Benedikt Still
23.05.2016
Audi 200 quattro “Exklusiv”
Im Dienste ihrer Majestät: der Bond-Audi

James Bond und Audi: Diese Geschichte begann 1987. Mit gleich zwei Audi 200 quattro Exklusiv – als Limousine und Avant – versuchte Bond im Film „Hauch des Todes“ die Welt vor dem Bösen zu retten. Audi Blog-Autor Benedikt Still begab sich auf Spurensuche, wie exklusiv die damals aufgelegte „Exklusiv-Serie“ wirklich war.

Der James Bond-Audi

Der Audi 200 quattro war eine agentenerprobte Power-Limousine.

 

„Tod den Spionen“ heißt das finstere Projekt, mit dem der KGB versucht, die Doppel-Null-Abteilung des britischen Geheimdienstes auszulöschen. Nachdem eine Übung des MI6 auf Gibraltar sabotiert wurde und zwei Agenten sterben, begibt sich James Bond (Timothy Dalton) in Bratislava auf die Suche nach den Drahtziehern. Der vermeintlich übergelaufene KGB-Agent Koskov will den Briten helfen, wenn sie ihm die Flucht in den Westen ermöglichen. Bond gelingt es, den russischen Überläufer mit seinem neuen Dienstwagen, einem Audi 200 quattro Exklusiv, aus der Stadt zu bringen.

James Bond vertraut auf den Audi 200 Avant

Mit der damals schnellsten Serienlimousine fahren Bond und Koskov zu einem düsteren Industriekomplex außerhalb von Bratislava. Von dort flieht Koskov spektakulär in einer Gaspipeline nach Österreich. Obwohl Bonds Audi über keine spezielle Agentenausstattung verfügt, überlebt der Wagen den Einsatz unbeschadet. Der gerettete Koskov informiert den britischen Geheimdienst über die angeblichen Hintermänner des Mordkomplotts und lockt James Bond nach Afghanistan. In Tanger vertraut 007 auf die Dienste eines Audi 200 Avant und liefert sich mit KBG-General Puschkin eine Verfolgungsjagd durch die marokkanische Stadt. Doch Bond wäre nicht Bond, wenn er am Ende nicht nur die Welt, sondern auch noch sein Bond-Girl retten würde.

Der James Bond-Audi

Eine Szene aus dem Film: James Bond biegt im Audi 200 um die Kurve.

 

Aber nicht nur im „Hauch des Todes“ sorgte der Audi 200 quattro für Furore. Auch außerhalb der Kinos war das Auto ein Star. Die damals herausragende Aerodynamik (cw-Wert 0,32), das relativ geringe Leergewicht von 1.410 Kilogramm und der 182 PS starke Fünfzylinder-Turbomotor machten aus dem Audi 200 quattro eine der schnellsten Serienlimousinen ihrer Zeit. Die Kombination von Allradantrieb und Turbomotor war ein absolutes Alleinstellungsmerkmal – selbst in der automobilen Oberklasse. Ebenso wie die vollverzinkte Karosserie, auf die Audi zehn Jahre Gewährleistung gegen Durchrostung garantierte.

Audi 200 quattro: Eintritt in die Oberklasse

Die umfangreiche Ausstattung des Exklusiv-Modells beeindruckt damals wie heute: Elektrisch verstellbare Sitze, Sitzheizung vorne und hinten, elektronische Klimaanlage, elektrisch beheizte und einstellbare Außenspiegel und ein elektrisches Schiebedach. Ende der 1980er Jahren war das Luxus pur. Applikationen aus Zebranoholz und Leder unterstrichen die luxuriösen Ansprüche auch im Innenraum.

 

Mit dem 200 verfolgte Audi das ambitionierte Ziel, in das von Mercedes-Benz und BMW dominierte Oberklassesegment einzudringen und den Wettbewerbern Marktanteile streitig zu machen. Zur Überraschung vieler Fachleute ging der Plan auf. Dynamisches Design, kraftvolle Turbomotoren und Allradantrieb überzeugten viele Kunden.

Exklusiv-Serie war wirklich exklusiv

Der Audi 200 quattro Exklusiv war aber nicht nur eine agentenerprobte Power-Limousine. Auch optisch hob sich das Sondermodell vom Serienumfang des konventionellen Audi 200 ab. Ausgestellte Radhäuser, tiefergelegte Karosserie und dreiteilige BBS-Felgen machten das Exklusiv-Modell auf den ersten Blick unverkennbar. Was kaum jemand weiß: Die verbreiterten Radhäuser wurden von einer Karosseriebauwerkstatt aus Neustadt an der Donau in aufwändiger Handarbeit gefertigt. Einer von vielen Gründen, warum das bis zur Einführung des Audi V8 teuerste in Serie gebaute Audi-Modell die Bezeichnung „Exklusiv“ wahrlich verdient hatte.


3 Antworten auf Im Dienste ihrer Majestät: der Bond-Audi

  1. Andreas Pott 12.05.2017 um 11:22 #

    Sehr geehrter Herr Still,

    mit großem Interesse habe ich Ihren Blog Beitrag hier gelesen.

    Ich bin der Vorsitzende des James Bond Club Deutschland e.V. . Die Verbindung zwischen Audi und James Bond ist von hohem Interesse für mich. Zum Thema hatte ich vor einiger Zeit (aber vor Ihrem Beitrag) bereits Kontakt aufgenommen zu Ihrer Presseabteilung. Das ist aber wieder „eingeschlafen“, leider.

    Der Film „Der Hauch des Todes“ feiert in diesem Jahr sein 30. Jubiläum. Daher sind wir immer auf der Suche nach interessanten „Nicht Allerwelts Themen“ rund um James Bond passend zu solchen Jubilän für unser Clubmagazin „gunbarrel“.

    Das Thema Audi und Bond (im Film ist ja noch ein weiterer Audi) ist so eines. Gerne würde ich dazu mit Ihnen in Kontakt kommen, Sie ggf. auch als Autor für einen entsprechenden Magazin-Artikel gewinnen.

    Ich würde mich sehr freuen.

    Mit besten Grüßen,

    Andreas Pott
    JBCD e.V.

    • Stephanie Huber 12.05.2017 um 16:18 #

      Hallo Herr Pott,

      vielen lieben Dank für Ihr großes Interesse. Das ist für uns natürlich schön zu hören 🙂 Melden Sie sich doch gerne telefonisch bei mir: Dann können wir besprechen, wie wir Sie bei Ihrem Magazin-Artikel am besten unterstützen können.

      Herzliche Grüße aus der Social Media-Redaktion,

      Stephanie Huber (Tel.: 0841 8947021)

      • Andreas Pott 18.05.2017 um 16:20 #

        Liebe Frau Huber,

        leider habe ich Ihren Beitrag erst heute wahrgenommen (gibt wohl keine „Alert“ Funktion.

        Ich melde mich gerne in der kommenden Woche bei Ihnen.

        Mit besten Grüßen,

        Andreas Pott

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