Marlon Matthäus
26.06.2013
Kieler Woche 2013
Prominente Segler beim Audi Sailing Cup

Leinen los und Segel gesetzt: Prominente, Sportler und Audi-Markenbotschafter kämpfen beim Audi Sailing Cup um den Sieg bei der Kieler Woche 2013. Mit an Bord: Moderator Kai Pflaume, DTM-Champion Timo Scheider – und Autor Marlon Matthäus.

Wellenreiter: Windböen bis zu 30 Knoten machen das Segeln zum intensiven Erlebnis.

Mittwochmorgen, Olympiazentrum Kiel Schilksee. Austragungsort der 119. Kieler Woche, der bedeutendsten Segelregatta der Welt. 4.500 Seglerinnen und Segler aus 50 Nationen treten hier gegeneinander an und ermitteln die Besten der Besten. Noch bis Sonntag werden mehr als drei Millionen Besucher erwartet. Auf der Terrasse der Audi Lounge zerrt der Wind an den weißen Sonnenschirmen. Der Himmel ist dunkel und wolkenverhangen, die See ist aufgewühlt. Perfekte Bedingungen für die Austragung des Audi Sailing Cup 2013. Die Kontrahenten: Prominente, Sportler und Audi-Markenbotschafter. Ihre schwimmenden Waffen: Sechs pfeilschnelle B/one Sportboote. Sieben Meter lang, zwei Meter fünfzig breit, weniger als eine Tonne schwer.

Aufgeteilt auf sechs Audi-Teams kämpfen die 17 Amateure heute um den Sieg bei der Kieler Woche. Unter ihnen auch Moderator und Entertainer Kai Pflaume: Bevor es zum finalen Briefing in die Audi Lounge geht, schaut er gen Himmel und wirft die Stirn in Falten. „Wind zum Segeln haben wir zumindest genug. Mal schauen, was uns da draußen erwartet.“ Professionelle Skipper weisen die Hobbysegler in die Kunst von Wende und Halse ein, erklären den Unterschied zwischen Luv und Lee. Dann wird es ernst, die Teilnehmer verschwinden in der Umkleide und tauschen Straßenkleidung gegen Segelmontur. Thermohose, Jacke und Schwimmweste. Das Wasser ist mit 13 Grad noch immer frisch. Der zweifache DTM-Champion Timo Scheider fühlt sich pudelwohl: „Im Gegensatz zu den Rennanzügen ist das hier ganz bequem und sieht lässig aus.“

Die Ruhe vor dem Sturm: Die sechs Audi-Teams warten auf das Startsignal.

Nur wenige Meter von der Audi Sailing Arena, dem Public-Viewing-Bereich der Kieler Woche, sind die Boote an Pier Nummer fünf vertäut. Auf ihren Rümpfen und Segeln prangen die Vier Ringe. Die Teams gehen an Bord, dann heißt es auch schon: „Leinen los!“ Langsam segeln sie aus dem sicheren Hafen ins offene Gewässer. Ganz geordnet, schön hintereinander. Jedem Team steht ein olympiaerprobter Skipper zur Seite. Er gibt Anweisungen, erklärt die richtigen Handgriffe an den Winden und Leinen. Man flachst und scherzt. Noch geben sich die Teams gegenseitig Tipps zum richtigen Handling des Gennakers, dem dreieckigen Vorsegel der Boote. Im Wettkampf wird damit schnell Schluss sein. Zu groß der Ehrgeiz, als erster über die Ziellinie zu segeln.

Der Wind wird stärker, bläst mit 25 Knoten über das Wasser. Die Boote nehmen Fahrt auf. Schnell übernimmt das dreiköpfige Team um DTM-Fahrer Timo Scheider die Führung. Mit gesetztem Vorsegel ziehen sie am Boot von Entertainer Kai Pflaume vorbei. Mit ihm an Bord sind auch die beiden Schauspieler Nova Meierhenrich und Simon Licht. Sie haben den Gennaker zu früh gesetzt, ein taktischer Fehler. An der ersten Wendetonne wird es nochmals eng. Das B/one Sportboot von Judo-Olympiasieger Ole Bischof, Skispringer Richard Freitag und Ruderin Britta Oppelt setzt zum Überholen an. Geübt wechselt die Crew die Seiten, lehnt sich mit vollem Gewicht gegen den Wind – der Versuch scheitert jedoch. Nach einer knappen halben Stunde ist der Wettkampf entschieden. Timo Scheider und sein Renningenieur Markus Michelberger haben das Rennen gemacht und kommen mit einer Bootslänge Vorsprung vor dem Team um Judokämpfer Ole Bischof ins Ziel. Kanute Sebastian Brendel und die beiden Ruder-Olympiasieger Karl Schulze und Lauritz Schoof segeln auf den dritten Platz.

Wieder festen Boden unter den Füßen: Das Gewinnerteam kurz nach der Ankunft im Hafen.

Großer Jubel an Deck. „Geschwindigkeit bringt Sicherheit“, lacht Scheider und umarmt seine Teamkollegen. Als alle wieder festen Boden unter den Füßen haben, lassen die Hobbysegler das Rennen Revue passieren. „Die Bedingungen waren perfekt. Unser Team hat funktioniert. Leider hat es nicht fürs Siegertreppchen gereicht“, sagt Kai Pflaume und rubbelt sich die Haare trocken. Timo Scheider ist sich sicher: „Nächstes Jahr bin ich wieder mit dabei.“ Auf dem Weg zur Audi Lounge analysiert er mit seinem Renningenieur die entscheidenden Minuten der Regatta – typisch Rennfahrer.

Audi ist zum vierten Mal Premiumpartner der Kieler Woche und bietet ein umfangreiches Programm für Gäste und Fans. Treffpunkt Nummer eins im Olympiazentrum Kiel-Schilksee ist die neue Audi Sailing Arena als Public Viewing-Bereich. Neben der Übertragung der einzelnen Regatten durch Kieler Woche.TV powered by Audi, gibt es tägliche Interviewrunden mit prominenten Gästen und Stars der deutschen Nationalmannschaft Audi Sailing Team Germany. Aktuelle Fotos der Kieler Woche finden Sie auf Flickr und auf Facebook.


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