Olivia Faulbacher
30.06.2017
Soziales Engagement bei Audi
Audi-Freiwilligentag: Ehrenamt ist Ehrensache

Rund 300 Audianer, 40 soziale Projekte und ganz viel Herz – Beim Audi Freiwilligentag in Ingolstadt engagierten sich Mitarbeiter ehrenamtlich für den guten Zweck. Bei welchen Aktionen die Freiwilligen anpackten und warum gemeinnützige Aktionen für Audianer Ehrensache sind.

Audianer zeigen Engagement und basteln gemeinsam mit Kindern Straßenschilder.

Für eine kleine Rennstrecke basteln die Audianer gemeinsam mit den Kindern der Integrations-Kinderkrippe Grünschnabel Verkehrsschilder.

 

Es ist Samstagmorgen, 10 Uhr. Blauer Himmel und strahlender Sonnenschein über Ingolstadt. Bei knapp 30 Grad verzichten heute rund 300 Audianer auf ihren freien Sommersamstag. Der Grund: Sie geben Vollgas – für den guten Zweck. Startschuss für den fünften Audi-Freiwilligentag am Hauptstandort des Automobilkonzerns.

Freiwillige und Kindergartenkinder designen gemeinsam den ersten Audi Bus

Der Garten der Integrationskinderkrippe Grünschnabel in Ingolstadt ist bereits gut gefüllt – denn hier entsteht heute der erste Audi Bus. „Der Bus, den wir gerade gestalten, ist etwas ganz Besonderes: er wird eine Art Kinderspielhaus, das die Kinder selber mitgestalten“, erzählt Albert Mayer, Leiter des Audi-Werks in Ingolstadt. Neben ihm steht der vierjährige Arian und befestigt die Vier Ringe aus Aluminium stolz an der Frontseite des Holzbusses. „Außerdem basteln wir gemeinsam mit den Kindern noch Verkehrsschilder für eine kleine Rennstrecke und bauen ein neues Gartenhaus – es sind also Kraft und Kreativität gefragt“, erzählt Mayer lächelnd weiter.

Audianer helfen beim Bau eines Audi-Bus aus Holz.

Hand in Hand: Albert Mayer und der vierjährige Arian gestalten den ersten Audi Bus – ein Spielhaus für die Kinder der Integrationskinderkrippe. Grünschnabel in Ingolstadt.

 

Gartenarbeit wird heute auch im Ingolstädter Gehörlosenzentrum auf dem Programm stehen. Zunächst aber begrüßt Andrea Eberlein, Sozialarbeiterin der Einrichtung, die freiwilligen Audi-Helfer und gibt ihnen gemeinsam mit den gehörlosen Vereinsmitgliedern einen Crashkurs in Sachen Gebärdensprache.

Sie formt jeweils Daumen und Zeigefinger zu zwei ineinander verschlungenen Ringen. „Das“, sagt sie, „bedeutet Audi“, und wiederholt die Geste. Die Runde lernt schnell – und weiß am Ende auch, wie man sich „Viel Spaß!“ beim Arbeiten wünscht.

„Wir können hier die Arbeit der Menschen vor Ort kennen lernen und so auch unseren eigenen Horizont erweitern. Aber in erster Linie geht es mir natürlich ums Helfen“, erzählt Cornelia Dietz. Mit einer Harke jätet sie gerade Unkraut. „Später pflanzen wir hier noch neue Blumen an und schneiden die Büsche zurecht.

So verschönern wir den Garten für das 75. Jubiläum der Gehörloseneinrichtung.“ Cornelia Dietz aus dem Fremdsprachentraining der Audi Akademie ist heuer bereits zum fünften Mal beim Freiwilligentag im Einsatz – „für mich ist das eine Herzensangelegenheit“, sagt sie.

Der Audi-Freiwilligentag hat sich fest im Unternehmen etabliert

Und sie ist nicht die einzige Wiederholungstäterin. „Viele sind schon von Anfang an dabei, sodass sich der Freiwilligentag in den fünf Jahren, seit wir die Initiative „Audi Ehrensache“ ins Leben gerufen haben, fest im Unternehmen etabliert hat“, sagt Dr. Ute Röding, Leiterin Corporate Citizenship.

Als größter Arbeitgeber der Region ist sich Audi seiner großen gesellschaftlichen Verantwortung bewusst: „Dass wir hier etwas zurück geben, ist eine Selbstverständlichkeit“, betont Röding. „Und wenn knapp 300 unserer Mitarbeiter ausströmen und anpacken, da wird schon einiges geschafft. Das könnten die meisten der Einrichtungen sonst gar nicht leisten.“

 

Der Audi-Freiwilligentag in Bildern.

Auf ehrenamtliches Engagement angewiesen ist beispielsweise der Verein ELISA aus dem Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Die soziale Einrichtung betreut Familien mit schwer-, chronisch- und krebskranken Kindern. Bereits seit der Geburtsstunde der „Audi Ehrensache“ unterstützen die Audianer den Verein kontinuierlich. So stehen am heutigen Freiwilligentag die Geschwister von Krebskranken im Mittelpunkt: Sie klettern gemeinsam mit Audianern im DAV-Kletterzentrum.

Von Beginn an: Audi unterstützt Familien krebskranker Kinder

„Das besondere für die Kinder heute ist, dass sie vollste Aufmerksamkeit bekommen. Fast jedes der 15 Kinder hat einen eigenen Kletterpartner von Audi“, sagt Marlen Förderer, Sozialpädagogin bei der Elisa. Das genießt auch die neunjährige Lea. Kaum hat sie unten wieder festen Boden unter den Füßen, steigt sie schon wieder den nächsten Wandabschnitt in Richtung Decke hinauf. „Ich bin heute zum ersten Mal klettern, aber ich traue mich jedes Mal ein Stückchen höher, das macht total viel Spaß“, erzählt sie mit leuchtenden Augen.

Die neunjährige Lea klettert an einer Kletterwand.

Die neunjährige Lea hat sichtlich Spaß beim Geschwisterkinder-Klettern des Elisa Vereins im DAV Kletterzentrum in Ingolstadt.

 

Mit ebenso viel Eifer bei der Sache sind die freiwilligen Audianer im Garten der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt. „Als ich um 10 Uhr eintraf, war gut die Hälfte der Arbeiten schon erledigt – die Kollegen hatten die Bäume und Sträucher alle schon zugeschnitten“, erzählt Anke Manthey, die bei Audi im Gesundheitswesen tätig ist. Deshalb kümmert sie sich gerade um das neue Herzstück des Gartens: Eine Bewässerungsanlage, damit die Pflanzen auch am Wochenende bei extrem hohen Temperaturen nicht vertrocknen.

Einsatz für den guten Zweck: Ein Audianer bei der Hof- und Gartenarbeit.

Vollgas für den guten Zweck: Schon vor offiziellem Startschuss des Freiwilligentages haben die die Audianer im Garten der Alzheimer Gesellschaft Büsche geschnitten.

 

„Am Nachmittag werden wir noch mit einigen Demenzkranken und ihren Familien zusammen sitzen. Nur aus dem Kaffee haben wir jetzt einen Eiskaffee gemacht“, sagt Manthey mit Blick in die Sonne und lacht. Seit mehreren Jahren engagiert sie sich neben ihrer Arbeit bei Audi nun schon ehrenamtlich in der Alzheimer Gesellschaft.

Deshalb ist der Freiwilligentag keine Eintagsfliege

Und genau das ist auch das Ziel des Freiwilligentags. Ute Röding betont: „Audi unterstützt seine lebenswerten Heimatstandorte konstant weiter. Neben unseren Spendengeldern engagieren sich viele Mitarbeiter auch nach dem Freiwilligentag weiterhin in den Einrichtungen.“ Und das kreativ, nachhaltig und mit ganz viel Herzblut.

 


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