Janine Bentz-Hoelzl
13.10.2014
Audi Freiwilligentag
Zwischen Tigern und Kinderschuhen

Rund 300 Mitarbeiter engagierten sich am Samstag beim Audi Freiwilligentag in Győr. Voraussetzung waren zupackende Hände und viel Herzblut – und durch die Unterstützung der Freiwilligen sind 19 soziale Projekte realisiert worden.

Unter tierischer Beobachtung: Die Audi-Mitarbeiterinnen Krisztina Molnár, Zsófia Rábavölgyi und Helga Kovács helfen bei Renovierungsarbeiten im Zoo von Győr

So wild wie an Samstag ging es noch nie bei einem Audi Freiwilligentag zu: Affen, Löwen, Kamele, Giraffen – Tiere aus allen Kontinenten tummeln sich auf dem sieben Hektar großen Gelände des Győrer Zoos. Und mittendrin: die Audi-Mitarbeiter. Denn der 1967 gegründete Tiergarten muss renoviert werden. Und dafür tauschten die freiwilligen Helfer Computer und Maus gegen Pinsel und Spaten.

Der Audi Freiwilligentag ist „made in Germany“. In Ingolstadt fand er bereits zum dritten Mal statt. In Győr ist die Veranstaltung dagegen neu. Unter dem Motto „Viele Audianer erreichen viel“ engagierten sich rund 300 Mitarbeiter an ihrem arbeitsfreien Samstag in insgesamt 19 Projekten. „Wir möchten mit diesem Programm eine Tradition schaffen“, sagt Elisabeth Knab, Geschäftsführerin Personalwesen der Audi Hungaria.

Das Interesse an sozialen Projekten ist in der Audi-Belegschaft groß. Zwar gibt es auch im Alltag Möglichkeiten, sich hilfsbereit zu zeigen, doch viele Kollegen verspüren darüber hinaus das Bedürfnis, der Gesellschaft etwas zurückzugeben und sich für andere Menschen zu engagieren. Der Audi Freiwilligentag ist so eine Möglichkeit: Er schafft Verbindungen zwischen Menschen, die Gutes tun wollen und Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

Rund 300 Audi Mitarbeiter engagierten sich beim Audi Freiwilligentag in Győr: Im Stadtteil Győrszentiván errichten Audi Mitarbeiter einen Gemeindeplatz

Krisztina Molnár ist eine der zahlreichen Freiwilligen. Zusammen mit Zsófia Rábavölgyi, Helga Kovács und weiteren Kollegen hatte sie sich vorgenommen, den Zoo in Győr zu verschönern. Das Team sammelt Müll, pflanzt Blumen, schneidet Bäume zurecht, putzt Fenster und kehrt die Blätter am Boden zusammen – immer unter den neugierigen Blicken der wilden Bewohner.

Lebhaft ging es auch in der Siedlung Hegyeshalom zu. Unter dem Leitspruch „Bildung im Freien“ errichteten die Audi-Mitarbeiter im Napsugár Kindergarten einen Pavillon. So können die über 100 Kinder ab sofort auch bei schlechtem Wetter draußen spielen. „Das Projekt liegt mir besonders am Herzen. Ich habe selbst als Kind diesen Kindergarten besucht und jetzt gehen dort sogar meine eigenen Kinder hin,“ erzählt  Audi-Mitarbeiter György Nagy. „Der Kindergarten ist auf unsere Unterstützung angewiesen. Für mich ist das Projekt eine gute Möglichkeit, meinen Werten und Idealen zu folgen.“

Zehn Kilometer entfernt, im Stadtteil Győrszentiván, hat sich eine Gruppe Audi-Mitarbeiter im Hof der altehrwürdigen Bibliothek eingefunden. Anfang des 20. Jahrhunderts im Zentrum des Siedlung errichtet, birgt sie heute über 21.000 Bücher. Die Audi-Mitarbeiter wollen vor dem Gebäude einen Gemeindeplatz errichten.

Für „Bildung im Freien“: György Nagy und eine Kollegin bauen im Napsugár Kindergarten einen Pavillon auf

„In Zukunft kann man im Schatten der großen Linden lesen oder sich bei literarischen Nachmittagen austauschen,“ erzählt  Audi-Mitarbeiter Borbély Csabáné. „Wir renovieren die alten Bänke, stellen zusätzliche Sitzgelegenheiten auf, der Zaun bekommt einen neuen Anstrich und  wir errichten Futterkästen.“ Denn in Győrszentiván gibt es viele geschützte Vogelarten wie den Brustwenzel, Dickschnäbler und Grünfinken. „Hoffentlich sind die seltenen kleinen Vögel bald Dauergäste am Gemeindeplatz,“ so Csabáné.

Am späten Nachmittag ist es geschafft: Die Audi-Mitarbeiter können stolz auf ihre Leistung sein. Jedes Einzelne der 19 Projekte konnte realisiert werden – und darüber freuen sich nicht nur die Tiger. „Es war ein toller Tag. Ich bin sehr stolz auf mich und mein Team. Ich habe das Gefühl, dass wir heute wirklich viel erreicht haben. Gern würde ich nächstes Jahr wieder daran teilnehmen,“ sagt  Audi-Mitarbeiter György Nagy.

 


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