Stephanie Huber
16.12.2013
Audi Urban Future Award
Denkfabrik für die Mobilität von morgen

Audi zeichnet alle zwei Jahre innovative Konzepte zur Mobilität der Zukunft mit dem Audi Urban Future Award aus. Wer 2014 für die USA um den begehrten Preis kämpfen darf, entscheiden die Nutzer ab sofort im Internet.

Audi Urban Future Award 2014

Der Audi Urban Future Award wird 2014 zum dritten Mal verliehen – und dabei steht wieder die Mobilität der Zukunft im Fokus

Im Jahr 2050 werden in den Städten fast so viele Menschen leben wie heute auf der ganzen Welt: Sieben Milliarden Einwohner wird es dann in den Ballungsräumen geben. Das heißt zum einen, dass Wohnraum knapp wird. Zum anderen bedeutet es, dass es auf den Straßen noch enger wird. Bereits vor drei Jahren saß ein US-Bürger durchschnittlich vier Tage pro Jahr im Stau.

Mehr Autos und noch mehr Menschen – die urbane Mobilität der Zukunft steht vor einer großen Herausforderung. Deshalb hat Audi 2010 die Audi Urban Future Initiative ins Leben gerufen. Die Initiative versteht sich als ergebnisoffene Denkfabrik zur Mobilität von morgen: Welche Trends werden in einigen Jahren unseren Alltag bestimmen? Wie werden wir in Zukunft zur Arbeit fahren?

Antworten auf diese und andere Fragen soll der Audi Urban Future Award geben, der alle zwei Jahre verliehen wird. Der Architekturpreis ist fester Bestandteil der Initiative und Impulsgeber für den Ingolstädter Autobauer. Der mit 100.000 Euro dotierte Preis zeichnet Architekten und Stadtplaner aus, die innovative und zukunftstragende Konzepte für die Mobilität der Zukunft entwickeln.

Audi Urban Future Award 2014

Kevin Slavin erforscht Gamification-Mechanismen und untersucht wie spieltypische Elemente in spielfremden Kontexten angewendet werden

Wer sich im kommenden Jahr für die USA der Jury stellt und damit gegen Innovationsteams aus der ganzen Welt antritt, bestimmt die Internet-Community in einem Vorentscheid unter audi-urban-future.com. Die drei US-Teams stellen sich der Frage: Wie verändern Daten die Mobilität von morgen?

Es wird die Aufgabe der Innovationsteams sein, Spielräume für individuelle Mobilität zu gestalten und die Potentiale von Daten für die Stadt und die Mobilitätsplanung zu erforschen – und schlussendlich in konkrete Szenarien zu überführen. Um die Gunst der User wetteifern die US-amerikanischen Wissenschaftler und Unternehmer Kevin Slavin, Philip Parsons und Axel Kilian mit ihren jeweiligen Teams.

Kevin Slavin ist Professor am renommierten Massachuchetts Institute of Technology (MIT) in Boston und beschäftigt sich in seiner Forschung mit Gamification-Mechanismen. Gamification meint die Anwendung von spieltypischen Elementen in spielfremden Kontext. Slavin entwickelt Szenarien über die Mobilität der Zukunft, indem er Bewegungsdaten auswertet, die Menschen unbewusst in Computerspielen abgeben. Wie sich Menschen durch Computerspiele navigieren und bewegen, gibt Slavin Anhaltspunkte für die Entwicklung der Mobilität der Zukunft.

Das zweite Team leitet Axel Kilian. Auch für den Princeton-Professor sind Daten das zentrale Instrumentarium, um Mobilität in der Zukunft zu gestalten. Im Kern seiner Theorie geht es darum, dass Daten im Zusammenspiel mit Technologie für Städte und ihre Bewohner wertvollen Raum schaffen können. Dies ist beispielsweise der Fall wenn Autos in Zukunft pilotiert parken und alle Verkehrsteilnehmer miteinander kommunizieren. Mit Hilfe von Schwarmintelligenz sei der Verkehr dann stets im Fluss und es werde viel neuer Platz frei, sagt Kilian: „In meiner Zukunftsvision wird es keine Bushaltestellen mehr geben. Der Bus wird einfach da sein, wenn man ihn braucht.“

Audi Urban Future Award 2014

Der Mobilitätsexperte Federico Parolotto hat zusammen mit dem Städteplaner Philip Parsons die Idee eines digitalen Mobilitätsmarkts entwickelt

Die Köpfe des dritten Teams sind der Städteplaner Philip Parsons und der Mobilitätsexperte Federico Parolotto. Zusammen haben sie die Idee eines digitalen Mobilitätsmarkts entwickelt. Mit Hilfe eines digitalen Systems sollen Nutzer das für sie am besten geeignete Verkehrsmittel ermitteln können. Im Hinblick auf Zeit, Kosten, Komfort und Nachhaltigkeit wählen sie dann ihren Favoriten – etwa das Auto alleine oder in Kombination mit U-Bahn, Fahrrad oder Tram beispielsweise. Durch den digitalen Markt verändert sich laut Parsons und Parolotto die Nachfrage nach Mobilität, was die Mobilitätsanbieter zu innovativen und attraktiven Angeboten treibt.

Während die Architekten des Audi Urban Future Award 2010 allgemeine Konzepte für urbane Mobilität entwickelten, konzentrierte sich der Award 2012 auf spezifische Mobilitätsszenarien in fünf Großstadtregionen und Ballungsgebieten. Mit dem klaren Ziel, die Initiative weiter zu konkretisieren, sucht der Award 2014 nach Lösungen für bereits existierende städtebauliche Vorhaben.

Weitere Informationen zum Audi Urban Future Award finden Sie unter audi-urban-future.com sowie auf Twitter unter dem Hashtag #AudiUrbanFuture.


4 Antworten auf Denkfabrik für die Mobilität von morgen

  1. Nicolo Anselmi 19.02.2014 um 09:59 #

    Hallo wo finde ich was über AUDIS Mobilitätsgarantie von heute
    Danke

    N. Anselmi

    • Britta Meyer 20.02.2014 um 09:33 #

      Hallo Herr Anselmi, Informationen zur Audi Mobilitätsgarantie finden Sie hier: http://bit.ly/1c33KEO. Die Leistungen im Detail finden Sie dort als Download im rechten Reiter.

Reaktionen aus dem Netz (Trackbacks)

  1. Audi Urban Award 2014 – wie big data die Mobilität verbessern kann › "Auto .. geil" - 17.12.2013

    […] der Abstimmung. Mehr zu dem Thema mit ausführlichen Informationen in deutscher Sprache gibt es im Audi Blog. Diese Beiträge könnten Dich auch […]

  2. Best in Infotainment 2013 - Audi MMI x Audi Connect | IMAEDIA - 22.12.2013

    […] Strategien eingeführt werden müssen. Audi bspw. gibt Entwicklern hier eine Chance im Rahmen des Audi Urban Future Award Ideen einzubringen und diese auch umzusetzen. Aktuell sind drei Ideen im Rennen, über die die […]

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