Britta Meyer
10.04.2015
Audi piloted driving
Testfahrt mit Jack

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hat am Freitag unter Realbedingungen den Audi A7 piloted driving concept auf der A9 bei Ingolstadt getestet – am Steuer: der Minister und das Versuchsfahrzeug.

Testfahrt Dobrindt

Entspannt auf der Autobahn: Verkehrsminister Alexander Dobrindt überlässt Jack das Steuer

Es ist Viertel vor eins als der Audi A7 piloted driving concept am Audi Forum Ingolstadt um die Kurve biegt und sich seinen Weg durch die Passanten bahnt – gelenkt von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Vor einer guten Stunde war der Politiker bei strahlendem Sonnenschein an gleicher Stelle zur pilotierten Testfahrt unter Realbedingungen auf der Autobahn A9 gestartet.

„Es ist ein beeindruckendes Erlebnis, wenn man feststellt, dass das Auto das Fahren selbst übernimmt“, resümiert Dobrindt bei der Begrüßung durch Audi-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg. Kurz nachdem das von seinen Entwicklern „Jack“ getaufte Versuchsfahrzeug unterwegs das Steuer übernommen hatte, konnte der Minister sich von der technischen Reife des Systems überzeugen. Der Audi A7 piloted driving concept hatte bereits zum Überholvorgang angesetzt, dann aber festgestellt, dass sich das nachkommende Auto schneller als geplant nähert und ist wieder eingeschert. „Da war mir klar: Du fährst in einem vollkommen sicheren System“, so Dobrindt.

Testfahrt Dobrindt

Alexander Dobrindt unterwegs mit Jack auf der A9 bei Ingostadt

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur war einer Einladung der AUDI AG gefolgt, die Technologie des pilotierten Fahrens persönlich zu erleben. Ende Januar hatte Dobrindt angekündigt, auf der A9 in Bayern eine Teststrecke für selbstfahrende Autos einzurichten. „Wir reden beim automatisierten Fahren nicht mehr über Science Fiction, die Systeme werden in wenigen Jahren verfügbar sein“, so Dobrindt am Freitag. Audi will die Technik ab 2017 im A8 in einer ersten Ausbaustufe anbieten.

Dobrindt kündigte an, dass der Bund schon jetzt die Weichen für die neue Technologie stelle – sowohl bei der technischen Entwicklung als auch hinsichtlich rechtlicher Fragen. Ergänzend zu der bereits geplanten Einrichtung des Testfelds auf der A9 will der Minister auf der IAA im September in Frankfurt erste Eckpunkte für die rechtlichen Rahmenbedingungen präsentieren. Ulrich Hackenberg ergänzt, dass es wichtig sei, dass die Gesetzgebung gemeinsam mit den verschiedenen Experten auch die Weichen für die Zulassung solcher Systeme stelle.

Testfahrt Dobrindt

Ulrich Hackenberg begrüßt den Verkehrsminister nach seiner Fahrt am Audi Forum

Der Audi-Entwicklungsvorstand sieht drei Bereiche, in denen ein autonomes Fahrzeug künftig im Straßenverkehr unterstützen kann: „Einerseits zur Unfallvermeidung: Wenn der Fahrer überfordert ist und Gefahr läuft, die Kontrolle zu verlieren oder wenn er unterfordert ist, weil die Fahrt zu monoton ist. Anderseits auch, wenn der Fahrer seine Zeit effektiver nutzen kann und will, zum Beispiel im Stau.“

Wie das aussehen kann, hatte das Unternehmen Anfang Januar demonstriert, als „Jack“ 550 Meilen von der US-Westküste bis zur Elektronikfachmesse CES in Las Vegas gefahren ist. Auf monotonen Strecken durch die kalifornische Wüste hatte meist das Versuchsfahrzeug das Steuer übernommen. Und dieser Ansatz überzeugt auch den Bundesverkehrsminister: „Wenn ich die Chance hätte, würde ich dieses Angebot heute schon nutzen“, so Dobrindt.

Weitere Informationen zum pilotierten Fahren bei Audi finden Sie in der digitalen Pressemappe, Videomaterial auf Audi MediaTV.


Kein Kommentar bisher.

Schreibe einen Kommentar

Benötigte Felder sind markiert. *

Nach dem Absenden Ihres Kommentars wird dieser durch die Redaktion überprüft und freigegeben.

Wenn Sie zum ersten Mal im Blog kommentieren, müssen Sie einmalig Ihre Identität bestätigen. Dazu erhalten Sie eine E-Mail mit einem personalisierten Link, den Sie für die Verifizierung Ihrer Angaben bitte aufrufen. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben.