Annika Jochheim
08.07.2013
Ausbildung
Teil eines großen Ganzen

Werkzeugmechaniker, Informatikkaufmann oder Fertigungsmechaniker: Audi bietet viele spannende Ausbildungsberufe – die Bewerbungsphase läuft am 25. Juli an. Drei Azubis erzählen, was sie an der Arbeit in der Automobilproduktion fasziniert.

Maria Bachmayr bedient die Aluminiumsäge

Maria Bachmayr bedient die Aluminiumsäge

Die große Stahlpresse senkt sich schwungvoll herab. Als sie sich wieder öffnet, hat das flache, quadratische  Aluminiumblech die Form einer Motorhaube angenommen und wird schon an einer nächsten Station bearbeitet. Besucher des Audi-Werks in Ingolstadt finden diesen Schritt in der Automobilproduktion besonders faszinierend, bleiben beeindruckt vor den großen Stahlpressen stehen und beobachten, wie hier in präzisen Teilschritten Pressteile für den Karosseriebau entstehen.

Maria Bachmayr teilt diese Begeisterung und hat sich deshalb im Herbst 2011 für eine Ausbildung als Werkzeugmechanikerin entschieden. Zu Audi zu gehen, lag für die 19-Jährige auf der Hand: „Parallel zur Ausbildung mache ich hier meine Fachhochschulreife. Dieses Angebot hat mich angesprochen, denn ich möchte später einmal Maschinenbau studieren.“

Ausreichend praktische Erfahrung für ihr Studium sammelt Maria schon während der Ausbildung: Sie baut alle Werkzeuge, die für die Fertigung eines Autos benötigt werden. Einige von ihnen sind streng geheim, weil mit ihnen Prototypen gefertigt werden. Dabei ist jedes Werkzeug so individuell wie die Autos, die damit gebaut werden – und damit ist die Arbeit der Werkzeugmechaniker essentiell für die gesamte Automobilproduktion. Für Maria war das ausschlaggebend für die Wahl ihres Ausbildungsberufs. „Ich bin mit meiner Arbeit Teil eines großen Ganzen“, erklärt sie. „Ohne das passende und richtig funktionierende Werkzeug kann das Auto nicht gebaut werden.“

Bewerbungsstart bei Audi

Stefan Schmidhofer bereitet die Tischbohrmaschine zum Bohren vor

Es ist diese Bedeutung der eigenen Arbeit für die gesamte Produktion, die auch Stefan Schmidhofer dazu bewogen hat, eine Ausbildung bei Audi anzufangen. „Ich lerne, selbstständig und eigenverantwortlich zu arbeiten“, sagt der Azubi zum Fertigungsmechaniker. Stefan ist im ersten Ausbildungsjahr. Neben dem Spanen und Fügen sowie dem Montieren von Bauteilen gehört auch das technische Zeichnen zu den Inhalten seiner Ausbildung. Verständnis für technische Vorgänge und handwerkliches Geschick sind wichtig, wenn man sich für seinen Ausbildungsberuf entscheidet, bestätigt Stefan.

Diese Eigenschaften bringt der 17-Jährige sicherlich mit und doch verfolgt er in seiner Ausbildung ein Ziel: Sich und das Auto immer weiter zu verbessern. Damit er dieses Ziel erreicht, stehen ihm und den anderen Auszubildenden die Trainer zur Seite. „Wir können uns jederzeit an den Ausbildungsbeauftragten wenden“, erklärt Stefan. „Er hat für mich immer ein offenes Ohr, sei es wenn ich eine Idee einbringen möchte oder ein anderes Anliegen habe.“

Diese Erfahrung hat auch Isabella Donaubauer gemacht. Die 19-Jährige hat vor knapp einem Jahr ihre Ausbildung zur Informatikkauffrau begonnen und schon viel vom Unternehmen gesehen. Nach fünf Monaten  im IT- Bereich unterstützte sie anschließend die Informations- und Kommunikationsprozesse in der Markenlogistik.

Bewerbungsstart bei Audi

Isabella Donaubauer überprüft einen Netzwerkanschluss

Jetzt ist sie im Bildungswesen, wo sie Computer repariert und mit dem Service Desk zusammenarbeitet, an den sich Mitarbeiter mit IT-Fragen wenden können. „Ich bin als Azubi voll in die Arbeit integriert und werde von den Kollegen ernst genommen“, berichtet Isabella. „Ich werde gefordert, aber auch gefördert. Im Herbst darf ich für drei Monate das Personalwesen bei VW Slovakia unterstützen.“

Isabellas Interesse an Informationstechniken war ausschlaggebend für ihre Wahl, eine Ausbildung zur Informatikkauffrau zu machen. Eine Entwicklung, die Martin Kirschner begrüßt. Er ist im Bildungswesen unter anderem zuständig für die Kommunikation und möchte  junge Frauen bei ihrer Entscheidung für Berufe in der Automobilproduktion unterstützen: „Wir sehen, dass sich gemischte Teams wunderbar ergänzen. Gleichzeitig bieten wir unseren Auszubildenden ein umfangreiches Einführungsprogramm, Teamtrainings und Vorträge an.“ Durch das Rahmenprogramm können sich die jungen Kollegen kennenlernen – und dieser Austausch ist wichtig für die Auszubildenden. Er verdeutlicht ihnen, wie alle Tätigkeitsbereiche in der Automobilproduktion zusammenhängen.

Rund 2.500 junge Menschen werden an den beiden deutschen Audi Standorten in Ingolstadt und Neckarsulm ausgebildet. 2013 werden rund 750 Auszubildende eingestellt. Neben den Berufen von Maria, Stefan und Isabella stehen noch 18 weitere Ausbildungsberufe zur Wahl. Interessenten können sich vom 25. Juli bis 30. September bewerben. Alle Informationen dazu gibt es unter www.audi.de/karriere


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