Britta Meyer
29.04.2015
Audi Industrial Design
Wo Werte verschmelzen

In einem kleinen Studio in München entwickelt ein Team von zehn kreativen Köpfen Designprodukte jenseits vom Auto, die trotzdem die Gene der Vier Ringe in sich tragen. Ein Ortsbesuch beim Audi Industrial Design.

Audi Industrial Design

Kreative Köpfe: André Georgi leitet das Audi Industrial Design in München

 

Die eigenen Produkte sind über das ganze Studio verteilt. Direkt am Eingang fällt der Blick des Besuchers als erstes auf die Audi Carbon Ski, die hier an der weißen Wand hängen. Im Design Studio nebenan steht eine Miniatur vom Audi Design-Tischkicker und der Sessel „Luft“, den Volkswagen-Chefdesigner Walter de Silva gemeinsam mit dem Audi Konzept Design Studio für den italienischen Premium-Möbelhersteller Poltrona Frau entworfen hat.

Einer der Kooperationspartner des Audi Industrial Design: Leica

André Georgi leitet das Audi Industrial Design in München und hat eine Leica T in der Hand: „Die Kamera ist ein gutes Beispiel für unsere Arbeit.“ Aufgabe des kleinen Teams mit zehn Mitarbeitern ist es, den Vorsprung durch Technik der Marke mit den Vier Ringen mit den Werten und Genen der Partner zu verbinden. Dass das bei der Leica T hervorragend gelungen ist, belegen nicht nur drei renommierte Designpreise. Die Werte und die Genetik des Kameraherstellers sind in dem Produkt deutlich lesbar und auch ohne ein Markenlogo wäre die Herkunft für jeden Fotografieexperten klar sichtbar. Darüber hinaus sorgt die klare Designsprache von Audi für etwas Neues. „Wir setzen auf sehr reduzierte, klare Formen, arbeiten mit straffen Linienverläufen und Flächen, reduzieren die Inhalte und konzentrieren uns voll und ganz auf das Produkt“, erläutert André Georgi. Das Ergebnis ist eine sehr cleane und funktionale Kamera.

Audi Industrial Design

Innovativ: Mit seinen neuen Kameramodellen punktet Leica auch im Design. In der Zusammenarbeit mit Audi entstehen Formen von klarer Kraft

 

Die Leica T steht aber auch für weitere wichtige Werte wie Nachhaltigkeit und Qualität. Wer sich für dieses Produkt entscheidet, sucht nach etwas Werthaltigem, das ihn lange begleitet. Diese Qualität zeigt sich schon in der Produktion: Das Gehäuse der Kamera wird in einem Stück aus einem Aluminiumblock gefräst und anschließend fast eine Stunde lang von Hand geschliffen und poliert.

Viel Werthaltigkeit steckt auch in einem weiteren Projekt: dem Audi Design Flügel. Gemeinsam mit der Pianomanufaktur Bösendorfer wurde hier den klassischen Formen eines Konzertflügels ein modernes, Audi-typisches Gewand gegeben. Mit einer Bauzeit von sechs Monaten ist dieses Produkt echte Handarbeit. Besonders stolz ist das Industrial Design-Team darauf, dass der Flügel nicht nur bei Konzerten an den Audi-Standorten in Ingolstadt und Neckarsulm zum Einsatz kommt, sondern dass sich sogar der US-Internetkonzern Google zwei Exemplare gesichert hat.

Audi Industrial Design

Der Audi Design Flügel entstand gemeinsam mit der Pianomanufaktur Bösendorfer.

 

Die Ideen für diese Produkte entstehen im Konzept Design Studio, das Audi schon vor 30 Jahren in München gegründet hat. In der ehemaligen Kurfürstengarage in Schwabing wurden früher Kutschen für den König gefertigt, heute nehmen hier innovative und hochwertige Produkte Form an, die für Vorsprung durch Technik stehen. Seit nunmehr fast zehn Jahren arbeitet auch das Audi Industrial Design-Team an einzigartigen Produktideen.

Im urbanen Münchner Umfeld, nah genug am Stammsitz in Ingolstadt, entstehen hier nun gemeinsam mit den verschiedenen Partnern neue Konzepte, die den Markenkern von Audi unterstreichen und dadurch etwas Neues schaffen. Die Marke mit den Vier Ringen tritt dabei subtil im Hintergrund auf: Der Käufer einer Leica T entdeckt beispielsweise nur auf der Verpackung seiner Kamera einen Hinweis auf das Audi Design.

Einige der Konzepte sind mittlerweile schon fast legendär, wie beispielsweise der Audi Design-Tischkicker, der 2008 als Prototyp auf der Art Basel seine Premiere hatte. Gemeinsam mit den Audi-Lehrwerkstätten in Ingolstadt und Neckarsulm wurde dann eine exklusive Kleinserie mit zehn handgearbeiteten Exemplaren produziert. Und mit diesem Tischkicker haben sogar echte Fußballer ihren Spaß: „Je ein Exemplar steht beim FC Bayern und beim AC Milan“, verrät Georgi.

 


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