16.07.2013
Jubiläum
Drei Millionen Audi A3

In Ingolstadt ist am Dienstag der dreimillionste Audi A3 vom Band gefahren. Der Premium-Kompaktwagen wird seit 17 Jahren und in dritter Generation produziert. Wilhelm Letzgus hat das Auto seit dessen Geburtsstunde 1996 miterlebt.

Jubiläum Audi A3

Wilhelm Letzgus ist von Anfang an dabei und arbeitet seit 17 Jahren an den verschiedenen A3-Generationen mit

Ganze 17 Jahre mit dem Audi A3 – Wilhelm Letzgus war von Anfang an dabei. Heute betreut er als Gruppenleiter rund 60 Mitarbeiter im Karosseriebau des Premium-Kompakten. Zu seinem Bereich gehören der Anbau und das Oberflächen-Finish.

Der 48-Jährige ist schon seit 33 Jahren bei Audi und hat 1980 hier seine Lehre begonnen. Danach war er noch bei der Bundeswehr – und ist dann direkt zurück gekommen. In der Fertigung hat er erst als Schweißer, dann in der Instandhaltung gearbeitet. Elf Jahre lang war er zudem in der Nachtschicht und hat während dieser Zeit tagsüber unter anderem seinen Handwerksmeister im Metallbau gemacht.

Die Anfänge des Audi A3 hat Letzgus hautnah miterlebt: „Das erste Modell war ein Meilenstein“, erinnert er sich: „Audi hat Maßstäbe gesetzt, da der A3 der erste Kompaktwagen im Premiumsegment war.“ Seitdem hat sich einiges getan – nicht nur in der Technik und im Design, sondern auch in der Bauweise.

„In der ersten Generation bestand die Karosse des A3 vollständig aus Stahl. Bereits in der zweiten wurden viele Bauteile aus leichteren hochfesten Stählen gefertigt, die bei 1.000 Grad warmumgeformt werden. Mittlerweile, in der dritten Generation, bestehen außerdem Motorhaube und Kotflügel aus Aluminium“, beschreibt er die Entwicklung des Autos im Laufe der Jahre. Durch die Bauweise ist der neue Audi A3 neunzig Kilogramm leichter als sein Vorgänger – so bringt er mehr Leistung bei gleicher PS-Zahl.

Im Anbau werden Türen von Robotern in die Scharniere gehängt. Klappen und Kotflügel bauen die Mitarbeiter manuell an und richten dann Spaltmaße und Bündigkeit der Karosse aus. Im Oberflächen-Finish, Letzgus zweitem Arbeitsbereich, werden die Karosserien auf Fehler untersucht und gegebenenfalls noch einmal bearbeitet. Wenn die Karosse eine letzte Abnahme durchlaufen hat, geht sie weiter in die Lackiererei.

Blickt Letzgus auf die Geschichte des A3 zurück, ist er stolz: „Es ist toll, dass wir die Produktion des A3 damals nach Ingolstadt geholt haben und sie bis heute hier behalten konnten.“ Das Auto hat inzwischen die Straßen von 117 Ländern erobert. Von der ersten Modellreihe verkauften sich rund 913.000 Autos, in der zweiten Generation waren es fast zwei Millionen im Zeitraum 2003 bis 2013. 2012 wurden allein in Ingolstadt 152.993 Audi A3 produziert. Täglich rollen 855 vom Band.

Jubiläum Audi A3

Jubiläum: Am Dienstag ist in Ingolstadt der dreimillionste Audi A3 vom Band gelaufen

Durch den Bau des Plug-in-Hybrid Audi A3 Sportback e-tron, der ab 2014 auf dem Markt sein wird, sowie des Audi A3 Sportback g-tron, der mit fossilem Erdgas oder klimaschonendem Audi e-gas betrieben werden kann, ist die Arbeit im Karosseriebau kaum verändert. „Natürlich ist es extrem wichtig, im Hinblick auf das Thema Nachhaltigkeit ein vorzeigbares Auto vorzustellen. Der Arbeitsablauf hier in der Gruppe ist aber nach wie vor der gleiche – auch wenn die Bauteile etwas anders sind“, sagt Letzgus.

Weiterentwickelt hat sich nicht nur der Audi A3. Auch die Arbeit im Karosseriebau wurde optimiert. Die Mitarbeiter arbeiten in Gruppen zusammen, jeder einzelne beherrscht alle nötigen Arbeitsschritte. So kann in einem rotierenden System getauscht werden und kein Kollege macht regelmäßig die gleiche Arbeit. Die Qualifizierung bietet zudem ein hohes Maß an Flexibilität, falls ein Mitarbeiter mal ausfällt. Der Einzelne bekommt mehr Eigenverantwortung und die Gruppe regelt beispielsweise die Urlaubsplanung komplett selbstständig.

Wilhelm Letzgus geht auch nach 17 Jahren mit dem Audi A3 immer noch in seiner Arbeit auf – und schult außerdem sein Auge stetig: „Wenn ich an der Ampel stehe, ertappe ich mich regelmäßig dabei, wie ich die Spaltmaße am Kofferraum meines Vordermanns checke“, gibt er mit einem Augenzwinkern zu.

 

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A3 Sportback g-tron

CNG-Verbrauch in kg/100 Kilometer: 3,6 – 3,3**;
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 5,5 – 5,1**;
CO2-Emission kombiniert in g/km (CNG): 98 – 89**;
CO2-Emission kombiniert in g/km (Benzin): 128 – 117**

A3 e-tron

Kraftstoffverbrauch nach ECE-Norm in l/100 km: 1,7 – 1,5**;
Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 12,4 – 11,4**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 39 – 35**

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.


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