Lisa Feldmann
26.09.2016
Interieur-Konzeptfahrzeug
Bonnie on tour

Im Audi Interieur-Konzeptfahrzeug Bonnie kann der Fahrer mit einer App die Innenraumbeleuchtung zum Beispiel an die Nagellack-Farbe anpassen und durch Trommeln auf das Lenkrad eigene Schlagzeugsounds erzeugen. Blog-Autorin Lisa Feldmann hat die neuen Innenraum-Ideen auf ihre Alltagstauglichkeit getestet.

Dieter Kraft, Projektleiter des Interieur-Konzeptfahrzeugs Bonnie, und Blog Autorin Lisa Feldmann auf Spritztour mit Bonnie.

Dieter Kraft, Projektleiter des Interieur-Konzeptfahrzeugs Bonnie, und Blog Autorin Lisa Feldmann auf Spritztour mit Bonnie.

 

Das ist Bonnie: Ein Audi Interieur-Konzeptfahrzeug. Der Name weckt in mir direkt die Assoziation mit dem weltbekannten Gangsterpärchen Bonnie und Clyde. So gefährlich ist Bonnie natürlich nicht. Aber verdient hat der Audi A1 diesen Namen trotzdem, weil er dank einiger außergewöhnlicher Features jung, anders und vielleicht sogar ein wenig rebellisch wirkt. Welche Features das sind, teste ich bei meiner Spritztour mit Bonnie durch Ingolstadt. Auf dem Beifahrersitz mit dabei habe ich den Projektleiter von Bonnie, Dieter Kraft.

Spritzig und jung: Bonnie ist für jeden Fahrspaß zu haben.

Spritzig und jung: Bonnie ist für jeden Fahrspaß zu haben.

 

Kaum sind wir losgefahren, muss ich schon meine erste Frage loswerden: Was ist eigentlich ein Interieur-Konzeptfahrzeug? „Das Konzeptfahrzeug Bonnie zeigt neue Funktionen, die wir uns gut für den Innenraum des Nachfolgemodells des Audi A1 vorstellen könnten. Es sind aber aktuell noch Visionen. Wir haben sie in diesem Auto umgesetzt, um sie erlebbar zu machen und besser bewerten zu können“, erklärt Dieter Kraft. Bei den Ideen spielte vor allem eine Rolle, was die Generation Y begeistern könnte. Und das mit einem starken Fokus auf das Interieur. Denn: „Vor allem im Hinblick auf das pilotierte Fahren wird das Auto in Zukunft immer mehr zum Lebens- und Erlebnisraum.“

Bonnie ist mit ihren besonderen Features ganz klar ein Traum-Auto für Frauen.

Bonnie ist mit ihren besonderen Features ganz klar ein Traum-Auto für Frauen.

 

Noch bevor ich nur einen Meter mit meiner neuen Weggefährtin Bonnie gefahren bin, habe ich mich direkt in sie verguckt. Von außen wirkt sie zwar wie ein gewöhnlicher Audi A1, aber Dieter Kraft beweist mir, dass Bonnie etwas Außergewöhnliches kann: „Mit einer App kannst du deine Nagellack- oder T-Shirt-Farbe scannen und die Ambientebeleuchtung im Auto passt sich der Farbe an.“ Dieter Kraft gibt mir ein Handy, auf der die App installiert ist. Auch sie befindet sich noch im Vorentwicklungsstadium und ist daher noch nicht im App Store erhältlich. Ich fotografiere mit der Smartphone-Kamera meine rot lackierten Nägel, markiere per Touch-Funktion die gewünschte Farbe und schon erstrahlen die Zierelemente im Interieur im gleichen Rot. „Die Farbe wird über Bluetooth Low Energy in Echtzeit auf die Ambientebeleuchtung übertragen“, erklärt Dieter Kraft. Das funktioniert nicht nur mit rotem Nagellack, sondern auch mit meinem blauen T-Shirt oder dem rot-grünen Blumenstrauß, den Dieter Kraft mitgebracht hat.

Konzeptfahrzeug mit besondere Fähigkeiten

„Diese Beispiele zeigen, was die Digitalisierung im Lichtdesign möglich macht und wie man den Innenraum noch stärker personalisieren kann “, erklärt Dieter Kraft. Der Grund dafür, dass das Licht künftig personalisiert wird, ist einfach: Der Kunde soll sich im Auto wohlfühlen. Auch im Zuge von Carsharing gibt es dem Nutzer die Möglichkeit, seine Lieblingsfarben von Auto zu Auto mitzunehmen. Dadurch, dass der Fahrer sich „seine Farbe“ aussucht, fühlt er sich wieder mehr wie in „seinem Auto“.

Nachdem ich meine Lieblingsfarbe im Auto eingestellt habe, fahre ich los. Während wir durch Ingolstadt tingeln, erklärt mir Audi-Ingenieur Kraft weitere Alleinstellungsmerkmale von Bonnie. Die Sitze beispielsweise sehen aus wie Wildleder. Aber tatsächlich besteht das Material aus Microfaserfleece und spricht somit auch vegane Kunden an. „Das Thema Nachhaltigkeit und die Verwendung von nicht tierischen Materialien wird vor allem für die jüngere Generation immer mehr zum Lifestyle“, sagt Dieter Kraft.

Bonnie bringt Rythmus in den Alltag

Auf unserer Fahrt zum Audi Forum schalte ich das Radio an und drehe es lauter, als wir an einer roten Ampel halten. Mein Beifahrer zeigt mir eine weitere Funktion: „Trommel doch mal ein bisschen mit den Händen auf dem Lenkrad“, fordert er mich auf. Gesagt, getan. Während wir an der Ampel stehen, trommle ich auf dem Lenkrad zum Takt der Musik. Meine Bewegungen werden in Geräusche übersetzt und im Audi A1 klingt es, als hätte ich ein kleines Schlagzeug mit an Bord. Lenkrad und Ausströmer sind mit einer Drum&Bass-Technologie verknüpft. Unter Ausströmern und Lenkrad befinden sich druckempfindliche Sensoren, die die Bewegung in elektrische Signale wandeln. Durch einen Rechner werden die Signale in Schlagzeuggeräusche umgewandelt.

Die Drum&Bass-Technologie verwandelt den Innenraum des A1 in einen interaktiven Spielraum.

Die Drum&Bass-Technologie verwandelt den Innenraum des A1 in einen interaktiven Spielraum.

 

Wir fahren weiter bis zum Audi Forum und parken dort. „Ein anderer Aspekt, der uns wichtig war: Bonnie sollte noch alltagstauglicher werden“, sagt Dieter Kraft und verweist auf die vielen Ablagemöglichkeiten, die im Auto zu finden sind. Er steigt aus dem Auto aus und ich folge ihm, um einen Blick in den Kofferraum zu werfen. Er klappt einen Deckel, der im Boden eingelassen ist, auf. „Hier haben wir einen Schmutzeimer integriert, damit unsere Kunden nach dem Sport ihre dreckigen Schuhe dort verstauen können. Das erweitert den Stauraum und vor allem die Stauraumhöhe im Auto.“ Auch praktisch um zum Beispiel etwas größere Blumensträuße unbeschadet ans Ziel zu bringen.

Schon nach zwei Stunden Fahrt bin ich von der Alltagstauglichkeit von Bonnie durchaus überzeugt. Personalisierte Ambientebeleuchtung? Ein Schmutzfach für Turnschuhe? Eine sichere Transportmöglichkeit für Blumensträuße? Bei all diesen Features von Bonnie wusste ich nicht, dass ich sie brauchen könnte. Jetzt da ich sie kenne, will ich sie aber eigentlich nicht mehr missen und bin schon gespannt, welche weiteren Möglichkeiten sich Kraft und sein Team für das Folgefahrzeug überlegen werden. Der Name steht zumindest schon fest: Clyde.

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Verbrauchsangaben Audi A1: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 7,2 – 3,6; CO2-Emission kombiniert in g/km: 168 – 94. Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis


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