und berichtet direkt an den Motorsportchef Wolfgang Ullrich. Was wird sich dadurch verändern?
Neben der DTM kämpft Audi ja auch noch in der WEC, in Le Mans und mit dem R8 LMS in unzähligen Kundenteams um Siege auf der ganzen Welt. Ich glaube, da ist es der richtige Weg, neben dem Motorsportchef einen eigenen verantwortlichen für die DTM zu haben. Dieter Gass ist sehr erfahren und hat im Motorsport schon viel erlebt. Er wird das sicher sehr gut machen.

Das Norisringrennen in Nürnberg Mitte Juli gilt gemeinhin als „Heimspiel“ für Audi. Sie haben dort insgesamt vier Mal gewonnen, zuletzt 2012, und werden als „König des Norisrings“ bezeichnet. Klappt es in diesem Jahr mit einem Heimsieg für die Vier Ringe?
Wir werden es auf jeden Fall versuchen! Die Strecke liegt mir und scheinbar passt der Kurs auch sehr gut zu meinen Fahrstil. Obwohl ich erst seit kurzem dabei bin, habe ich schon bemerkt, dass dieses Rennen für Audi eine besondere Bedeutung hat. Natürlich auch weil so viele Audi-Mitarbeiter und Fans vor Ort sind, um uns anzufeuern. So viel kann ich jetzt schon garantieren: Wir werden uns besonders anstrengen, um die Punkte „daheim“ zu lassen. Aber jetzt konzentrieren wir uns erst einmal auf den Saisonauftakt am Hockenheimring.

Was ist denn ihr Tipp?
Wir haben die letzten Wochen und Monate hart gearbeitet und wollen das am Wochenende auch allen zeigen. Es wird ein verdammt enges und spannendes Rennen, aus dem wir hoffentlich als Sieger hervorgehen.


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