Britta Meyer
12.06.2013
Audi Hungaria
Produktionsstart im neuen Audi-Werk

Mit der A3 Limousine wird erstmals ein kompletter Audi in Ungarn produziert. Volkswagen-Chef Martin Winterkorn, Audi-Chef Rupert Stadler und Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban haben das neue Werk in Betrieb genommen.

Werkserweiterung Audi Hungaria

Gemeinsam wird der Startknopf für den Produktionsstart im neuen Werk gedrückt

Zwei Jahre hat der Bau gedauert, am Mittwoch ist der offizielle Startschuss für die Produktion der Audi A3 Limousine im erweiterten Audi-Werk in Ungarn gefallen. Am Standort in Györ steht auf einer Fläche von mehr als zwei Millionen Quadratmetern nun eine vollständige Produktion mit Presswerk, Karosseriebau, Lackiererei und Montage. Mehr als 900 Millionen Euro hat Audi in die Werkserweiterung investiert, 125.000 Automobile jährlich rollen hier künftig vom Band.

„Mit dem Ausbau unseres Werks in Ungarn hat sich Audi Hungaria zu einem bedeutenden Standbein unseres weltweiten Produktionsnetzwerks entwickelt“, betonte Audi-Chef Rupert Stadler während der Eröffnungsfeier in Györ. Gemeinsam mit Volkswagen-Konzernchef Martin Winterkorn, dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban und weiteren Unternehmensvertretern hat er das neue Werk in Betrieb genommen. „Füllen Sie die frisch fertig gestellten Produktionshallen mit Leben“, forderte er die Mitarbeiter auf.

In den zwanzig Jahren seit der Eröffnung des ungarischen Standorts im Jahr 1993 ist die Zahl der Beschäftigten in Györ auf mehr als 9.000 gestiegen. Mit der Werkserweiterung hat Audi Hungaria 2.100 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Die neuen Mitarbeiter qualifizieren sich vor Ort im eigens aufgebauten Projekt- und Trainingscenter.

Audi unterstützt aber auch die Ingenieursausbildung an ungarischen Universitäten. Hier spiele das Unternehmen eine wichtige Rolle, betonte Ministerpräsident Orban. Es erfülle ihn mit Stolz, dass nun komplette Autos der Marke mit den Vier Ringen in Ungarn gebaut werden. Audi ist der größte ausländische Investor des Landes und trägt somit maßgeblich zur Entwicklung der ungarischen Wirtschaft bei.

Auch Ressourceneffizienz und Umweltschonung stehen in dem neuen Werk im Fokus. Deshalb setzt Audi auf zukunftsweisende Umwelttechnologien wie eine Trockenabscheidung mit Umluftbetrieb im Bereich der Lackiererei. Diese verringert die zu behandelnde Luftmenge. Damit kann der Energieeinsatz um bis zu 50 Prozent gegenüber der herkömmlichen Nass-Abscheidetechnik verringert werden. Eine zusätzliche Abluftreinigung ermöglicht, die Lösemittelemissionen um mehr als 70 Prozent zu senken.

Werkserweiterung Audi Hungaria

Beim Rundgang durch die Produktion in Györ

Audi Hungaria feiert in diesem Jahr 20-jähriges Bestehen. Seit dem Start 1993 hat sich das Unternehmen zum größten Motorenproduzenten der Welt entwickelt. Abnehmer sind Marken aus dem gesamten Volkswagen Konzern. Die Automobilmontage des Audi TT folgte im Jahr 1998. Bisher montierte das Werk in Verbundfertigung mit dem Standort Ingolstadt die Modelle Audi TT Coupé und TT Roadster sowie Audi A3 Cabriolet und RS 3 Sportback. Im erweiterten Automobilwerk fährt nun die Audi A3 Limousine vom Band – und damit entsteht erstmals ein Audi komplett in Ungarn.

Mit der A3 Limousine bringt Audi ein neues Konzept in die Premium-Kompaktklasse, eines der global am schnellsten wachsenden Segmente. In wichtigen Wachstumsmärkten wie den USA und China zieht die Nachfrage in diesem Segment deutlich an. Dort startet die A3 Limousine im Frühjahr 2014 in den Markt, zu den europäischen Händlern kommt das Modell im Herbst dieses Jahres.

Eine Übersicht aller Informationen zur Werkserweiterung am ungarischen Standort Györ finden Sie in unserem Audi Newsroom. Die Rede von Rupert Stadler finden Sie auf Scribd, weiteres Fotomaterial auf Flickr.

 

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RS 3 Sportback

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,3-8,1**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 194-189**

S3 Limousine

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,1-6,9**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 164-159**

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.


Eine Antwort auf Produktionsstart im neuen Audi-Werk

  1. Philipp 14.06.2013 um 11:44 #

    Guten Tag,

    nun das man nicht so einfach wo anders produzieren kann ist mir klar, dennoch bekommt das ein faden Beigeschmack, wenn man bedenkt wie es gerade in Ungarn politisch aussieht.

    Gruß

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