Britta Meyer
12.05.2014
Audi Tradition
Mit den Silberpfeilen in Monaco

In die alten Zeiten des Rennsports konnten sich die Besucher beim Grand Prix Monaco Historique zurückversetzt fühlen: Auf der berühmten Strecke waren Ulrich Hackenberg und Formel 1-Legende Jacky Ickx mit zwei Silberpfeilen unterwegs.

Audi Tradition Monaco

Jacky Ickx und Ulrich Hackenberg mit den Silberpfeilen

„Hinter diesen Autos stehen fast 80 Jahre Rennsportgeschichte – und damit auf so einer bekannten Strecke fahren zu dürfen, da geht auch bei mir der Adrenalinspiegel hoch“, gesteht Ulrich Hackenberg. Der Audi-Entwicklungsvorstand ist am Sonntag einer der Fahrer beim Grand Prix Monaco Historique und mit einem Auto Union Typ D von 1939 auf dem legendären Formel 1- Parcours unterwegs.

Die berühmten Silberpfeile waren hier schon in der Vorkriegszeit am Start – und für Formel 1-Legende Jacky Ickx ist es nicht nur deshalb ein absolutes Privileg, in Monaco einen der historischen Rennboliden steuern zu dürfen. „Wenn Sie diese Autos fahren, denken Sie unweigerlich an die legendären Fahrer, die damit die Grand Prix gefahren sind, in einer Zeit der Rekorde mit Geschwindigkeiten von über 400 Stundenkilometern.“

Ickx fährt den Auto Union Typ C aus dem Jahr 1936, dem Maß aller Dinge in jener Rennsaison. Die Geschichte des erfolgreichsten Fahrers der Auto Union, Bernd Rosemeyer, der 1936 damit Europameister wurde, ist untrennbar mit dem Typ C verbunden. 520 PS aus 16 Zylindern trieben den Silberpfeil auf bis zu 340 Stunden¬kilometer Spitze.

Audi Tradition Monaco

Großer Andrang rund um die Silberpfeile

Das von Ferdinand Porsche entwickelte Auto gilt als „Großvater“ der heutigen Formel 1-Rennwagen. Dessen wichtigstes Konstruktionsmerkmal ist der hinter dem Fahrer und vor der Hinterachse angeordnete 16-Zylinder-V-Motor mit sechs Litern Hubraum. Der Auto Union Typ C gewann 1936 drei von fünf Grand Prix, die Hälfte der Rundstrecken-Rennen und alle Bergrennen.

Zu den Rennsportlegenden zählt mittlerweile auch Jacky Ickx selbst. Zwölf Jahre fuhr der Belgier in der Formel 1 – in einer Zeit, als die Piloten noch bei steter Lebensgefahr ins Cockpit stiegen. Zweimal wurde er Vize-Weltmeister, sechsmal gewann er die 24 Stunden von Le Mans. Ickx begeistern die alten Rennwagen: „Sie müssen sich unbedingt den Sound anhören, der Sound dieser Motoren ist einfach unglaublich.“

Die Silberpfeile zu fahren, war heute wie damals eine Herausforderung, ihr Handling kompliziert. Und die Geschwindigkeiten von über 400 Stundenkilometern bei Hochgeschwindigkeitsfahrten sind heute kaum noch vorstellbar. „Was die Fahrer damals geleistet haben, ist unvorstellbar“, zollt Ulrich Hackenberg ihnen Respekt.

Audi Tradition Monaco

Ulrich Hackenberg und Jacky Ickx in den historischen Silberpfeilen

Der Audi-Entwicklungsvorstand ist am Sonntag mit dem Auto Union Typ D Doppelkompressor auf die historische Rennstrecke durchs Fürstentum gegangen. Dieser als schönster Silberpfeil geltende Wagen stellt die letzte Entwicklungsstufe der Auto Union Rennabteilung vor dem Zweiten Weltkrieg dar. 1939, nach einer Reglementänderung ab der Saison 1938 mit einer Beschränkung auf drei Liter Hubraum, sollte dieses Auto wieder bei 485 PS angelangt sein und die zwölf Zylinder diesen Silberpfeil auf 330 Stundenkilometer Spitzengeschwindigkeit hochpeitschen.

Für die Fans des historischen Motorsports hat sich am Wochenende eine der seltenen Gelegenheiten ergeben, diese Legenden hautnah zu erleben – auf und neben der Strecke. Dort im Fahrerlager werden erst die Motoren angelassen – und dann sind Hackenberg und Ickx auch schon unterwegs: Drei Runden drehen sie mit den Silberpfeilen auf der legendären Grand Prix-Strecke von Monaco.


Kein Kommentar bisher.

Schreibe einen Kommentar

Benötigte Felder sind markiert. *

Nach dem Absenden Ihres Kommentars wird dieser durch die Redaktion überprüft und freigegeben.

Wenn Sie zum ersten Mal im Blog kommentieren, müssen Sie einmalig Ihre Identität bestätigen. Dazu erhalten Sie eine E-Mail mit einem personalisierten Link, den Sie für die Verifizierung Ihrer Angaben bitte aufrufen. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben.