Barbara Wege
21.07.2015
Audi A4
Abnahmefahrt im Schwarzwald

Bei der Abnahmefahrt im Schwarzwald zeigt der neue Audi A4, was er kann. Für Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg und die internationalen Journalisten hält die Strecke ein besonderes Highlight bereit. Das Audi Blog war mit vor Ort.

Abnahmefahrt im Schwarzwald

Beeindruckendes Panorama: Die neuen Audi A4 auf dem Weg durch die Weinberge.

 

Erst die scharfe Rechtskurve, dann sofort links, wieder rechts, ein steiler Anstieg, eine knifflige Passage, auf der einen Seite ragen die Felsen in die Höhe, auf der anderen lockt das Panorama. Doch dafür bleibt jetzt keine Zeit. Die Schauinsland-Bergrennstrecke fordert volle Konzentration – und Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg, seine Entwickler sowie die Journalisten aus ganz Europa sind mit allen Sinnen dabei. Sie horchen, fühlen, tasten. Wie verhält sich das Auto? Wie reagiert es? Wie klingt es? Was immer die Journalisten wissen wollen zu Antrieben, Fahrwerk, Elektrik – die Experten wissen eine Antwort. Es ist die Abnahmefahrt der neuen Generation von Audi A4 und Audi A4 Avant, und die Schauinsland-Strecke ist der Höhepunkt der Tagestour. Da will jeder Journalist mal ans Steuer, also noch ein spontaner Stopp am Parkplatz, Fahrerwechsel, dann weiter in der Kolonne, wie üblich bei einer Abnahmefahrt.

Audi A4 zeigt sich von seiner besten Seite

Der Audi A4 zeigt nun, was in ihm steckt. Die Lenkung gibt präzise Rückmeldung, das geregelte Fahrwerk ist gerade sportlich eingestellt, wer will, kann auch in den Komfortmodus wechseln. „Beim neuen Audi A4 verbinden wir einen deutlichen Zugewinn an Komfort mit betonter Sportlichkeit und hoher Effizienz“, sagt Burkhard Wiegand, technischer Projektleiter des Audi A4. Bis zu 120 Kilogramm leichter ist der A4 geworden. Mit einem Cw-Wert von 0,23 für die Limousine und 0,26 für den Avant erreicht er Bestwerte im Premium-Wettbewerb. Die neuen Motoren bringen im Vergleich zu ihren Vorgängern bis zu 25 Prozent mehr Leistung bei bis zu 21 Prozent weniger Verbrauch.

Abnahmefahrt im Schwarzwald

Heimatfeeling: Die neuen Audi A4 im Schwarzwald.

 

Der 2.0 TDI ultra mit 190 PS stößt nur 95 Gramm CO2 pro Kilometer aus. Der 2.0 TFSI ultra, ebenfalls mit 190 PS, kommt dank des neuen Brennverfahrens „B-Zyklus“ auf nur 109 Gramm CO2 . Der Antrieb verbindet die Vorteile eines kleinvolumigen Motors in Teillast mit den Vorzügen eines großvolumigen Aggregats in Volllast. Insgesamt gehen der Audi A4 und der Audi A4 Avant mit vier TDI- und drei TFSI-Motoren an den Start. Das Spitzenmodell, ein 3.0 TDI-Sechszylinder, leistet 272 PS.

Der Gipfel ist erreicht, nun geht es etwas moderater durch die Weinberge hinab ins Tal, vorbei am „Gasthaus Hirschen“, dem vierten „Gasthaus Hirschen“ für heute. Am Ortseingang grüßt die Weinkönigin vom Plakat, die Fensterläden sind geöffnet, an den Balkonen kübelweise Geranien. Schwarzwaldidyll bei 35 Grad Außentemperatur. Drinnen ist es dank der Drei-Zonen-Komfortklimaautomatik angenehm kühl. Die Luft strömt zugfrei aus dem Band, das sich über die Instrumententafel spannt. Zeit für eine Inspektion des Interieurs.

Audi A4: Interieurs

Der A4 ist geräumiger geworden. Der Innenraum ist der längste im Premium-Wettbewerb. Das Kofferraumvolumen im Avant ist mit 505 Litern Benchmark. Im Cockpit bietet der A4 nun das volldigitale Kombiinstrument Audi virtual cockpit mit seinem 12,3 Zoll großen LCD-Bildschirm. In Kombination mit der MMI navigation plus funktioniert die Zieleingabe per Touchpad in der Mittelkonsole. Ein paar Buchstaben genügen, schon findet die intelligente MMI Suche das gesuchte Restaurant in Freiburg. Das MMI bezieht bei der Suche ein, wo das Fahrzeug steht und findet so schneller das Ziel. Das Ganze funktioniert ähnlich wie beim Smartphone. Den Weg zum Ziel zeigt die MMI navigation plus mit Darstellungen von Google Earth an.

Abnahmefahrt im Schwarzwald

Audi Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg (rechts) im Gespräch mit Jürgen Voigt von der Autozeitung.

 

Zum Schluss geht es noch auf die Autobahn – eine gute Gelegenheit, um die Fahrerassistenzsysteme zu testen. „Wir bringen im Audi A4 eine Reihe von Assistenzsystemen, die bislang nur in höheren Fahrzeugklassen verfügbar waren“, erklärt der technische Projektleiter Burkhard Wiegand: „Durch die Kombination der verschiedenen Assistenzsysteme gehen wir im A4 bereits einen nächsten Schritt in Richtung pilotiertes Fahren.“ Das gilt vor allem für die adaptive cruise control (ACC) Stop & Go inklusive Stauassistent. Das System hält automatisch den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug. Der Stauassistent kann bei Geschwindigkeiten von bis zu 65 km/h zeitweise auch das Lenken übernehmen. Doch an diesem Nachmittag fließt der Verkehr. Dafür taucht ein grünes Symbol im Head-up-Display auf. Der Prädiktive Effizienzassistent ist aktiv und hilft beim vorausschauenden Fahren. Das System greift auf Streckendaten des Navigationssystems zu und empfiehlt an geeigneten Stellen frühzeitig, die Geschwindigkeit zu reduzieren.

Nun ist es Zeit, den Fuß komplett vom Gas zu nehmen – zumindest für den Moment. Drei Testtage mit je 233 Kilometern Fahrt sind vorbei. Doch die nächste Chance, den Audi A4 und A4 Avant zu fahren steht kurz bevor. Ab August sind die neuen Modelle bestellbar, im November kommen sie auf den Markt.


3 Antworten auf Abnahmefahrt im Schwarzwald

  1. Martin 21.07.2015 um 18:03 #

    Der A4 ist einfach der Hammer!
    Schöner Artikel 🙂

  2. Jens 25.07.2015 um 15:07 #

    Das Cockpit ist eine Farce. Wenn man schon digitale Instrumente anbietet dann muß man das so lösen wie in der S-Klasse um den Armaturenträger in einer Linie erhalten zu können. Dieses aufgesetzte Flat-TV Navi und die digitalen Instrumente in der analogen Höhle sind bestenfalls eine halbherzige Lösung.

    Schön das Audi noch die 6 Zylinder TDI anbietet.
    Das ist wirklich ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber dem Wettbewerb der ja teilweise sogar auf Dreizylinder Motörchen setzt.
    Das man bei den Sechszylinder TDI aber aus Kostengründen auf den zweiten Abgasstrang verzichtet (offiziell ist wegen des Harnstofftanks kein Platz) ist wirklich bitter.

  3. karl brunner 14.08.2015 um 02:49 #

    Lieber Daimler-Fan Jens,
    zwischen Audi und Daimler liegen in der Qualität ab der Karosserie, Motoren, Getriebe, und Fahrwerk Welten.
    Was hilft ein Fingerabdruck-Starter, zwingend 2 optische Auspuffrohre (kannst schadlos in Eigenbau hinter dem letzten Schalldämpfer auf 6 Rohren verteilen :-), bringt nur nichts), wenn der Daimler dann Motor, Getriebe-Probleme am laufenden Band hat, Reparaturen teurer als bei Audi sind?
    Die Karosse rostet nach8 – 10 Jahren unterm Hintern fast weg.

    Was sind da Deine grossen Reklamationen wegen für Dich nicht „optimal“ angebrachter, funktionellen Anzeige, blendfrei angebrachte Instrumente?

    Offensichtlich sind alle Einbauten funktionell brauchbar, trotz „nur“ einem Abgas-Abgang bringt er Spitzenleistungen bei moderatem Verbrauch. Der Kaufpreis hält sich im Verhältnis in Grenzen, der 6-Zylinder auf Nutzen der nichtanfaelligen Lebensdauer begründet bei sehr hoher – ausser in Gebirgen bei ständigen Fernfahrten fragliche Notwendigkeit – PS-Leistung.
    Audis sind solide, keine Blender.
    Ja, aus gutem Grund habe ich neben englischen, deutsche Partner, französische, aerikanische, bayern: den 3. Audi 80/A4, und der zusaetzliche A3 ist fast da.
    Sucher: Jede Marke hat kleine und subjektive „Vorteile“ in der Optik, oder wenn es nur ab dem R4 bis Heute: Die leichtfuessige, durchdringende, typische schnell nutzbare Hupe ist z .B.!

    Für den Alltag muss ein Auto zuverlässig laufen, lange möglichst
    wekstattfrei halten Verschleissteile uebliche Dauer ueberstehen.
    Reparaturen/KD bezahlbar bleiben.

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