Dorothea Joos
27.07.2015
Audi Sommerkonzerte
Der perfekte Klang

Für das Audi Klassik Open Air am Wochenende suchte Autorin Dorothea Joos nach dem perfekten Sitzplatz. Dafür hat sie sich mit einem Audi-Soundtechniker getroffen. Neben Tipps zur Platzwahl hat sie alles zum neuen 3D-Klang im Audi Q7 erfahren.

Sounds good

Drei Stufen gibt es für den neuen 3D Sound

 

Wer mit Michael Wisniewski im Auto sitzt, möchte am liebsten die Augen schließen und einfach nur lauschen. Wenn der Audi-Soundtechniker seine Playlist abspielt und dabei verschiedene Einstellung im Entertainmentsystem verändert, hört man den feinen Unterschied. Denn wenn Paul Potts dann „Nessun Dorma“ singt, ist es als würden wir nicht hier im Audi Q7, sondern direkt im Konzertsaal sitzen. Das ist der 3D-Klang.

Audi Sommerkonzerte mit 3D-Klang

Michael Wisniewski hat ihn gemeinsam mit seinen Kollegen entwickelt. Die Technologie, die zur Zeit Einzug in Kinos und Wohnzimmer hält, bietet auch der neue Audi Q7. Mit dem 3D-Klang wirkt die Musik, als wären wir live dabei. „Das entsteht durch die Raumwirkung“, erklärt Wisniewski. Wenn jemand auf einer Bühne singt, reflektieren Boden, Decke und Wände den Schall in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Das erzeugt das Raumgefühl. Normalerweise wird der Klang von allen Lautsprechern zur gleichen Zeit wiedergegeben.

Das neue Soundsystem im Audi Q7 hingegen berechnet die Steuersignale so, dass der Klang von den unterschiedlichen Lautsprechern leicht verzögert wiedergegeben wird – eben genau so wie Decken oder Wände bei einem Live-Konzert den Schall leicht verzögert zum Zuhörer zurückwerfen.

Sounds good

Im reflektionsarmen Raum: Die Spitzen aus Schaumstoff absorbieren den Schall und machen den Raum zu einem perfekten Testlabor für den Klang von Lautsprechern

 

Dafür zerlegt die Software die Daten einer Aufnahme in ihre räumlichen Bestandteile und setzt die Schallanteile neu zusammen. Daraus ergibt sich dann das Klangbild, das dem ursprünglichen Aufnahmeraum entspricht. „Dabei spielt es keine Rolle, in welchem Datenformat das Tonsignal aufgenommen wurde, ob in Mono, Stereo oder 5.1 Surround Sound“, sagt Wisniewski.

Für Audi Sommerkonzerte stundenlang Musik hören

Die Entwicklung des 3D-Klangs war Arbeit im Millisekundenbereich. Wisniewski und seine Kollegen mussten die Lautsprecher exakt aufeinander abstimmen. „Da höre ich dann auch mal bis zu sechs Stunden am Tag Musik“, sagt der Diplom-Ingenieur. Seine Lieblingsmusik? Gerade sind es Stücke von Ed Sheeran oder Nils Lofgren. „Für Klangtests brauche ich Musik, die ich gut kenne. Nur so höre ich die Unterschiede“, sagt Wisniewski. Außerdem hört er sich die Stücke auf einer Referenzanlage an, um die Unterschiede zum Soundsystem im Auto später besser herauszuhören. Zusätzlich verfügt das Soundlabor von Audi über einen reflektionsarmen Raum. Hier testen Wisniewski und seine Kollegen fernab von den alltäglichen Störgeräuschen den Klang einzelner Lautsprecher.

Nach der Führung durch das Soundlabor setzen wir uns wieder in den Audi Q7. Zieleingabe: Klenzepark, Ingolstadt. Denn eigentlich will mir Michael Wisniewski noch ein Geheimnis verraten. Am Abend findet im Park das Klassik Open Air statt. Das Veranstaltungsgelände ist riesig. Aber wo auf der fast 20 Hektar großen Fläche sollte man sitzen, um das beste Klangerlebnis zu haben?

Sounds good

Die Audi Bläserphilharmonie spielte die Highlights aus 25 Jahren Audi Sommerkonzerte

 

Wer könnte das besser wissen, als ein Soundtechniker. Als wir angekommen sind, geht Michael Wisniewski zielstrebig auf die Konzertmuschel zu. Ungefähr 50 Meter davon entfernt bleibt er stehen. „Von hier aus hat man nicht nur eine gute Sicht. Man hört auch noch den Schall sehr gut, der von der Muschel reflektiert wird.“ Diesen Platz reserviere ich schon mal mit meiner Picknickdecke.

Am Abend genieße ich gemeinsam mit 15.000 anderen Besuchern die Highlights aus 25 Jahren Audi Sommerkonzerte. Und wieder lausche ich „Nessun Dorma“. Diesmal allerdings gespielt von der Audi Bläserphilharmonie unter der Leitung von Christian Lombardi. Auch moderne Stücke wie „Das Dschungelbuch“ sind Teil des Programms und begeistern das bunt gemischte Publikum. Das Highlight ist wie immer das große Feuerwerk untermalt von „Music was my first love“.


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