Johannes Hofsommer
28.05.2014
DTM
Neue Herausforderung in Budapest

Nach zwei Rennen hat Audi die Führung der DTM-Gesamtwertung zurückerobert, Mike Rockenfeller fährt an der Spitze. An diesem Wochenende wartet eine neue Herausforderung auf den amtierenden DTM-Champion: der legendäre Hungaroring in Budapest.

DTM Hungaroring

Bereit für Ungarn: Mike Rockenfeller

26 Jahre kein satter Sound, 26 Jahre keine Tourenwagen, 26 Jahre keine DTM. Doch das lange Warten hat ein Ende: Am Wochenende kehrt die DTM auf den legendären Hungaroring zurück. Für jeden Fahrer, ob Routinier oder Rookie, eine ganz spezielle Herausforderung, denn keiner der aktuellen Piloten ist hier jemals mit einem DTM-Auto in einem Rennen gestartet, oder hat die Fahrwege mit den Konkurrenten im Ernstfall gekreuzt.

Doch die Piloten sind für die 4,381 Kilometer lange Strecke gewappnet: Insgesamt 1.633 Runden beziehungsweise 7.154 Kilometer absolvierten die acht Audi-Piloten Anfang April auf dem anspruchsvollen Kurs, der nur wenige Möglichkeiten für Überholmanöver bietet. „Budapest ist eine schwierige und anspruchsvolle Strecke“, erklärt Mike „Rocky“ Rockenfeller. Deshalb müsse er alles dafür tun, bereits im Qualifying die perfekte Abstimmung zu finden und von vorne zu starten. „Das ist die Voraussetzung, um wieder um den ersten Platz zu kämpfen“, so der 30-Jährige. Rockenfeller, der als Tabellenführer nach Ungarn reist, muss daher bereits am Samstag voll auf Angriff fahren, um seine Konkurrenten am Rennsonntag auf Distanz halten zu können.

DTM Hungaroring

Auf die Abstimmung kommt es an: Mattias Ekström berät sich mit Fahrzeugingenieur Florian Modlinger

Einer von „Rockys“ Kollegen verrät jedoch schon vorab, wo man die Konkurrenz hinter sich lassen kann: „Die einzige Möglichkeit zum Überholen ist vor der ersten Kurve. Schaffst du es dich hier neben deinen Vordermann zu schieben, hast du eine gute Chance“, sagt Mattias Ekström. Der Audi-Routinier setzt dabei auf DRS. „Doch da muss alles passen, denn die Gerade ist ziemlich kurz“, erklärt der schwedische Audi Pilot.

Auch wegen dieser schwierigen Streckenführung, die den Fahrern höchste Konzentration abverlangt, hoffen die Piloten auf die Unterstützung der zahlreich erwarteten Fans. Gerade für Audi könnte das Rennen am Hungaroring zum Heimspiel werden: Nur eineinhalb Stunden entfernt liegt das Werk Györ. Über 10.000 Mitarbeiter produzieren hier an die zwei Millionen Motoren im Jahr und mehr als 40.000 Automobile. Der Großteil fiebert dem Rennen bereits entgegen. „Ich bin sicher, dass wir auf die Unterstützung vieler Audi-Mitarbeiter aus unserem Standort in Győr zählen können“, freut sich DTM-Leiter Dieter Gass.

Und deswegen wird es nach 26 Jahren am Hungaroring wieder ganz laut werden: Nicht nur der satte Sound des Audi RS 5 DTM wird zu hören sein, sondern auch die tausenden Fans, die „Rocky“ und Co. die Daumen drücken.


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