Florian Zimmermann
29.09.2014
Audi ultra
Mit einer Tankfüllung bis ans Meer

Ohne Klimaanlage und mit erhöhtem Reifendruck: Wer trotz Stau und steilen Bergpässen mit einer Tankfüllung mehr als 1.500 Kilometer von Ingolstadt bis an die südliche Spitze Italiens fahren möchte, muss mit allen Tricks Sprit sparen.

Von Ingolstadt bis an die Südspitze Italiens – Abfahrt auf der Audi-Piazza

Startschuss in Ingolstadt für eine Effizienztour der besonderen Art. Das Ziel: Torre Sant’Andrea an der südlichen Spitze des Stiefelabsatzes Italiens. Hier wollen wir die letzten Sonnenstrahlen des Sommers genießen. Im Audi Audi A3 Sportback 1.6 TDI ultra starte ich gemeinsam mit Kameramann Tobias auf der Audi Piazza am Firmensitz der Vier Ringe und mache mich auf den Weg Richtung Autobahn. Die Herausforderung: Die vollständige Distanz muss mit nur einer Tankfüllung bewältigt werden. Eigentlich kein Problem, denn der Audi Audi A3 Sportback 1.6 TDI ultra ist ein echter Sparkünstler und legt einen Durchschnittsverbrauch von nur 3,3 Litern Diesel an den Tag.

Aber die Strecke hat ihre Tücken: Stau, Baustellen und der steile Brennerpass treiben den Verbrauch in die Höhe. Außerdem hat Tobias den ganzen Kofferraum randvoll mit TV-Equipment gepackt und wollte unter keinen Umständen auf seinen großen Reisekoffer verzichten, was das Gewicht des Fahrzeugs deutlich erhöht. Um unser Etappenziel trotzdem zu erreichen, haben wir uns vorab Spritspartipps von den Experten der Audi Driving Experience geholt.

Den Reifendruck haben wir erhöht und durch das leicht veränderte Rollverhalten wird der Spritverbrauch ein wenig gesenkt. Aber das reicht noch nicht. Die Klimaanlage bleibt während der Reise komplett ausgeschaltet – egal wie heiß es in Italien sein wird. Laut des Effizienzprogramms, das uns im Display immer wieder auf neue Möglichkeiten hinweist, wie wir noch sparsamer fahren können, sollten im besten Fall sogar die Fenster geschlossen bleiben, um den Luftwiderstand des Fahrzeugs niedrig zu halten. Doch das kann ich uns wirklich nicht zumuten. Ein bisschen frische Luft muss sein und die Fenster bleiben einen kleinen Spalt geöffnet. Kaum auf der Autobahn, müssen wir schon den ersten Rückschlag verkraften: Die A9 Richtung München begrüßt uns mit Stau und einer Baustelle. Das ständige Beschleunigen und Abbremsen macht unser Vorhaben nicht wirklich leichter.

Nachdem wir München hinter uns gelassen haben, verringert sich das Verkehrsaufkommen und der Audi ultra pendelt sich bei einem Verbrauch von 3,1 Liter auf 100 Kilometer ein. Ein gutes Zeichen. Das Meer kommt gefühlt wieder ein deutliches Stück näher. Dieses unbeschwerte Gefühl bleibt noch eine ganze Weile. Doch dann nähern wir uns der steilsten Hürde auf unserer Tour, dem Brenner. Der Bergpass treibt den Verbrauch gnadenlos nach oben. 1.370 Höhenmeter gilt es so effizient wie möglich zu überwinden. Als wir den höchsten Punkt erreichen, schauen wir gespannt auf das Display mit der Verbrauchsanzeige. Zu unserer großen Überraschung liegen wir noch immer voll auf Kurs: 3,1 Liter Verbrauch auf 100 Kilometer. Im Anschluss geht es den Brennerpass wieder hinunter. Kilometer um Kilometer können wir uns dank der so genannten Schubabschaltung, also dem Rollen des Fahrzeugs bei eingelegtem Gang, ohne Sprit zu verbrauchen fortbewegen. Ein gutes Gefühl.

Über Deutschland, Österreich und Italien ging es bis ans Meer

Es geht auf der italienischen Autostrada weiter Richtung Bologna, dem Firmensitz von Konzerntochter Lamborghini. Wir haben uns mit Marco Passereni verabredet. Er ist Testfahrer bei Lamborghini, ein Traumberuf. Er kommt mit seinem Lamborghini Huracán LP 610-4. Marco möchte uns bei unserem Vorhaben ein wenig unterstützen und eskortiert uns auf der Autobahn. Ein schwarzer Audi und ein weisser Lamborghini gemeinsam unterwegs. Ein starkes Duo. Wir dürfen unser Ziel aber nicht aus den Augen verlieren und biegen ab Richtung Ancona. Ciao Marco.

Entlang der Adria geht es über Küstenstraßen Richtung Leece. Wir kommen unserem Ziel schon sehr nah und die Tankanzeige stimmt uns weiter positiv. Langsam wird es dunkel und der abendliche Berufsverkehr staut sich vor uns. Jetzt heißt es, geduldig bleiben und so wenig Sprit zu verbrauchen, wie nur möglich. Die Start-Stopp-Automatik ist hierbei unverzichtbar und hält uns weiter auf Kurs. Blinker rechts und runter von der Autobahn jetzt beginnt der Endspurt. Im Display wird nach einiger Zeit eine Reichweite von null Kilometern angezeigt, doch jetzt gibt es wirklich kein zurück mehr. Wir fahren weiter. Es ist jetzt komplett dunkel und wir sehen nur den Scheinwerferkegel vor uns auf dem Asphalt. Hinter einer engen Kurve taucht es endlich auf, das erste Straßenschild „Torre Sant’Andrea“. Das Meer ist jetzt zum greifen nah. Noch immer blinkt gnadenlos die Tankanzeige und weist uns darauf hin dringlich Kraftstoff nachzutanken. Noch ein paar Meter über einen Schotterparkplatz, dann haben wir es geschafft: Der kleine Hafen, das Meer, wird sind am Ziel angekommen. Mehr als 1.500 Kilometer mit nur einer Tankfüllung.

 

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A3 1.8 TFSI quattro

Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 3,4 **;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 89 **

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.

 


5 Antworten auf Mit einer Tankfüllung bis ans Meer

  1. Viktor 16.01.2015 um 23:40 #

    Guten Abend,

    Ich habe mir auch den a3 ultra geholt, komme aber überhaupt nicht an die angeblichen Werte ran. Der Verbrauch schwankt bei langstrecke ohne AC zwischen 5-6 Liter und komme grad mal auf 750km Reichweite. Fahre auch mit erhöhten Reifendruck, aber der schafft einfach nicht unter 4 Liter zu kommem. Was mache ich falsch oder wie kann ich es noch optimieren?

    Grüsse
    Viktor

    • Britta Meyer 19.01.2015 um 09:45 #

      Hallo Viktor,

      wir verstehen, dass unsere Angaben zum Teil irritieren können. Allerdings wurden die angegebenen Kraftstoffverbrauchswerte nach dem vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Messverfahren „Neuer Europäischer Fahrzyklus“ (NEFZ) ermittelt. Beim NEFZ sind die Rahmenbedingungen wie Starttemperatur, Geschwindigkeitsprofil, Schaltpunkte und Zuladung vorgegeben. Zudem wird der Wert auf dem Prüfstand ermittelt und lässt sich dadurch nur mit Einschränkungen auf die tatsächlichen Bedingungen im täglichen Fahrbetrieb übertragen. Dieses Messverfahren hat den Vorteil, dass die Werte verschiedener Fahrzeuge später ohne Einschränkungen vergleichbar sind. Der NEFZ beinhaltet ein Niedriglast-Fahrprofil mit einer mittleren Geschwindigkeit von circa 33 Stundenkilometern. Die Starttemperatur muss 20 Grad betragen und die Klimaanlage darf – genauso wie die sonstige Komfortelektronik – nicht in Betrieb sein.

      Dieses vorgeschriebene Fahrprofil stimmt meist nicht mit dem individuellen Fahrprofil des einzelnen Fahrers im Alltag überein. So können sich in der Praxis Verbrauchswerte ergeben, die von den angegebenen Werten abweichen. Darüber hinaus kann durch vorausschauendes Fahren ohne unnötig hohe Drehzahlen, also frühem Hochschalten und möglichst ohne Ausnutzen der Höchstgeschwindigkeit, der Kraftstoffverbrauch erheblich vermindert werden.

      Herzliche Grüße
      Britta Meyer

  2. Bauman 12.08.2015 um 10:20 #

    Oder anders gesagt was machen die anderen falsch, ich unterbiete sogar den NEFZ. Gut im Winter liege ich einen halben Liter darüber, dafür ist der dann im Sommer einen halben Liter unter den NEFZ Wert. Ich fahre dabei 70% Überland und der Rest halt in der Stadt.
    Dafür das die einfache fahrt 15 km und mein Durchschnittsgeschwindigkeit bei 55 km/h liegt, bin ich zwar nicht der erste an der Ampel aber behindern tue ich den Verkehrsfluss nicht.
    Ich versuch so gut es geht ein Kompromiss zu finden und schwimme im Verkehr einfach nur mit.
    Da ich das auf einer Distanz von 150 000 km geschafft habe, ist es möglich die Herstellerangaben zu erreichen…
    So manch einer ist dann doch nicht so ein guter Fahrer wie er glaubt. Da zu 90% die angaben nicht erreicht werden, sieht es mit guten Fahrern sehr sehr dunkel aus……

  3. Alex 01.10.2015 um 07:30 #

    hallo, ich habe alles ausgeschaltet bei meinem Audi A3 Ultra 1.6
    und trozdem verbraucht er zuviel z.b 250 km gefahren werden 230 abgezogen. dachte da spart man einiges mehr?
    außerdem finde ich nirgends wie man den genauen verbrauch einstellt, geht das?? z.b 3,5 liter auf 100 km. es zeigt nur 480km sind noch zufahren halt an.
    evtl noch, welches licht ist am sparsamsten? Tagfahrlicht oder Xenonscheinwerfer? geht das licht ganz aus? ich finde keinen knopf oder sonstiges.
    danke für die Antworten brauche unbedingt mehr rat und hilfe Audi ist nun 1e Woche alt aber habe alles ausgetestet und extra winterreifen für 720eur noch geholt.

    • Agnes Happich 06.10.2015 um 08:25 #

      Hallo Alex, wir empfehlen Ihnen Ihren Audi Partner aufzusuchen. Sollte etwas mit Ihrem Kraftstoffverbrauch nicht stimmen, kann dieser eine entsprechende Verbrauchsmessung durchführen. Dieser wird Sie auch mit hilfreichen Tipps zum Spritsparen unterstützen können. Herzliche Grüße aus der Audi Kommunikation

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