Janine Bentz-Hoelzl
16.05.2014
Audi Urban Future Award
Wissen schaffen

Halbzeit für den Audi Urban Future Award 2014: Vier Teams stellen sich der Herausforderung und präsentieren beim Science Slam im Audi Forum Ingolstadt in jeweils zehn Minuten dem Publikum erste Ergebnisse ihrer Forschungsarbeit.

Wissen schaffen

Die Stadt der Zukunft: Philip Parson und sein Team setzen in ihrem Konzept für Boston auf pilotiertes Parken

„Es ist nicht einfach, sich zu entscheiden, wenn man erst einen Vortrag gehört hat. Da gibt es doch noch keine Vergleichsmöglichkeiten“, sagt Jasmin Lotze. Während die Sekunden der vorgegebenen zwei Minuten unaufhörlich weiterticken, diskutiert das Publikum aufgeregt den Vortrag von Team Mexiko. Ist das Konzept kreativ? Sind die Ideen visionär? Und wie sympathisch hat sich das Team präsentiert? Zur Auswahl stehen drei Karten in rot, gelb und grün, für die es entweder null, einen oder zwei Punkte gibt. Die Gruppe von Jasmin entscheidet sich für die gelbe Karte, also ein Punkt für Team Mexiko.

„Statt trockener Vorträge wollen wir das Publikum mit einbeziehen,“ so Jutta Frisch, Leiterin Kommunikation Kultur und Trends. „Unsere Gäste müssen entscheiden, welches Konzept sie am meisten überzeugt hat. Damit wollen wir zeigen: Wissenschaft kann auch spannend sein.“

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Die Entscheidung: Rot, gelb oder grün – das Publikum hatte jeweils zwei Minuten Zeit, um die Präsentationen der Teams zu bewerten

Beim Science Slam haben die vier interdisziplinären Teams aus Boston, Seoul, Berlin und Mexiko City jeweils zehn Minuten Zeit, um die mehr als 300 Zuschauer von ihrer Vision von der Mobilität der Zukunft zu überzeugen. Das Publikum kann im Anschluss in kleinen Gruppen beraten und die Vorträge bewerten. Leichter gesagt, als getan: In Jasmins Gruppe ist man sich uneinig, wie das Team Boston abgeschnitten hat. „Ich fand den Vortrag etwas zu trocken“, meint Kai Bongert. Jasmin stimmt ihm zu: „Das Konzept ist zwar gut, aber es kommt eben auch auf die Unterhaltung an.“ Am Ende entscheidet sich die Gruppe wieder für gelb.

Bleiben noch die Teams aus Seoul und Berlin. Wie nutzt der Mensch künftig das Auto, wenn er es nicht mehr selbst steuern muss? Dieser Frage gingen Sung Gul Hwang und seine Kollegen aus Seoul nach. Die Antwort: Das Auto wird zum mobile Device, das man jeden Tag ganz individuell zusammenbauen und gestalten kann. Ob auf dem Wasser, als Zeltersatz beim Camping oder in einem Freizeitpark – für das Team Seoul kennt das Auto keine Grenzen. „Abgefahren, aber im Bereich des Möglichen,“ urteilt Kai. Und auch Jasmin stimmt zu: „Das war mal etwas Neues, Witziges. Bisher ist das definitiv mein Favorit.“ Klar, dass es hierfür die grüne Karte gibt.

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Die Gewinner: Beim Science Slam in Ingolstadt überzeugte das Team aus Seoul das Publikum mit kreativen und mutigen Visionen

Doch das Rennen um den besten Vortrag ist noch nicht entschieden. Arndt Pechstein vom Berliner Team versucht mit seinem Vortrag über die Chancen von Biomimicry zu punkten. Denn seine Inspirationen holt sich der Wissenschaftler aus der Natur, zum Beispiel von Proteinen, Neuronen, Vögeln oder Spinnen. Beim Publikum kommt die Präsentation sehr gut an. „Der Ansatz ist sehr spannend, aber noch etwas unkonkret“, urteilt Jasmin. „Trotzdem habe ich oft schmunzeln müssen.“ Für den Unterhaltungswert gibt es wieder die grüne Karte.

Zum Abschluss des Abends wird der Sieger verkündet: Team Seoul hat mit seinem visionären und mutigen Konzept überzeugt – und kann mit einem Vorsprung in die zweite Halbzeit des Audi Urban Future Award 2014 starten. Denn im Herbst müssen die Teams ihre finalen Konzepte vorstellen, um den mit 100.000 Euro dotierten Award zu gewinnen.

Mehr über die Audi Urban Future Initiative sowie den Award 2014 finden Sie im Internet unter www. audi-urban-future-initiative.com sowie auf Facebook unter www.facebook.com/audiurbanfutureinitiative.


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