26.05.2016
Rally Maya
Oldtimer-Rallye: Mexiko, Mayas und Motoren

Sechs Oldtimer aus der Audi-Sammlung sind das erste Mal in Mexiko unterwegs – auf der Rally Maya. Vom Start in Mérida legen sie fünf Etappen auf der Halbinsel Yucatán zurück und sammeln dabei knapp 1.200 Kilometer auf ihren Tachos. Einer der Teilnehmer der Rallye schildert seine Eindrücke: der Audi 60 L.

Rally Maya

Der Audi 60 L auf der Rally Maya. Er ist das erste Modell mit dem Namen Audi, 1972 gebaut, 55 PS stark und mit einer Höchstgeschwindigkeit von etwa 140 km/h.

 

Gleich geht’s los, meine erste große Reise steht bevor. Zusammen mit meiner Familie laden mich die Mitarbeiter der Audi Tradition in Ingolstadt auf einen Transporter und bringen uns bis an die Nordsee. Mit dabei sind der Audi Front 225 (Baujahr 1937), der DKW F93 (Baujahr 1958), der Audi 80 (Baujahr 1972), der Audi quattro (Baujahr 1982) und der Audi quattro 20 V (Baujahr 1991). In Bremerhaven heißt es runter vom Transporter und rauf aufs Schiff. Nun beginnt die Fahrt quer über den Atlantischen Ozean.

Knapp 9.000 Kilometer und zehn Tage später kommen wir am Ziel an: im mexikanischen Hafen von Veracruz. Endlich, denn dieses Rumstehen ist auf Dauer nichts für mich. Denn ich bin ein Audi 60 L – das erste Modell mit dem Namen Audi, 1972 gebaut, 55 PS stark, Höchstgeschwindigkeit rund 140 km/h.

Startpunkt für den Audi 60 L: Mérida

Als ich im Hafen wieder festen Boden unter den Reifen habe, will ich mit meinem Vierzylinder durchstarten. Das erste Ziel ist Mérida, hier startet die Rally Maya. Die Oldtimer-Ausfahrt findet dieses Jahr zum dritten Mal statt.

 

In Mérida angekommen, mische ich mich unter die anderen 100 Oldtimer der Marken Volkswagen, Mustang, Mercedes, Plymouth und Jaguar, um nur ein paar zu nennen. Die ältesten Teilnehmer sind bereits 1915 vom Band gefahren, die jüngeren sind in meinem Alter.

In einem langen Tross verlassen wir Mérida, das „Tor zur Welt der Maya“. Den ersten Stopp machen wir nach knapp 25 Kilometern bei den Maya-Ruinen von Dzibilchaltún. Dort stehen noch etwa 8.000 Überreste von Gebäuden der Mayas. Das macht sie zu einer der größten noch erhaltenen Städte dieser Hochkultur.

Rally Maya

Direkt von der Ziellinie aus hatte ich den besten Ausblick auf die Maya-Sternwarte in Chichén Itzá.

 

Doch Mexiko bietet noch viel mehr als Dzibilchaltún wie ich auf meiner Fahrt Richtung Süden sehe. Das Meer strahlt türkisblau und Palmen säumen die Straßen, wie man es nur von Postkarten kennt. Dann machen wir uns auf zum Weltkulturerbe der UNESCO, nach Chichén Itzá.

 

Dabei begleitet uns jeden Tag eine ziemliche Hitze: Durchschnittlich sind es 40 Grad. Das sind meine alten Bleche gar nicht gewöhnt, aber ich verkrafte es erstaunlich gut. Meine Konstrukteure haben schon damals hohen Wert auf die Qualität meiner Karosse gelegt. Eben echt Premium. Für die Fahrer auf der Rallye sind die Temperaturen nicht ganz so leicht auszuhalten, schließlich haben viele von uns noch keine Klimaanlage.

Der Audi 60 L: der Rockstar der Rally Maya

Dem Ziel Playa del Carmen fahren wir in Küstennähe entgegen und legen in Tulum nochmal einen Stopp ein. Diese Maya-Stadt liegt direkt am Meer. Was für ein Ausblick! Solche Strände habe ich noch nie zuvor gesehen. Und direkt daneben die beeindruckenden Ruinen der Mayas, daran könnte ich mich wirklich gewöhnen.

Rally Maya

Egal wo der Audi 60 L vorbeikommt, die Mexikaner jubeln ihm zu.

 

Woran ich mich auch gewöhnen könnte, sind die Menschen: Denn egal an welchem Ort wir unterwegs sind, alle jubeln mir zu und wollen ein Foto mit mir machen. Ich fühle mich wie ein Rockstar. Ich glaube, die Leute hier und ich passen gut zusammen. Das ist gut, denn noch in diesem Jahr soll im ersten nordamerikanischen Audi-Werk im mexikanischen San José Chiapa der Audi Q5 vom Band fahren. Da fahre ich mit meiner Familie morgen hin. Also, hasta mañana San José Chiapa!

Weitere Informationen und Impressionen finden Sie im Video zur Rally Maya auf Deutsch, unter den Hashtags #AskJavier, #AudiTradiciónMx und #RallyMaya auf Spanisch.


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