Britta Meyer
09.03.2015
Innovationsforum 2015
Fabrik der Zukunft trifft Auto von morgen

Beim Innovationsforum 2015 erhielten 300 internationale Journalisten am Vorabend der Audi-Jahrespressekonferenz Einblicke in Produktion und Entwicklung – vom neuen Lichtassistenzzentrum bis zur intelligent vernetzten Fabrik der Zukunft.

Der Tunnel im neuen Lichtassistenzzentrum ist 120 Meter lang und wird hier von einem Audi R8 ausgeleuchtet

Der Tunnel im neuen Lichtassistenzzentrum ist 120 Meter lang und wird hier von einem Audi R8 ausgeleuchtet

Ein 120 Meter langer, dunkler Tunnel im dritten Untergeschoss der Technischen Entwicklung in Ingolstadt. Was auf den ersten Blick völlig unscheinbar aussieht, ist hochinnovativ: Die Laserscheinwerfer eines Audi R8 erhellen die Strecke und schweifen am Ende die Silhouette eines Wildschweins. Stephan Berlitz, Leiter Entwicklung Lichtfunktionen und Innovationen, zeigt hier gerade den Unterschied zwischen einem LED-Fernlicht und dem im neuen R8 verbauten Laserfernlicht – und der ist deutlich sichtbar und das Tier gut zu erkennen.

Im Rahmen des Innovationsforums 2015 haben am Montag 300 internationale Journalisten am Vorabend der Audi-Jahrespressekonferenz Einblicke hinter die Kulissen erhalten. In der Technischen Entwicklung (TE) und der Produktion standen für zwei Stunden die Technologien von morgen im Mittelpunkt. „Hier entsteht Vorsprung durch Technik“, betonte Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg zur Begrüßung. „Wenn ich die TE betrete, dann verlasse ich die Gegenwart und befasse mich mit der Zukunft.“

Das erst vor drei Wochen eröffnete neue Lichtassistenzzentrum ist ein Beispiel für diese Zukunft und speziell darauf ausgerichtet, Lösungen für das Laserfernlicht und kamerabasierte Lichtassistenzsysteme zu entwickeln. Neben dem Fahrlicht ist die Innenbeleuchtung das zweite große Arbeitsfeld der Lichtentwickler und -designer.

Im Windkanalzentrum arbeiten die Audi-Entwickler an der besten Aerodynamik für Serienautos und Rennwagen

Im Windkanalzentrum arbeiten die Audi-Entwickler an der besten Aerodynamik für Serienautos und Rennwagen

Ein weiteres Beispiel: der Windkanal. Hier arbeiten die Audi-Entwickler an der besten Aerodynamik für Serienautos und Rennwagen – bei Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Stundenkilometern. Die Ingenieure haben zum Beispiel den Luftwiderstandsbeiwert vom neuen Audi R8 LMS im Windkanalzentrum optimiert. „Dabei übertragen wir unsere Erkenntnisse aus dem Motorsport systematisch in die Entwicklung von Serienmodellen. Kein anderer Hersteller tut dies so konsequent wie wir“, betont Ulrich Hackenberg.

„Wir begreifen die digitale Welt als Chance, unsere Arbeit einfacher, schneller und effizienter zu machen“, ergänzt Audi-Vorstandschef Rupert Stadler. In der Produktion stellt Audi deshalb die Weichen für die so genannte „smart factory“: In der intelligent vernetzten Fabrik der Zukunft steuern und überwachen sich die Fertigungsanlagen selbst. Die intelligenten Werkzeuge des Werkzeugbaus sichern so die Präzision der Blechteile im Bereich von Hundertstel Millimetern und unterstützen gleichzeitig eine nachhaltige Produktion

Außerdem entlasten digitale Lösungen die Mitarbeiter. In der Montage beispielsweise arbeiten Mensch und Roboter mittlerweile Hand in Hand – ohne trennenden Schutzzaun und angepasst an den Takt des Menschen. Für eine verbesserte Ergonomie sorgt der Chairless Chair, der das Sitzen ganz ohne Stuhl ermöglicht.

Stefan Moser im Gespräch mit Ulrich Hackenberg und Designchef Marc Lichte, der die Formensprache des Rupert Stadler mit dem Audi prologue piloted driving erläutert

Stefan Moser im Gespräch mit Ulrich Hackenberg und Designchef Marc Lichte, der die Formensprache des Rupert Stadler mit dem Audi prologue piloted driving erläutert

Und auch ein Großteil der Fabriken wird mittlerweile mit Tools der Virtuellen Realität geplant. So sind viele Abläufe für das neue Audi-Werk in Mexiko in der virtuellen Planung im Stammwerk Ingolstadt entstanden. Wie genau das funktioniert, davon konnten sich die Journalisten am Montagabend selbst überzeugen: „Ohne Ingolstadt zu verlassen, werden einige von Ihnen an einer exklusiven Führung durch unser neues Werk in San José Chiapa teilnehmen“, so Produktionsvorstand Hubert Waltl.

Wie das Auto von morgen aussehen kann, hatte Audi bereits im Januar auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gezeigt: Das Showcar Audi prologue piloted driving steht nicht nur für eine neue Design-Ära, sondern integriert zudem viele Innovationen aus den Bereichen Connectivity, Infotainment und Benutzeroberfläche. „Wir haben damit anschaulich gezeigt, wie weit wir mit der Technologie des Pilotierten Fahrens und Parkens sind und wie praktische Anwendungen im Alltag aussehen könnten. Das Auto rollt zum Beispiel selbständig in die Garage oder eine Parklücke, oder es fährt zum Einsteigen vor“, erläutert Ulrich Hackenberg.

Die Journalisten konnten sich von dem zukunftsweisenden Showcar am Montagabend im Audi museum mobile in Ingolstadt selbst ein Bild machen und sich unter anderem mit Chefdesigner Marc Lichte über die neue Formensprache austauschen.

Weitere Informationen zum Innovationsforum 2015 und der Jahrespressekonferenz (JPK) finden Sie in den Audi MediaServices. Den Livestream der JPK können Sie auf Audi MediaTV und der Facebook-Seite der AUDI AG verfolgen.


Eine Antwort auf Fabrik der Zukunft trifft Auto von morgen

  1. geht nicht 10.03.2015 um 18:20 #

    interessanter Artikel 🙂

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