Julian Fritsch
26.10.2016
Der Audi Innen(t)raum - Teil 1
Beleuchtung und Displaydesign im Audi Interieur

Beim Auto zählen für immer mehr Kunden vor allem die inneren Werte. Daher überlässt Audi im Innenraum nichts dem Zufall. Was das konkret für die Entwicklung bedeutet, hat sich Blog-Autor Julian Fritsch in der dreiteiligen Serie „Der Audi Innentraum“ genauer angesehen. Teil 1 öffnet die Augen für den Audi-Look.

Mehr als nur ein Hingucker

Bernhard Senner, Entwickler für Display- und Nachtdesign bei Audi, zeigt das Audi virtual cockpit.

 

Breit steht der Audi Q7 auf der Straße. Sein mächtiger Single-Frame-Kühlergrill wirkt unerschütterlich. Der Eindruck hinter dem Lenkrad ist umso überraschender. Luftig empfängt einen das Cockpit. Die klaren Linien beruhigen das Auge. Fast wie im Traum vergisst man das hektische Treiben des Verkehrs. Die Optik im Inneren ist so ausgreift wie das Design von außen. Kein Zufall: Die meiste Zeit verbringt der Fahrer im Auto.

Der Weg bis zum fertig entwickelten Innenraum

Bereits zum Start eines neuen Projekts, rund fünf Jahre bevor das Auto beim Händler steht, beginnt die Entwicklung. Das Aussehen wird bestimmt, die Elektronik vom Audi virtual cockpit bis zum Schalthebel entwickelt. „Das Design liefert dafür viele Impulse“, sagt Audi Interieur Designer Jacques Helot. „Bei uns werden schlussendlich auch alle Teile zusammengefügt und optisch in Form gebracht.“

Mehr als nur ein Hingucker

Das Audi virtual cockpit ist heller als alle bisherigen Displays und reflektiert weniger.

 

Moderne Autos sind im Innenraum von Bildschirmen geprägt. Das ist nicht immer leicht für die Entwickler. „Die größte Hürde beim Audi virtual cockpit war, das Display zu verbauen“, sagt Bernhard Senner, Entwickler für Display- und Nachtdesign. „Wegen der schlanken Schalttafel brauchte man ein Display mit abgeschnittenen Ecken. Das gab es bis dato noch nicht.“ Noch wichtiger ist aber die Ablesbarkeit. Der Fahrer muss bei allen Bedingungen den digitalen Tacho erkennen. „Das Audi virtual cockpit ist heller als alle Displays davor“, sagt Senner. „Es hat einen höheren Kontrast und eine Oberfläche, die weniger reflektiert.“

Wie das virtuelle Cockpit getestet wird

Das testen Senner und sein Team mit verschiedenen Methoden. Beim Scheinwerfertest wird das Audi virtual cockpit zum Beispiel mit 50.000 Lux bestrahlt. Das entspricht der Kraft der Sommersonne in Südafrika – und enthüllt jeden Lichtreflex. Ergebnis: Damit die Reflexe nicht ins Auge strahlen, ist das virtual cockpit in Richtung Fahrer gekippt.

Mehr als nur ein Hingucker

Senner stellt die Qualitäten des Cockpits beim Scheinwerfertest auf die Probe.

 

Auch im Dunkeln muss der Fahrer alles auf den ersten Blick erkennen. Das Nachtdesign ist wichtig. Hier sind alle Schalter, das Kombiinstrument und die Displays in Weiß gehalten. „Das Auge ist extrem empfindlich für Weiß. Kommen zwei Weißtöne nebeneinander, sieht der eine bläulich, der andere gelblich aus“, erklärt Senner. „Alle Bedienteile gleich aussehen zu lassen, ist hier die Kunst.“ Deshalb werden alle Werte für Helligkeit, Farbe und Kontrast akribisch festgelegt.

Nachtdesign-Audit in jedem Audi-Werk

Damit in jedem Audi wirklich das richtige Weiß leuchtet, wird in jedem Werk ein Nachtdesign-Audit durchgeführt. Die Qualitätssicherung kontrolliert stichprobenartig in der Produktion und misst nach, ob Helligkeit und Farbort – der vereinbarte Farbton – mit den erlaubten Werten übereinstimmen. Für den Fahrer ist somit sicher: Egal, ob sein Audi aus Ingolstadt, Győr oder Brüssel kommt, das weiße Licht im Innenraum ist garantiert ein Audi-Weiß – und erhellt den Innentraum.

Optik und Beleuchtung sind nur ein Teil des typischen Audi Innenraums. Auch beim Gefühl und der Anordnung wird nichts dem Zufall überlassen. Wie die Audi-Entwickler dabei vorgehen, erfahren Sie am Freitag im zweiten Teil der Artikelserie „Der Audi Innen(t)raum“.

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Verbrauchsangaben Audi Q7: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 8,3 – 5,5; CO2-Emission kombiniert in g/km: 199 – 144 // www.audi.de/DAT-Hinweis


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