Tina Steck
07.09.2015
Audi A4
A4er-Team

Bereits die dritte Generation der Familie Scheidweiler arbeitet an den B-Modellen der Vier Ringe. In den vergangenen Jahrzehnten haben sie acht Generationen des Audi A4 gebaut – und die Geschichte geht weiter. Jetzt begrüßen sie den „Neuen“.

A 4er-Team

Die Scheidweilers arbeiten schon seit Generationen bei Audi – jetzt konnten sie den „Neuen“ begrüßen.

 

Der Countdown läuft, Nebel steigt auf, dann öffnet sich die Tür – und der Star fährt vor: Schon Wochen bevor das neue Modell der Weltöffentlichkeit präsentiert wird, lernen Audi-Mitarbeiter aus der Ingolstädter Produktion „ihr“ Auto im Rahmen einer Anlaufveranstaltung kennen. In der ersten Reihe, ganz nah an der Bühne, sitzen Michael, Stefan, Günter und Engelbert Scheidweiler. Sie sind gespannt auf den nächsten Audi A4 – das Auto, das seit Jahrzehnten das Berufsleben der Familie prägt.

Die Scheidweilers arbeiten schon seit Generationen bei Audi. Uropa Josef, Werksausweisnummer 48, hatte einst die Familientradition begründet. Opa Engelbert, Jahrgang 1938 und seit 15 Jahren in Rente, werkelte sogar am allerersten Audi 80, dem B1, mit. Seine beiden Söhne Michael (46) und Günter (49) folgten ihm nach zu den Vier Ringen. „Für mich war immer klar, dass ich zu Audi will“, sagt Michael Scheidweiler, Presswerker mit Leib und Seele. „Mein Papa, zwei Onkel, zwei Tanten und sogar meine Oma haben hier gearbeitet. Mittlerweile sind selbst viele unserer Kinder Audianer.“

Der A4 schreibt Familiengeschichte

Fast alle von ihnen waren und sind eng mit dem Audi A4 und seinen Vorgängern verbunden – beruflich und privat. Der B2, ein echtes Kind der Achtziger, hat eine ganz besondere Familiengeschichte geschrieben. „Mein erstes Auto war ein gelber B2“, erinnert sich Michael Scheidweiler. „Den hab ich gemeinsam mit meinem Vater und mit meinem Bruder Günter in wochenlanger Arbeit hergerichtet. Wir haben ihn abgeschliffen, Maraschinorot lackiert, tiefergelegt, mit breiteren Reifen und Ledersitzen ausgestattet.“ Er selbst hat sogar noch einen quattro-Schriftzug an den Kühlergrill geklebt – und ist mit seiner Ehefrau auf Hochzeitsreise in die Alpen gefahren. Das war 1990, kurz nach der Wende. In Mittenwald ertappte er einen ostdeutschen Urlauber dabei, wie sich dieser auf einem Parkplatz unter den Audi legte, um endlich mal einen echten quattro-Antrieb in Augenschein zu nehmen. „Dass da zwar quattro drauf stand, aber keiner drin war, musste ich dem guten Mann dann beichten“, schmunzelt Michael Scheidweiler. „Aber für mich ist der B2 eine coole Kiste geblieben!“

A 4er-Team

Michael Scheidweiler (46) prüft im Lichttunnel im Presswerk die Oberfläche einer Tür des neuen Audi A4.

 

Günter Scheidweilers erstes Auto war ebenfalls ein B2. Später hat er dann viele Jahre einen A4 geleast. „Da war genügend Platz für unsere drei Kinder“, sagt der Ingolstädter, seit 24 Jahren im Karosseriebau A4/A5/Q5 tätig. Mittlerweile ist auch Tochter Melanie im Unternehmen, sie arbeitet in der Montage A4/A5/Q5 – wie der Vater in der Dauernachtschicht.

Vieles hat sich verändert – der Qualitätsanspruch ist immer geblieben

Den Wandel in der Produktion haben die Scheidweilers hautnah miterlebt. Automatisierung und Hightech haben in den vergangenen 20 Jahren viele Handgriffe überflüssig gemacht. „Was aber immer gleich blieb, ist der hohe Qualitätsanspruch an unsere Autos“, sagt Michael Scheidweiler. Im Presswerk werden seit einigen Monaten die Türen für den B9 gepresst. Früher hat er die fertigen Teile an seinen Vater Engelbert im Karosseriebau „verkauft“, der war als Meister für die Qualität verantwortlich. Heute bekommt der 46-Jährige die Werkzeuge, die die Außenhaut des neuen A4 in Form bringen, von seinem Sohn Stefan, dem Werkzeugbauer. Da gibt es natürlich immer mal wieder Anlass für die eine oder andere Neckerei.

Der Audi 80 hat sich vom „Opa-Auto“ in vielen Generationen zum coolen Technik-Vorreiter entwickelt. Wird der jüngste Spross B9 die Erfolgsgeschichte weiterschreiben? Diese Frage stellen sich auch die Scheidweilers beim Anlaufevent. Die Bauteile kennen sie schon, in voller Schönheit sehen sie den „Neuen“ nun endlich auf der Bühne. Kritische Blicke, Opa Engelbert nimmt gleich die Spaltmaße in Augenschein. Die vier geraten ins Fachsimpeln – und sind sich einig: „Der passt, der wird in die Familie aufgenommen!“

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A4 3.0 TDI Quattro:
Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 5,2-4,9**;
CO2-Emission kombiniert in g/km: 137-129**//www.audi.de/DAT-Hinweis.

**Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen sowie Effizienzklassen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz.


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