13.02.2017
Gastbeitrag von der #AudiBerlinale 2017
Wie sich Audi von Science Fiction inspirieren lässt

Science Fiction als Innovationstreiber? Dieser Frage ist Audi zusammen mit Experten aus anderen Branchen auf der Berlinale nachgegangen. Blogger Michael André Ankermüller war bei der Paneldiskussion dabei und weiß jetzt, wie viel Science Fiction in Audi steckt.

Audi Berlinale 2017

Auf der 67. Berlinale hieß es wieder: Autoindustrie trifft Filmwelt. Wie sie sich wechselseitig inspirieren, diskutierten Experten im gleichnamigen Panel.

 

Noch vor wenigen Jahren war es ruhig geworden um Science-Fiction und fantastische Literatur. Filme und Bücher über Zukunftswelten eher Mangelware. Anders sieht es heute aus. Während die Menschen das Gefühl haben, dass die Welt ständig unsicherer wird und sorgenvoll in die Zukunft blicken, schlägt wieder die Stunde der Science Fiction. Dystopien wie beispielsweise in Orwells Klassiker „1984“ werden wieder zum Hauptstoff für Literatur und Film.

Autoindustrie trifft Filmwelt

Während ich diese Zeilen notiere, bin ich auf der Berlinale, auf dem Weg zu einer Paneldiskussion mit dem Titel „Autoindustrie trifft Filmwelt – Science Fiction als Innovationstreiber“. Blöderweise nicht in einem Auto, das mich über den stockenden Verkehr zwischen Rosenthaler Platz und Potsdamer Platz hinweg zum Zielort fliegt. So wie man das beispielsweise aus dem Film „Zurück in die Zukunft“ Robert Zemeckis oder „Das fünfte Element“ von Luc Besson kennt. Ob diese Filmvision bald Realität wird, kann mir heute hoffentlich Audi-Designer und Ingenieur Sebastian Schwartze beantworten.

Zusammen mit Thomas Le Blanc, Gründer der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar, und Kristina Japsers, Kuratorin an der Deutschen Kinemathek in Berlin diskutiert er die Rolle von Mobilität in Science Fiction-Romanen und –Filmen. Eine Reise nach Australien in wenigen Minuten oder autonom fahrende Autos, die einem die Möglichkeit geben, sich nicht mehr aufs Fahren konzentrieren zu müssen, sondern zu entspannen, zu arbeiten, Sport zu machen – fast schon Standard in Science Fiction. Längst Geschichte sind dort auch Autos mit Verbrennungsmotor. Sie setzen auf kleine Atomreaktoren an Bord oder auf Elektroantrieb mit hochleistungsfähigen Akkumulatoren.

Science Fiction und Wissenschaft inspirieren sich wechselseitig

Es könnte stimmen, es würde funktionieren – Diese Sätze unterscheiden Science-Fiction von Fantasy-Filmen. Um eine hohe Glaubwürdigkeit zu erreichen, greifen auch viele Filmproduktionen auf die Expertise von Designern und Wissenschaftler zurück. Hier findet als auch eine wechselseitige Inspiration statt.

Audi Berlinale 2017

Miachel André Ankermüller im Gespräch mit Audi Designer und Ingenieur Sebastian Schwartze.

 

Kristina Jaspers, Kuratorin an der Deutschen Kinemathek, spricht von „Zeiten der Hochkonjunktur“, wenn es um fantastische Literatur und Science-Fiction geht und stellt die Frage, was Science-Fiction eigentlich über unsere Gegenwart aussagt? Für sie ist die Antwort klar:  „Science Fiction gibt möglicherweise eine Antwort darauf, wie die Welt aussehen könnte oder wie wir uns die Welt wünschen würden. Es gab ja immer wieder Filme und Romane, die uns die Zukunft vorweggenommen haben.“

Vision: Autonom fahrende Autos

Mir kommt da sogleich der Film „I, Robot“ in den Sinn. Audi baute eigens für den Film einen Prototyp, den Audi RSQ, der sich auf Kugeln anstatt Rädern bewegt und sich dadurch in alle Richtungen steuern lässt. Auch schräg oder seitlich. Ein Auto, das wir bald bei Audi im Portfolio sehen können, Sebastian Schwartze? „Nichts ist ausgeschlossen. Science Fiction zeigt uns kreative Möglichkeiten auf, was in der Entwicklung von Autos vorstellbar ist. Auch wenn es zunächst völlig realitätsfremd erscheint, berücksichtigen wir auch verrückte Ideen. Schließlich sind wir bei der Entwicklung eines Autos gedanklich immer in der Zukunft. Ein Auto soll sich ja zehn Jahre am Markt halten können.“

Audi Berlinale 2017

Der Audi RSQ zeigte im Film „I, Robot“ 2004 wie Mobilität in 2035 aussehen könnte.

 

Selbstfahrende Autos sind keine Utopie mehr. Hier hat sich die Filmvision bereits in der Realität manifestiert. Zumindest technisch. Denn bevor autonom fahrende Autos à la Audi RSQ durch die Straßen gleiten, muss noch einiges getan werden. Die Technik existiert schon längst, betont Mathematiker Le Blanc. „Es hängt an den Juristen und Versicherungsmathematiker“, sagt Le Blanc mit einem Augenzwinkern.

Unterschiede zwischen Fiktion und Realität

Natürlich stellt sich mir am Ende des Panels die entscheidende Frage: Was bringt die Zukunft? Darf ich mich auf fliegende Autos freuen? Sebastian Schwartze, der große Begeisterung für die Visionen aus Science Fiction zeigt, bleibt bescheiden: „Vorerst wird dieser Traum Phantasie bleiben. Bevor wir selbstfahrende und selbstfliegende Autos am Verkehr teilnehmen lassen können, muss noch viel getan werden. Da unterscheidet sich die Fiktion von der Realität.“

Die Zukunft muss nicht zwingend etwas Beschleunigendes sein, denke ich. Unsere Welt ist schließlich durch das Internet, Mobilgeräte und Social Media schon schnell genug geworden. Vielleicht bringt die Zukunft auch etwas mehr Entspannung, hoffe ich, während ich in ein Auto steige mit einem Fahrer aus Fleisch und Blut.

Eine Zusammenfassung des Panels sehen Sie im Video:


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