Lisa Foerst
03.03.2016
Ungleiches Duell
Audi-SUV gegen Düsenjet

Audi SQ7 TDI gegen Alpha Jet, 10.600 PS gegen 435 PS. Zwei ungleiche Gegner in einem Duell der besonderen Art. Noch nie ist ein Premium-SUV gegen einen Düsenjäger angetreten. Blog-Autorin Lisa Först war beim Filmdreh dieser Premiere dabei und hat mitgefiebert, wer den 300-Meter-Sprint für sich behauptet.

Audi SQ7 gegen Alpha Jet

Der Audi SQ7 und der Alpha Jet sind bereit zum Start.

 

Es ist kurz vor Mitternacht, ich stehe an der Startbahn des Flughafens Maribor in Slowenien. In meinen Ohren dröhnt es, es riecht nach Kerosin. Keine 20 Meter vor mir steht ein Alpha Jet mit laufenden Turbinen – bereit zum Start. Um mich herum: Kameramänner, Producer, Redakteure, Ingenieure, Techniker. Ein Team aus 90 Menschen. Ein Meer aus Scheinwerfern und Kameras, eine davon befestigt an einem 15 Meter hohen Kran über dem Rollfeld.

Audi SQ7 mit 435 PS

Und auch die Audi Ingenieure im Tower des Flughafens warten nur auf den Start des Duells. Gemeinsam zählen sie den Countdown: „Drei! Zwei! Eins!“ Dann das Startsignal: Der Alpha Jet donnert los, mit ohrenbetäubendem Lärm. Im gleichen Moment schießt nur wenige Meter neben ihm sein ungleicher Gegner an ihm vorbei. Es ist der neue SQ7 TDI, der hier heute Nacht gegen den Alpha Jet antritt. Unter der Haube 435 PS, am Steuer DTM- und Le Mans-Sieger Mike Rockenfeller. Mit durchgedrücktem Gaspedal jagt Rockenfeller den SQ7 in Florettsilber über das Rollfeld.

Vor allem am Start gewinnt der Audi SQ7 einen Vorsprung.

Vor allem am Start gewinnt der Audi SQ7 einen großen Vorsprung.

 

Noch liegt das SUV klar vorne, doch der Alpha Jet holt auf. Immer schneller rasen der Audi SQ7 und der Alpha Jet auf der von Lichtern gesäumten Startbahn ins Dunkel. Kurz vor der 300 Meter-Marke liegt der Düsenjet nur noch wenige Meter hinter dem SQ7. Dann hat der Erste die Ziellinie durchbrochen. Mit bloßem Auge ist der Gewinner für mich kaum auszumachen. War der SQ7 wirklich schneller?

Im selben Augenblick laufen die Techniker und Ingenieure klatschend auf die Startbahn. Der Audi SQ7 hat gewonnen! Seine Zeit: 11 Sekunden! 0,4 Sekunden schneller als der Alpha Jet. Während der in die Dunkelheit abhebt, fährt Rockenfeller zurück zu seinem jubelnden Team. Der DTM-Champion kann selbst kaum glauben, dass er den Düsenjet geschlagen hat: „Das war echt der Wahnsinn!“

 

Mich interessiert natürlich: Wie sind die beiden Piloten das Duell angegangen? Für den Alpha Jet-Piloten Philipp Haidbauer war klar: „Ich mache einen ganz normalen Start wie er im Buche steht.“ Der Alpha Jet, der hier nach etwa 300 Metern mit 220 km/h abhebt, erreicht im Flug eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 1.000 km/h. Aus seinen Turbinen holt der Subsonic Fighter Jet dann umgerechnet etwa 10.600 PS. Da der Düsenjet diese Maximalleistung erst in der Luft abrufen kann, liegt die Chance des SUV im Sprint auf den Metern bis zum Abheben. „Um den Alpha Jet zu schlagen, musste ich einen starken Start hinlegen“, sagt Mike Rockenfeller. „Das heißt: Automatikgetriebe in den Sportmodus und dann pedal to the metal!“

Der EAV sorgt für überwältigende Sprint-Performance

Auch die Ingenieure im Tower sind begeistert vom Sieg des Audi. „Das Rennen war echt knapp, aber auf den EAV ist vom Start weg einfach Verlass“, sagt Stefan Lorenz, der technische Projektleiter des Motors. EAV steht für den elektrisch angetriebenen Verdichter, der im Audi SQ7 TDI erstmals in Serie geht. Er unterstützt die beiden konventionellen Abgasturbolader bei niedrigen Drehzahlen und stellt so das spontane Ansprechverhalten und kraftvolle Sprints sicher. „Mit dem EAV ist das Turboloch Geschichte. Die Sprint-Performance auf freier Fahrbahn ist schlichtweg überwältigend!“, sagt Lorenz.

Fahrt aufgenommen: der Alpha Jet kurz vorm Abheben.

 

In nur 4,8 Sekunden knackt der Audi SQ7 so die 100 km/h-Marke. Möglich macht diese für ein SUV überwältigende Leistung außerdem das 48-Volt-Teilbordnetz, das im SQ7 erstmals serienmäßig verbaut ist und das herkömmliche Zwölf-Volt-Bordnetz entlastet. „Dank EAV, der aus dem 48-Volt-Teilbordnetz gespeist wird, konnte der Audi SQ7 das Duell für sich behaupten. Damit ist er wohl das erste SUV, das solch eine Challenge angenommen hat“, sagt Lorenz. Denn einem Sprint gegen einen Düsenjet haben sich bisher nur Sportwagen gestellt. Doch seit dem Rennen am Flughafen in Maribor ist klar: SUV müssen dieses Duell um Sportlichkeit nicht scheuen. Zumindest, wenn sie Audi SQ7 heißen.

Wie sich der Audi SQ7 TDI im Duell mit dem Alpha Jet schlägt, sehen Sie auch im Video:

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Audi SQ7 TDI:

Kraftstoffverbrauch kombiniert: 7,2 l/100km / CO2-Emission kombiniert: 189 g/km; Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis



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