07.12.2015
Horch 850 Pullman-Cabriolet
Die Nobelkarosse der Auto Union

Dieses Auto kostete so viel wie ein Einfamilienhaus: Das Horch 850 Pullman-Cabriolet. Es war zwar eines der luxuriösesten Automobile in den 1930er Jahren, doch ihre Besitzer fuhren selten selbst.

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Schwarz und Silber. Diese beiden Corporate-Identity-Farben standen in den 1930er Jahren für die Premium-Automobile von Horch, die Luxusmarke der Auto Union. Heute stünde Horch mit einer Marke wie Bugatti auf einer Stufe. Und das Horch 850 Pullman-Cabriolet müsste sich mit Modellen wie dem Bugatti Veyron 16.4 Grand Sport messen.

Natürlich könnte der Horch mit seinen 100 PS dem Bugatti, der in seiner stärksten Version über bis zu 1200 PS verfügt, heute nicht die Stirn bieten. Allerdings liegen zwischen den Entwicklungszeiträumen der beiden Autos auch knapp 75 Jahre – in der Automobilentwicklung sind das Welten.

Horch 850 Pullman-Cabrio

Das Horch 850 Pullmann-Cabriolet war eine absolute Nobelkarosse – ähnlich wie ein Bugatti Veyron heute.

 

Das Horch 850 Pullman-Cabriolet wie auch die Ausführungen als Pullman-Limousine galten damals als gesellschaftlicher Spiegel ihrer Zeit: Fabrikanten, Bankdirektoren und Großindustrielle bildeten das vermögende Klientel des Luxusautomobils. Der Kaufpreis von 16.650 Reichsmark, in Sonderausführung gar 20.500 Reichsmark, entsprach nicht selten dem Gegenwert eines Einfamilienhauses. Heute existieren weltweit noch schätzungsweise 30 bis 40 Horch Achtzylinder in Pullman-Ausführung (Cabriolet und Limousine). Zwischen 1935 und 1940 wurden insgesamt 1.186 dieser Luxus-Automobile in Zwickau gebaut.

Seit die Horch Werke im Herbst 1926 den ersten deutschen Serien-Achtzylinderwagen vorgestellt hatten, gehörten die großen und repräsentativen Pullman-Ausführungen zum Standardprogramm des Zwickauer Unternehmens. Benannt war dieses Modell übrigens nach dem US-amerikanischen Eisenbahnbaron George Mortimer Pullman. Seine luxuriösen Salonwagen erlangten über die Grenzen der USA hinaus Bekanntheit, genau wie das Horch 850 Pullman-Cabriolet später auch.

Die Pullman-Karosserien boten nicht nur hohen Ausstattungsluxus, sondern auch eine strikte Separation zwischen Chauffeur und Fahrgästen. Eine Trennwand mit verschiebbaren Glasscheiben hinter dem Fahrersitz sorgte für eine vornehm diskrete Atmosphäre im Fahrgastraum. Der Luxus im Horch zeigte sich besonders in Größe, Auswahl der Materialien, Verarbeitungsqualität und dem starken Motor. Der Reihen-Achtzylinder lässt noch heute die Herzen von Automobilfans höher schlagen.


3 Antworten auf Die Nobelkarosse der Auto Union

  1. joan sanmartin 07.12.2015 um 12:24 #

    son muy bonitos estos coches antiguos ami me encantan
    Übersetzung: Diese historischen Autos sind sehr schön, gefallen mir wirklich gut.

    • Stephanie Huber 07.12.2015 um 12:31 #

      Dear Joan,

      we’re happy to hear that you like the Audi heritage cars. We’ll present more of them until Christmas Eve. So just follow up the Audi Blog and you’ll see a new heritage car every day.

      Best,

      Stephanie from Audi online communications

  2. Florian Wickert 10.12.2015 um 13:15 #

    Das Horch 850 Pullman-Cabriolet und die Horch 850 Pullman-Limousine sind interessante Fahrzeugkonzepte der 1930er Jahre. Die Namensfindung „Pullman“, benannt nach den luxuriösen Salonwagen des US-amerikanischen Eisenbahnbarons George Mortimer Pullman, ist nachvollziehbar, scheint zeitlos und findet sich in der Namensgebung in den 2010er Jahren wieder.

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