05.07.2013
Hinter den Kulissen
Die Bienenflüsterer

Echter Bienenhonig von Audi? Die Hobby-Imker Michael Wansner und Andreas Kopp machen es möglich: In Kooperation mit der Audi Stiftung für Umwelt haben sie aus einer Ausgleichsfläche in Werksnähe ein Zuhause für die fleißigen Tiere gemacht.

Audi-Imker

Andreas Kopp und Michael Wansner kümmern sich im Max Emanuel Park um acht Bienenstöcke und zwei Jungvölker

Auf einer kleinen Lichtung im Max Emanuel Park in Ingolstadt herrscht ein geschäftiges Gewusel: Überall schwirren und summen Bienen. Ein Stückchen unberührte Natur in der Nähe des Werkgeländes. Audi hat den Park vor einigen Jahren als Ausgleichsfläche erworben – und mittlerweile haben hier zwei Jungvölker und acht Bienenstöcke ein zu Hause gefunden.

Um bis zu 300.000 Bienen kümmern sich die beiden Audi-Mitarbeiter und Hobby-Imker Michael Wansner und Andreas Kopp. Die Idee dafür entstand vor drei Jahren. „Wir wollten unser Hobby mit zur Arbeit bringen und so den Kollegen vermitteln“, erinnert sich Kopp, der hauptberuflich in der Technischen Entwicklung arbeitet. Der 46-Jährige hatte die Imkerei als kleiner Junge bei seinem Opa beobachtet und vor vier Jahren als Hobby für sich wiederentdeckt.

Mittlerweile hat er auch seinen Kollegen Michael Wansner dafür begeistert. Ihre Idee: Eine Bienenarche in der Nähe des Audi-Werkgeländes. So wollen sie auf die Probleme der kleinen Insekten aufmerksam machen, die wegen ihres Beitrags zur Bestäubung für den Menschen das drittwichtigste Nutztier sind.

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Ein geschäftiges Gewusel herrscht in den Bienenstöcken

Die größte Feindin der Honigbiene ist die Varroa-Milbe, eine Zeckenart, die sich an der Biene im Stock ansaugt und gegen die das kleine Tier nur durch die Hilfe des Imkers eine Überlebenschance hat. Außerdem gibt es auf den Wiesen und Feldern immer weniger Blumen. Das macht es für die Bienen immer schwieriger, genügend Nahrung zu finden.

Das sind Probleme, die auch die Audi Stiftung für Umwelt erkannt hat. Sie unterstützt deshalb das Engagement der beiden Hobby-Imker, die als Leiter dieses Umweltprojekts ihre beiden Imker-Vereine vertreten. Die Stiftung sorgte für den Platz im Max Emanuel Park und finanzierte die Grundausstattung für die Einrichtung des Geländes sowie für die Imkerei.

Ein bis zweimal pro Woche besuchen Wansner und Kopp nach der Arbeit oder in der Mittagspause ihre Bienen und sehen nach dem Rechten. Ein professioneller Blick zum Flugloch: Alles in Ordnung, nichts ist verstopft, die Bienen können ungehindert ihren Flug starten. Dicke Pollenhöschen signalisieren den Hobby-Imkern ein reges Brutgeschäft. Und auch sonst fällt auf dem Gelände Arbeit an: Die beiden Bienen-Fans müssen Rasen mähen oder bienenfreundliche Pflanzen wie heimische Kräuter, Lavendel und wilden Oregano pflanzen.

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Die Bienen im Max Emanuel Park produzieren sogar fleißig Honig

Die blühende Oase nahe des Audi-Werks lockt gerade jetzt im Sommer auch viele Mitarbeiter an. Wenn Wansner und Kopp ihre Bienenvölker besuchen, treffen sie oft auf Kollegen, die im Park spazieren gehen und auf der Lichtung vorbeischauen. „Für uns ist es wichtig, unsere Kollegen auf das Thema aufmerksam zu machen, um so für Nachwuchs unter den Imkern zu werben und auch auf die heutigen Probleme der Bienen hinzuweisen“, erklärt Wansner. Den Kollegen Manuel Wetzka konnten sie sogar schon für das gemeinsame Hobby gewinnen.

Und das Engagement der Hobby-Imker wird belohnt: Im vergangenen Jahr haben Wansner und Kopp 30 Kilogramm Honig gewonnen. Den verkaufen die zwei unter anderem an Arbeitskollegen, um so die laufenden Kosten der Bienenhaltung zu decken. Nach dem kalten und verregneten Frühjahr rechnen die beiden Imker jetzt mit neuem Honig – und dann gibt es auch dieses Jahr bei Audi wieder Honig von echten Bienen.


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  1. Audi-Blog: Mein Hobby jetzt auch bei Audi >> 50hz - Werkstatt für Netzkommunikation - 05.07.2013

    […] Audi-Blog: Mein Hobby jetzt auch bei Audi […]

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