Timo Pape
08.06.2015
Elektromobilität
Auf dem Weg zur E-Mobilität

Audi verfolgt bei der Elektrifizierung ein Dreistufenmodell. Derzeit sind Plug-in Hybridfahrzeuge – die zweite Stufe – optimal für den Alltag geeignet. Auf lange Sicht soll sich schließlich das reine Elektroauto durchsetzen. Ein Statusbericht.

Audi A3 Sportback e-tron

Der Audi A3 Sportback e-tron ist bereits in Serienproduktion.

 

Audi arbeitet seit vielen Jahren an einer schrittweisen Elektrifizierung der eigenen Modellpalette. Dabei hat die Marke aus Ingolstadt einst drei Entwicklungsstufen definiert. Den ersten Schritt markierten hierbei Mildhybridkonzepte. Mittlerweile hat Audi aber schon Stufe zwei seiner Elektrifizierungsstrategie in Serienproduktion gebracht.

Die Rede ist von Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Motoren. Erstere, zu denen etwa der Audi Q5 hybrid quattro zählt, laden sich während der Fahrt durch Rekuperation auf. Plug-in-Hybrid-Modelle wie der Audi A3 Sportback e-tron lassen sich hingegen extern mit Strom „betanken“. Per Kabel wird die Anschlussbuchse hinter den Vier Ringen an der Front des Autos mit einer Ladestation verbunden. Innerhalb kurzer Zeit ist die Batterie vollständig geladen, dann ist eine rein elektrische Fahrt von bis zu 50 Kilometern möglich.

Logo e-tron

Das Prädikat e-tron steht bei Audi für Hybrid- und Elektromobilität.

 

Der A3 Sportback e-tron war der erste Plug-in-Hybrid mit Vier Ringen in Serienproduktion. Schon bald bekommt er mit dem Q7 e-tron quattro jedoch Gesellschaft. „Wir kombinieren einen 3.0 TDI der neuesten Generation mit einer starken E-Maschine“, erklärt Markus Enzinger, Leiter Entwicklung Elektrifizierung Antrieb. „Der Q7 e-tron quattro beschleunigt so in 6,0 Sekunden von 0 auf 100 km/h und verbraucht gemäß europäischem Normzyklus nur 1,7 Liter Diesel pro 100 Kilometer.“ Der SUV kommt somit auf eine rein elektrische Reichweite von bis zu 56 Kilometern, kombiniert mit dem Dieselmotor schafft er sogar 1.410 Kilometer.

Plug-in-Hybridmodelle wie der A3 Sportback e-tron oder der Q7 e-tron quattro sollen fortan in regelmäßigen Abständen erscheinen. „Für die heutigen Ansprüche bieten unsere Plug-in-Hybridmodelle wie der Audi A3 Sportback e-tron oder der neue Q7 e-tron quattro die richtige Technologie“, sagt Ulrich Hackenberg, Entwicklungsvorstand bei Audi.

Die letzte Stufe in der Elektrifizierungsstrategie von Audi ist das reine Elektroauto. Der neue Audi R8 e-tron stellt dabei den ersten Schritt in Richtung Zukunft dar. Bei der Performance und der elektrischen Reichweite von 450 Kilometern stößt er in völlig neue Dimensionen vor.

Audi Q7 e-tron quattro

Der Plug-in-Hybrid Audi Q7 e-tron quattro wurde in Genf präsentiert.

 

Audi nutzt den elektrischen Hochleistungssportwagen allerdings in erster Linie als fahrendes Hightech-Labor. So helfen die aus dem R8 e-tron gewonnenen Erkenntnisse beim Aufbau eines Autos mit Limousinencharakter. Auf Kundenwunsch wird der R8 e-tron bereits 2015 als elektrifizierter Sportwagen in höchster Manufakturqualität bestellbar sein. Für Serienfertigung von reinen E-Fahrzeugen peilt Audi das Frühjahr 2018 an.

Parallel zum Streben nach reiner E-Mobilität entwickelt Audi auch die Effizienz von Verbrennungsmotoren stetig weiter, wie etwa der neue 2.0 TFSI beweist. Denn auch bei der Plug-in-Hybrid-Technologie, die sich gerade erst ihren Weg in den Markt bahnt, ist ein perfektes Zusammenspiel von Elektro- und Verbrennungsmotor essenziell. Aus diesem Grund geht die Entwicklung beider Antriebskonzepte Hand in Hand.

Weitere Informationen rund um das Thema Elektromobilität finden Sie auch im Audi Geschäftsbericht 2014.

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A3 e-tron:
Kraftstoffverbrauch nach ECE-Norm in l/100 km: 1,7 – 1,5**;
Stromverbrauch kombiniert in kWh/100 km: 12,4 – 11,4**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 39 – 35**

Q7 e-tron:
Angaben noch unter Vorbehalt

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.


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