Sabrina Kolb
02.07.2014
Motorsport
„Wir sind eine große Mannschaft“

Nach den Siegen bei den 24 Stunden von Le Mans und auf dem Nürburgring sagt das Team von Audi Sport Danke – und dreht mit den originalen Rennboliden Audi R18 e-tron quattro und Audi R8 LMS ultra eine Runde durch das Werk.

Wir sind eine große Mannschaft

So nah kommt man dem R18 e-tron quattro sonst nie – umso genauer wurde er in Augenschein genommen

Berührungsängste gibt es nicht. Neugierig streichen die Audi-Mitarbeiter über die beiden Rennboliden Audi R18 e-tron quattro und Audi R8 LMS ultra, die ausnahmsweise auf der Piazza des Audi Forums Ingolstadt stehen. Zufrieden betrachten sie anschließend ihre schmutzigen Finger. Die Rennwagen werden nach einem Sieg nicht mehr gewaschen, der Schmutz gilt als Souvenir an die bisher aufregendsten Rennen der Saison. Und genau deswegen sind die Teams von Audi Sport und die Rennfahrer heute da.

„Audi Sport hat das große Glück, ein Aushängeschild sein zu dürfen. Wir nutzen viele Entwicklungen als Erste und testen sie im Werk, zum Beispiel an den Prüfständen“, sagt LMP-Projektleiter Chris Reinke, der ebenfalls gekommen ist. „Daher ist es uns umso wichtiger, dass wir nach einem Sieg auch Danke sagen für das, wovon wir letztendlich profitiert haben und worauf wir angewiesen sind.“ Die Siegerfahrt durch das Werksgelände in Ingolstadt und Neckarsulm ist daher Tradition und stets gut besucht. Damit die Rennwagen auch auf normalem Asphalt guten Grip haben, werden Regenreifen aufgezogen. „Sie sind der beste Kompromiss“, erklärt Motorsportchef Wolfgang Ullrich.

Wir sind eine große Mannschaft

Die Fahrer von Audi Sport posieren um den Audi R18 e-tron quattro

In diesem Jahr sind neben den beiden Rennboliden gleich zehn Fahrer gekommen: Christopher Haase und Christian Mamerow vom Audi Sport Customer Racing und die Le Mans-Piloten Marcel Fässler , André Lotterer, Benoît Tréluyer, Lucas di Grassi, Loïc Duval, Marc Gené, Filipe Albuquerque und Oliver Jarvis.

„Dieses Jahr fahre ich zum fünften Mal für Audi in Le Mans mit“, erinnert sich der Schweizer Marcel Fässler, „und es ist jedes Mal eine Ehre, dabei sein zu können.“ Über 500 Autogrammkarten hat er vorgeschrieben, am Ende ist keine mehr übrig.

Die Tour beginnt am Vorplatz des Hauptgebäudes der Technischen Entwicklung. Dort gibt es Fotos und Autogramme für die Mitarbeiter. Das Gewimmel ist groß. Viele haben einen heimlichen Favoriten und wollen die Chance nutzen, ihn kennenzulernen. Plötzlich heulen die Sirenen des Audi R8 Safety Cars auf und geben das Signal zum Start. Die Rennfahrer und Crewmitglieder von Audi Sport sammeln sich und hasten zu ihren Autos, um sich in Formation zu bringen. Das Safety Car setzt sich an die Spitze und führt die beiden Rennboliden und vier Audi RS 5 Cabriolets, in denen die Rennfahrer mitfahren, quer durchs Werk. Schließlich sollen möglichst viele Mitarbeiter die Chance haben, die Teams von Audi Sport zu sehen und Gelegenheit für Autogrammwünsche oder Erinnerungsfotos zu haben. Die Tour wird extra in die offizielle Schichtpause gelegt.

Wir sind eine große Mannschaft

Die Fahrer geben auf der Piazza des Audi Forum Ingolstadt Autogramme

Letzte Station der Rundfahrt ist das Audi Forum Ingolstadt, wo sich auch einige Besucher unter die begeisterten Mitarbeiter mischen. Die Autogrammkarten werden knapp, Audi Sport muss Nachschub besorgen. Inzwischen nutzt Heinz Hollerweger, Geschäftsführer der quattro GmbH, die Zeit für einige Worte an die Audi-Mitarbeiter: „Am Nürburgring waren die ersten drei Autos über einen Zeitraum von 21 Stunden nur knapp 20 Sekunden auseinander. Das ist fast nichts, und bei so einer Situation ist die Anspannung enorm. Umso schöner ist dann ein Sieg! Und diese Freude, die den Adrenalinspiegel tagelang hochhält, wollen wir heute teilen.“

Und auch Motorsportchef Wolfgang Ullrich ist mit von der Partie: „Wir sind eine große Mannschaft, und machen keinen Unterschied zwischen Audi-Mitarbeitern oder Mitgliedern vom Team Joest. Wir sind eine Truppe – und nur so funktioniert es! Wir arbeiten zusammen und feiern zusammen.“ Nicht zuletzt deshalb findet die Siegerfahrt auch immer in beiden deutschen Audi-Standorten statt. Anschließend bereitet sich das LMP Team auf die nächsten Rennen der Saison vor. Noch haben sie Rennen in den USA, Japan, China, Bahrein und Brasilien vor sich. Und wie immer fiebern die Audi-Mitarbeiter von zu Hause aus mit.

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