Kathrin Lettner
20.12.2016
Concept Cars
Audi Roadjet Concept

Was als Skizze beginnt, nimmt als Computermodell Form an und wird im Clay-Modell konkretisiert. Das Ergebnis: ein Unikat mit Charakter – wie der Audi Roadjet Concept. Wir zeigen die Entwicklung von ersten Skizzen bis zum fertigen Concept Car, das 2010 auf der Messe in Detroit präsentiert wird.

Ein Automobil, das agile Sportlichkeit mit einem neuen Raumkonzept kombiniert: So lautet der Arbeitsauftrag an das Team um Design-Projektchef Jae Min. Im Design Center California in Simi Valley sollen Bedürfnisse nordamerikanischer Kunden in die Entwürfe einfließen.

Audi Roadjet concept

Der Audi Roadjet Concept wurde erstmals 2006 in Detroit vorgestellt.

 

Die ersten Entwürfe müssen auch räumlich überzeugen: Am Computer entsteht ein virtuelles Modell, das sogenannte CAD-Modell (computer-aided design). Die Dreidimensionalität gibt Designern, Modelleuren und CAD-Konstrukteuren eine erste Vorstellung vom realen Modell.

Vom virtuellen zum plastischen Modell

Vom Bildschirm geht es in die plastische Umsetzung: Mithilfe der gewonnenen Daten fräsen die Designer und Modelleure ein reales Modell – die Grundform des späteren Audi Roadjet Concept entsteht. Das Modell besteht aus Clay, einem tonartigen Industrieplastilin. Bei 60 Grad Celsius ist das Material mit der Hand formbar. Der letzte Feinschliff verlangt Fingerspitzengefühl: Linien und Details einarbeiten, Konturen mit Tape abkleben und dann mit Messer und Schaber behutsam einarbeiten. Aus Vision wird Wirklichkeit.

Audi Roadjet Concept

Das Modell besteht aus Clay, einem tonartigen Industrieplastilin. Bei 60 Grad Celsius ist das Material mit der Hand formbar.

 

Ein Concept Car muss stets realisierbar bleiben. Deshalb legt die erste Entwurfsphase bereits die wichtigsten Konstruktionsdaten fest. Das Exterieur des Roadjet zählt mehr als 50 unverrückbare technische Vorgabepunkte der Karosserie, sogenannte Hard Points.

Auf dem Weg zum Design Freeze des Audi Roadjet Concept

Parallel zu der Formgestaltung des Clay-Modells feilen die Interieur-Designer am Innenleben des Concept Cars. Alle Details in Summe sollen ein einzigartiges Raumgefühl vermitteln: kompakte Mittelkonsole, Sitze mit integrierter Kopfstütze und ein ausschwenkbarer Ladeboden zum Beispiel. Für Materialien und Farben sind die Designer von Color and Trim zuständig. Die Arbeit der Designer beginnt sehr früh im Prozess. Sie arbeiten eng mit den Kollegen vom Interieur- und Exterieur-Design zusammen, um die Konzeptidee auch auf die Beschaffenheit der Oberflächen zu übertragen.

Im Entwicklungsprozess entstehen viele Proben, um zu prüfen, ob erste experimentelle Ideen auch realisierbar sind: zum Beispiel Gewebe, Bauteile und Sitze mit Nahtmustern, diverse Bürstungen auf Metallapplikationen, Carbonoberflächen, Lacke mit den unterschiedlichsten Effekten oder Teppichmuster.

Sobald die Details des Clay-Modells und die finalen Konstruktionsdaten feststehen, werden die Arbeiten am Design eingefroren. Zum eigentlichen Aufbau des Audi Roadjet Concept geht es von L.A. zurück nach Ingolstadt. In Detroit zeigt Audi 2006 das Concept Car der Öffentlichkeit. Der Technik-Clou: Car-to-Car-Kommunikation, um Informationen in Echtzeit mit anderen Verkehrsteilnehmern auszutauschen. Vorsprung durch Technik für Sicherheit und Komfort.

Audi Roadjet concept

Starke Performance: 300 PS und 250 km/h Höchstgeschwindigkeit.


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