Alexander Stiehle
11.01.2017
Audi Logistik Challenge-App
Logistikprozesse spielerisch erleben

Eine neue App für Smartphone und Tablet vermittelt spielerisch die komplexen Herausforderungen der Logistik. Sie soll mehr Menschen für Logistik-Prozesse begeistern. Blog-Autor Alexander Stiehle hat mit Projektleiter Sebastian Bach über die Entwicklung der App gesprochen und sein eigenes Logistikkönnen getestet.

App lässt Komplexität einer Autofabrik spielerisch erleben

Die neue App von Audi soll mehr Menschen für Logistikprozesse begeistern und die aktuellen Herausforderungen der Branche erlebbar machen.

 

Spieletester werden – davon träumen viele Jungs. Auch ich hatte mir früher erhofft, mein Geld zu verdienen, indem ich tagtäglich in andere digitale Welten eintauche. Es ist – Gott sei Dank – anders gekommen und ich bin mit meinem Beruf sehr glücklich. Doch heute kommen alte Erinnerungen hoch, während ich über das Werkgelände von Audi Neckarsulm gehe, denn ich darf die neue App „Audi Logistik Challenge“ testen. Ich treffe mich gleich mit Sebastian Bach, dem Projektleiter der App. Um in Stimmung zu kommen, führt mich Sebastian durch die Produktion und Logistikflächen von Audi Neckarsulm und wir sprechen über das neue Logistik-Spiel.

App lässt aktuelle Herausforderungen der Logistikwelt spielerisch erleben

„Mit unserer Logistik Challenge-App möchten wir für jeden die Herausforderungen der Logistik erlebbar machen“, sagt Projektleiter Sebastian Bach, während wir gemeinsam durch das automatisierte Kleinteilelager in Neckarsulm gehen. In diesem Labyrinth aus Regalen und Gängen werden täglich 27.000 Transportboxen umgeschlagen. Hier wird der Logistikaufwand deutlich spürbar. „Wir hoffen mit der App, die eher unsichtbaren Logistikprozesse sichtbar zu machen und mehr Menschen für das Thema Logistik zu begeistern. Sie ist für Android und iOS kostenlos verfügbar.“

 

App lässt Komplexität einer Autofabrik spielerisch erleben

Das automatisierte Kleinteilelager umfasst 15 vollautomatisierte Regalbediengeräte und 19,5 Meter hohe Hochregallager.

 

Die Entwicklung der App begann vergangenes Jahr im Sommer, die reine Entwicklungszeit betrug ungefähr ein halbes Jahr. Doch wie ist die Idee entstanden, ein Logistikspiel zu entwickeln? „Ursprung der Idee ist ein Exponat, dass bei uns in der Logistikführung zu sehen ist“, erklärt Sebastian. „Das Exponat beinhaltet auch ein Spiel, bei dem fünf Spieler dafür sorgen müssen, dass der Materialfluss in der Logistik funktioniert. Mit der App möchten wir das Spielprinzip auch für den Einzelnutzer verfügbar machen. Unser Ziel war es, Lerneffekt und Spielspaß miteinander zu verknüpfen.“

 

Ob das den Entwicklern auch gelungen ist, prüfe ich nach dem kurzen Rundgang in der Logistikhalle in einem Selbstversuch. Sebastian gibt mir in seinem Büro ein Tablet mit einer Testversion der App. Das Grundprinzip des Spiels ist einfach: Die Bauteile müssen zur richtigen Zeit und in der richtigen Reihenfolge an das Band gelangen. Es gibt insgesamt 40 Levels, die immer schwieriger werden. Je besser der Spieler in den Levels abschneidet, desto mehr Punkte und Sterne gibt es. Wer drei Sterne erreicht, hat das Level perfekt abgeschlossen.

Challenge: In 40 Levels zum Logistik-Profi

Bei einem Kaffee in der Kantine prüfe ich schließlich mein Logistiktalent. Level eins? Easy. Level zwei? Kinderspiel. Level drei? Läuft. Ab Level zehn wird es dann schwieriger. Die Materialwege werden immer komplizierter, das Leergut muss ich entsorgen und einige Teile müssen erst noch lackiert werden, bevor sie ans Band können.

Bei Level 14 raufe ich mir schließlich die Haare und ernte verwunderte Blicke vom Nachbartisch. Bevor ich noch mehr auffalle , lege ich das Tablet lieber beiseite. Vielleicht sind die Kollegen vom Nachbartisch ja von der Werklogistik…? Doch ein paar Minuten später nehme ich es wieder in die Hand. Das Spiel macht Spaß und hat Suchtpotential.

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel

Bei Level 16 werfe ich vorerst das Handtuch und gebe das Tablet an Sebastian zurück. „Na, wie liefs?“, fragt er mich mit einem Augenzwinkern. „Das Spiel macht echt süchtig. Aber ich bin wohl kein geborener Logistiker“, antworte ich. Insgeheim habe ich mir jedoch schon vorgenommen das Spiel runterzuladen, um zu üben. Sebastian lacht und während wir uns verabschieden, sagt er noch: „Nur der Chef-Entwickler hat es bisher bis zu Level 40 geschafft. Bei uns gibt es auch einen internen Gag: Wer es auf Anhieb schafft, Level 40 mit drei Sternen abzuschließen, bekommt einen Job in der Audi-Logistik.“

Weitere Informationen zur App finden Sie im Audi MediaCenter.


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