Ann Harder
02.07.2013
Le Mans 2013
Applaus für die Gewinner

Der Däne Tom Kristensen hat 2013 bereits zum neunten Mal das 24-Stunden-Rennen von Le Mans gewonnen. Zusammen mit seinen Teamkollegen wurde er am Montag in Ingolstadt von den Motorsportfans und Audi-Mitarbeitern noch einmal gefeiert.

Le Mans-Sieger in Ingolstadt

Die Le Mans-Sieger mit ihrem Pokal und dem Rennwgen

In Reih und Glied strahlen die Fahrer des Audi Le Mans-Teams in ihren weißen Hemden auf der Ingolstädter Audi Piazza um die Wette. Sie, der goldene Pokal und das sichtlich abgenutzte Siegerauto sind umringt von Mitarbeitern und Fans.

Schräg über den Rennfahrern hängt ein großes Plakat mit der Aufschrift „Le Mans. Home of quattro. 22. – 23. Juni 2013. Winner 24 h Heures du Mans 2013“. Die Gewinner, das sind sie: Bereits zum zwölften Mal haben die Audi-Piloten in diesem Jahr den Sieg bei dem bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt eingefahren.

Mit dem Audi R18 e-tron quattro holten den ersten Platz Loïc Duval, Tom Kristensen und Allan McNish – unter erschwerten Rahmenbedingungen. Dauerrivale Toyota hatte während des Rennens ordentlich Druck aufgebaut, kurzfristig hatte der Konkurrent drei Liter mehr Kraftstoffreserve für das Rennen zugesichert bekommen.

Le Mans-Sieger in Ingolstadt

Die Rennfahrer signierten Fahnen, Plakate und Autogrammkarten

„Wir brauchten also mehr Tankstopps als Toyota“, erklärt Tom Kristensen den versammelten Fans auf der Piazza des Audi Forum Ingolstadt die Herausforderung. „Und um das wieder reinzuholen, mussten wir schneller, aber dennoch effizienter fahren. Dass wir am Ende als Gewinner von der Rennstrecke gehen, war offen bis zum Schluss“, so der Däne.

Dass der Sieg nicht alleine ihr Erfolg ist, das wissen die Audi-Werksfahrer. Hinter ihnen steht ein ganzes Team aus Strategen, Ingenieuren und vielen weiteren Mitarbeitern. Denen gilt ihr Dank. „Alle Audi-Mitarbeiter haben einen wichtigen Teil zu diesem Erfolg beigetragen. Ich bin stolz, für das beste Team der Welt zu fahren“, so Kristensen. Als Dankeschön feiern der Däne und seine Kollegen ihren Sieg mit Mitarbeitern und Fans hier in Ingolstadt.

Auch Andreas Walk nutzt die Chance, seine Idole hautnah zu erleben und ein Autogramm der Fahrer zu ergattern. Im Audi Shop hat er sich extra noch den R18 e-tron quattro 2012 in Miniaturformat gekauft, das Siegerauto vom vergangenen Jahr. Das 24-Stunden-Rennen hatte er durchgängig im Fernsehen verfolgt, wie jedes Jahr.

Le Mans-Sieger in Ingolstadt

Motorsport-Kommunikationschef Jürgen Pippig im Gespräch mit Tom Kristensen

Die Leistungen der Rennfaher haben ihn aber besonders während dieses Rennens beeindruckt: „So konstant gute Leistungen zu zeigen, wenn bereits in der zweiten Runde ein anderer Fahrer auf der Rennstrecke verunglückt, und die Fahrer immer wieder an der Unglücksstelle vorbei müssen, dafür habe ich volle Hochachtung“, sagt Walk.

Gemeint ist der tödliche Unfall des Aston Martin-Piloten Allan Simonsens zu Beginn des Rennens. Das Schicksal des Fahrers lässt einmal mehr den Aspekt der Sicherheit auf der Rennstrecke in den Fokus rücken. Hier dürfen sich die Mitarbeiter keine Fehler leisten, gerade unter erschwerten Wetterbedingungen wie in diesem Jahr.

„Bei den Wetterverhältnissen war es für niemanden leicht, die Strecke genau zu analysieren. Zwar waren zwei Drittel der Strecke trocken, aber der nasse Bereich dann viel glatter. Und durch die Nässe haben sich Räder und Bremsen abgekühlt. Wir mussten also im trockenen Bereich umso aggressiver fahren, damit wir Rad und Bremse wieder heiß kriegen“, erinnert sich Rekordsieger Kristensen. „Unter den Bedingungen war es unheimlich schwer einen einheitlichen Rhythmus zu finden.“

Am Ende fanden er und seine Teamkollegen diesen doch und fuhren nach 24 Stunden in Le Mans souverän den Sieg ein. Dafür gab es am Montag in Ingolstadt nochmal tosenden Applaus. Doch ausgeruht wird sich auf den Erfolgen nicht. Nach Le Mans ist vor Le Mans: Die Vorbereitungen für das 24-Stunden-Rennen im kommenden Jahr laufen bereits an.


Eine Antwort auf Applaus für die Gewinner

  1. Dirk 03.07.2013 um 01:09 #

    Der Unfall von Mike Rockenfeller vor zwei Jahren hat ja gezeigt, dass LMP1-Boliden den Fahrer sehr gut schützen können. Zumindest die von Audi, aber ich denke, die Konkurrenz in der Klasse hat ähnliche Sicherheitsvorkehrungen.

    In den anderen Klassen sieht es da leider anders aus.

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