Julian Fritsch
10.12.2015
Audi 200 quattro TransAm
Siegesfahrt in den USA

Mit quattro gegen Muscle-Cars. 1988 wechselt Audi auf die Rundstrecke und tritt mit dem Audi 200 quattro TransAm in der traditionsreichsten Rennserie der USA an.

Audi Adventskalender 2015

Fünf Zylinder, 550 PS und ein Sound wie ein Düsenjet. Der Audi 200 quattro TransAm begeistert sofort. Das hochemotionale Rennauto besticht aber nicht nur durch seinen einzigartigen Klang und bulligen Look, sondern auch durch seine ganz besondere Geschichte.
Nach den großen Erfolgen in der Rallyeweltmeisterschaft Mitte der 1980er Jahre, treten die Ingolstädter 1988 mit dem ersten eigenen Werkrennwagen seit den Auto Union-Silberpfeilen der 1930er Jahre wieder auf der Rundstrecke an.

Die TransAM

Die TransAm ist die älteste und traditionsreichste Automobilmeisterschaft in den USA. Sie wurde 1966 ins Leben gerufen und zeichnet sich im Vergleich zu den europäischen Serien durch sehr liberale Normen aus. Die Autos der Serie müssen lediglich einer Fahrzeugkontur entsprechen, die am Längsschnitt gemessen wird. Abgesehen davon haben die Ingenieuren große Freiräume.

Gleich im zweiten Rennen 1988 auf dem Fair Park Street Circuit von Dallas siegt der Audi 200 quattro TransAm nach rund 169 Rennkilometern.

Gleich im zweiten Rennen 1988 auf dem Fair Park Street Circuit von Dallas siegt der Audi 200 quattro TransAm nach rund 169 Rennkilometern.

 

In Rekordzeit zum Rennauto

Audi trifft die Entscheidung für die Einsätze auf amerikanischen Boden relativ spät. Dadurch bleiben nur wenige Monate, um ein renntaugliches Auto zu entwickeln. In Rekordzeit entsteht deshalb auf Basis des Audi 200 quattro ein Rennfahrzeug mit zunächst 510 PS aus dem im Rallyeeinsatz bewährten Fünfzylinder-Turbomotor. Die Leistung wächst im Laufe der Saison sogar auf 550 PS. Das Besondere am Audi 200 quattro TransAm: Es ist das erste Rennauto mit Allradantrieb, das in der Geschichte der TransAm-Meisterschaft an den Start geht.

Und auch in Amerika setzt sich der Triumph von quattro fort. Gleich im zweiten Rennen am 1.Mai 1988 auf dem Fair Park Street Circuit von Dallas siegt der Audi 200 quattro TransAm nach rund 169 Rennkilometern. Am Steuer der US-Amerikaner Hurley Haywood und seine deutschen Teamkollegen Walter Röhrl und Hans-Joachim Stuck.

Der Rest der Saison ist eine einzige Siegesfahrt. Von 13 Rennen gewinnt Audi acht. Bereits vor dem letzten Rennen und Finalsieg in Saint Petersburg, Florida, entscheidet Audi den Markentitel mit 29 Punkten Vorsprung vor Chevrolet für sich. Hurley Haywood triumphiert zudem ebenfalls im ersten Anlauf in der Fahrermeisterschaft – 152 Punkte fährt der Rekordsieger des 24-Stunden-Rennens von Daytona (fünf Siege) ein, elf mehr als sein ärgster Konkurrent und Landsmann Irv Hoerr im Oldsmobile Cutlass.


Eine Antwort auf Siegesfahrt in den USA

  1. joan sanmartin 11.12.2015 um 00:20 #

    q buen coche de circuitos en su momento pero siempre gracias ala tracción quatro
    Übersetzung: Was für ein schönes Auto für die Rundstrecke zu dieser Zeit – und wieder einmal dank des quattro-Antriebs

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