Johannes Hofsommer
13.08.2014
Audi A3 g-tron Sommertour
Das Rezept für klimaneutrale Mobilität

Seit Sonntag sind unsere Autoren Johannes Hofsommer und Dorothea Joos mit dem Audi A3 g-tron auf Sommertour. Gestern haben sie dort vorbeigeschaut, wo ihre CO2-neutrale Energie hergestellt wird: in der Audi e-gas Anlage in Werlte.

Audi A3 g-tron Sommertour

Johannes Hofsommer und Dorothea Joos haben in Werlte vorbeigeschaut, dort wo das Audi e-gas für ihren Audi A3 g-tron produziert wird

Der Wind trägt uns weiter nach Süden, entlang der Nordseeküste Richtung Emsland. Und obwohl wir weder in einem Segelschiff noch in einem Segelflugzeug sitzen, sondern im Audi A3 g-tron, ist es der Wind, der uns auch Antrieb verleiht. Wie das funktioniert, das wollen Doro und ich in der Audi e-gas-Anlage im niedersächsischen Werlte herausfinden.

Nahe der niederländischen Grenze bietet die Gemeinde beste Voraussetzungen zur Nutzung regenerativer Energien. Anbindung zu Wind-, Bio- und Solarenergie sind hier sicher. Und hier produziert Audi das Gas, das dafür sorgt, dass Doro und ich Deutschland klimaneutral durchqueren und dabei noch eine Menge an Geld sparen können. „Ich bin mal gespannt, was uns in Werlte erwartet“, sagt Doro als ich in einen von Maisfeldern gesäumten Weg einbiege. „Ich hoffe keine trockene Chemielehrstunde“, denke ich.

Dann lichten sich auch schon die Felder und geben den Blick auf die Audi e-gas-Anlage frei. Modern und sauber zeigt sich die Technologieanlage. Am Tor empfängt uns Dirk Naumann und nimmt uns mit auf eine Erlebnistour, die der „Sendung mit der Maus“ alle Ehre machen würde.

„Bevor ich euch mit zu viel Theorie langweile, zeige ich euch, wie das Audi e-gas in der Praxis entsteht“, erklärt der studierte Chemiker und nimmt uns mit zu einer der weiß-silbernen Hallen. Es ist das Herzstück der e-gas Anlage, das uns dort erwartet. Drei überdimensionale Blöcke, die äußerlich Schiffsmotoren ähneln, ragen vor uns auf.

Audi A3 g-tron Sommertour

Betriebsingenieur Dirk Naumann erläutert Johannes Hofsommer die Audi e-gas-Anlage

„Unser e-gas ist klimaneutral. Denn alles, was wir dafür benötigen, wird von oder mithilfe der Natur geliefert“, sagt Naumann und erklärt uns den Entstehungsprozess so einfach wie ein Kochrezept. Folgende Zutaten braucht man: Kohlendioxid und Wasserstoff. Das Kohlendioxid wird von einer benachbarten Biogasanlage geliefert und entsteht aus biologischen Abfällen wie saurer Milch.

Den Wasserstoff gewinnt Audi in der e-gas-Anlage selbst. Denn die drei großen Blöcke, zu denen uns Dirk Naumann führt, sind keineswegs Schiffsmotoren, sondern so genannte Elektrolyseure. Diese hier sind die größten ihrer Art und spalten Wasser durch Elektrolyse in seine Bestandteile Sauerstoff und Wasserstoff.

„Für die Elektrolyse braucht man doch auch Strom“, sage ich skeptisch, was Dirk Naumann auch bestätigt: „Der Clou daran ist aber gerade dieser Strom, der dazu genutzt wird, um das Wasser in seine Bestandteile aufzuspalten. Es ist überschüssige erneuerbare Energie, die wir uns dann holen, wenn die Stromnetze drohen zu überlasten.“ Für Doro ist das ganz klar: „Den Wind oder die Sonne kann man ja nicht nach Belieben ausstellen“, sagt sie und bekommt von Naumann ein bestätigendes Lächeln.

Audi A3 g-tron Sommertour

Pause muss sein: Dorothea Joos erholt sich von der langen Tour – und der Audi A3 g-tron wartet darauf, weiter zu können

Bleibt nur die Frage, was mit dem Sauerstoff geschieht, der bei der Elektrolyse entsteht. „Diesen überschüssigen Sauerstoff geben wir an die Umwelt zurück“, erklärt Naumann. Der Wasserstoff hingegen werde komprimiert und anschließend in einem vorgeheizten Reaktor mit dem Kohlendioxid zusammengeführt. Das Resultat dieser Zusammenführung und seine weitere Verarbeitung ist das e-gas.

Das bedeutet, dass das Gas, das wir mit dem Audi A3 g-tron tanken aus einem biologischen Zyklus kommt. Ununterbrochen biologisch, ununterbrochen klimaneutral. „Na, hat‘s Klick gemacht?“, fragt uns Dirk Naumann am Ende der Tour. Auf jeden Fall, Doro und ich hatten mehr als einen Aha-Moment und Dirk Naumanns Kochrezept klimaneutraler Energiegewinnung werden wir auch so schnell nicht vergessen. Genauso die Werte, die diese Anlage erwirtschaftet: 1.000 Tonnen e-gas im Jahr. Dafür bindet sie 2.800 Tonnen CO2 – so viel wie ein Wald mit 220.000 Buchen.

Welche Energien die Natur noch auf Lager hat, erfahren Sie wenn Sie Dorothea Joos und Johannes Hofsommer Sie morgen ins grüne Herz Deutschlands führen. Verfolgen Sie bis zum 15. August ihre Audi A3 g-tron Sommertour: Die beiden berichten täglich von interessanten Zielen aus ganz Deutschland – immer mit dem Fokus auf erneuerbare Energien. Weitere Einblicke gibt es auf der Facebook-Seite AUDI AG und unter dem Hashtag #AudiSommertour auf Twitter.

 

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A3 g-tron

CNG-Verbrauch in kg/100 Kilometer: 3,6 – 3,3**;
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 5,5 – 5,1**;
CO2-Emission kombiniert in g/km (CNG): 98 – 89**;
CO2-Emission kombiniert in g/km (Benzin): 128 – 117**

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.


Eine Antwort auf Das Rezept für klimaneutrale Mobilität

  1. Martin Rosekeit 12.12.2014 um 23:18 #

    Guten Tag Herr Hofsommer,

    es ist interessant zu sehen, dass Audi diesen weg anscheinend weiter verfolgt, auch wenn es in der Zwischenzeit recht ruhig um das Projekt geworden war.

    Hatte Herr Naumann etwas zu den Betriebsstunden des Elektrolyseures gesagt? Wenn tatsächlich nur bei Überangebot gearbeitet wird, also wenn die Windkraftanlagen aus Netzgründen begrenzt werden, dann sind das bisher ja nur wenige Studen im Jahr. Eine Abregelung der Windenergie erfolgt ja meinst nur an stürmigen Tagen wie heute.
    Des weiteren würde mich die Lebenserwartung des Elektrolyseures interessieren wenn dieser dynamisch der Netz- und Wetterlage nach gefahren wird. Klassische Brennstoffzellen (also der um gekehrte weg) altern ja hauptsächlich wenn sie ein- und ausgeschaltet werden, weshalb sie inzwischen für Autos nur noch als Rageextender mit „großer“ Batterie vorgesehen werden.

    Gruß
    Martin Rosekeit

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