Sandra Schink
06.07.2017
Auf Tuchfühlung mit dem neuen Audi-Flaggschiff
Audi A8: Blindverkostung des neuen Luxus-Autos

Noch vor der Weltpremiere des neuen Audi A8 kommende Woche in Barcelona bekommt Bloggerin Sandra Schink die Gelegenheit, dem Audi-Flaggschiff sehr nahe zu kommen. Nur sehen darf sie es noch nicht. Die Augen sind verbunden und sie „sieht“ mit ihren Augen. Willkommen zur Blindverkostung des neuen Audi A8.

Audi-Blog Gastautorin Sandra Schink lüftet das Abdecktuch – und wagt einen ersten Blick auf den neuen Audi A8.

Das Fahrzeug wird noch nicht zum Kauf angeboten. Es besitzt noch keine Gesamtbetriebserlaubnis und unterliegt daher nicht der Richtlinie 1999/94/EG. // www.audi.de/DAT-Hinweis

http://www.audi.de/DAT-Hinweis

Ich bin einer wirklich ungewöhnlichen Einladung gefolgt: Ich darf ein Auto kennenlernen, das noch kein Journalist vor der Weltpremiere zu Gesicht bekommen hat. Und ich darf es auf eine Weise tun, wie vermutlich noch kaum jemand ein Auto inspiziert hat: Ich darf den neuen Audi A8 anfassen, hören und riechen. Ich darf ihn nur nicht sehen. Ich bekomme eine Augenbinde angelegt, bevor das Auto enthüllt wird.

Sandra Schink zieht das Tuch vom Audi A8 herunter.

Alle Hüllen fallen: Sobald das Tuch vom neuen Audi A8 herunter gezogen wird, bekommt Bloggerin Sandra Schink die Augen verbunden. Von jetzt an heißt es: tasten, riechen, hören.

 

Ich mag die Idee, ich bin aber auch ein bisschen aufgeregt. So eine Blindverkostung für ein Auto erlebt man nicht alle Tage. Und ich muss mich einlassen: Ich arbeite sonst überwiegend visuell, ich bin Fotografin. Diesmal muss ich mich auf meine anderen Sinne verlassen.

Riechen, tasten, hören bei der Blindverkostung 

Heute, irgendwo in einer geheimen Industriehalle in der Nähe von Ingolstadt, fühle ich mich also an den Audi A8 heran. Bei meinem Gefühlserlebnis begleiten mich unter anderem Entwickler und Designer, die diesem Audi A8 mit viel Liebe zum Detail zu seiner eigenen Note verholfen haben. Und diese Liebe ist zu spüren, bei jedem Wort, mit dem mir erklärt wird, was ich gerade berühre, höre und rieche.

 

Simona Falcinella ist Head of Colour und Trim. Eine herzliche leidenschaftliche Frau, die mich bei meinem blinden Rundgang um den Audi A8 herum begleitet und mich auf so viele Kleinigkeiten hinweist: Der Übergang von einer fein gebürsteten Alu-Leiste zum Glas zum Beispiel. Auf das offenporige und unbehandelte Leder in den Kopfstützen. Auf die Nähte der Sitze, die unter meinen Fingerspitzen plötzlich eine Präsenz entwickeln, die kein flüchtiger Blick darauf vorher leisten konnte. Sie hat selbst Freude an diesem Sinnesexperiment, ich höre die Begeisterung in ihrer Stimme, die in ihren Worten mitschwingt.

Mit Audi Experten das Fahrzeug erkunden

Mit den Fingerspitzen sehen lernen, das ist eine Herausforderung der Blindverkostung. Ohne Simonas Begleitung wäre ich oft aufgeschmissen. Da ich bisher keine Material-Tastings gemacht habe, fehlt mir die Erfahrung im Erkennen von Oberflächen. Ich fühle Unterschiede, aber manches kann ich nicht gleich identifizieren, auch weil die Übergänge oft fast nahtlos erscheinen und ein Material seine Eigenschaften erst mit Körperwärme entwickelt. Chrom, Glas, Hölzer, Metalle, Kunststoffe, Gummierungen, Stoffe und Leder: Materialkunde, die über die Haut geht.

Sandra Schink ertastet den Single Frame mit Audi Logo.

Sandra Schink ertastet den Single Frame mit den Vier Ringen.

 

Michael Zeyn, Entwicklung Anzeige- und Bedienkonzepte, sitzt neben mir auf dem Beifahrersitz, während meine Hände einer großen glatten Oberfläche folgen, die all die Knöpfe und Bedieninstrumente für Navigation, Infotainment und Assistenzsysteme ersetzt, die ich sonst aus den Vorgängermodellen gewohnt bin.

Sandras Erfahrungen kann man hier im Podcast nachhören.

Er freut sich über meine Reaktion, wenn ich ein Element entdecke, das bei der Bedienung eine Resonanz unter meinen Fingerspitzen auslöst: Ein spürbares Feedback, das mir bestätigt, dass ich eine Einstellung vorgenommen habe. Oder ein Geräusch entwickelt, das sich physisch anhört. Das ist kein synthetischer Klang: Selbst so ein kleiner schlichter Ton hat einen satten authentischen Sound.

Ein Genuss für die Ohren: der neue 3D Sound

Überhaupt, der Sound: Es klingt Stolz in der Stimme von Wolfram Jähn mit, der an der Entwicklung für Sound und Akustik beteiligt ist, wenn ich ihm erzähle, dass ich die Quellen des 3D-Sounds, der die Kabine des Audi A8 zu einem voluminösen Raum anschwellen lässt, nicht ausmachen kann.

Lautsprecher im Audi A8.

Ausgeklügeltes Ton-System: Der neue Audi A8 verfügt über ein Advanced Sound System mit innovativem 3D-Klang.

 

Mich wundert, dass ich nicht bemerke, dass gleich neben meinem Ohr eine der Bang & Olufsen-Boxen hängt, die für diesen beeindruckenden Rundumsound verantwortlich sind. Ich begreife, dass dieses sinnliche, emotional berührende Hörerlebnis das Ergebnis ausgewogener Algorithmen ist. Und dass dieses Sounddesign, das Audi gemeinsam mit dem Fraunhofer Institut weiterentwickelt hat, ähnlich aufwändig sein muss, wie den Sound einer Konzerthalle zu entwickeln.

Sandra Schink beim Test des 3D Sound im Audi A8.

Soundqualität auf neuem Level: Der 3D Sound des Audi A8 lässt den Hörer beinahe vergessen, dass er in einem Auto sitzt.

 

In der Stimme von Karsten Belz, Entwicklung Klima und Olfaktorik, klingt ein Lächeln mit, als ich feststelle, dass mir – außer einem frischen Raumklima, das für einen Neuwagen ungewöhnlich ist – kein besonderer Geruch auffällt. Denn das ist für ihn die Bestätigung, dass das Ziel erreicht ist: Der Ionisator und die Raumdüfte, die zum Einsatz kommen, fallen besonders dadurch auf, dass sie nicht auffallen. Ich fühle mich wohl und frisch in diesem klimatisierten Fahrzeug, obwohl die Scheinwerfer draußen die Halle aufheizen und die Luft dort stickig ist.

Front des neuen Audi A8

Beim neuen Audi A8 ist nichts dem Zufall überlassen. Die markante und ausdrucksstarke Front ist nur einer der vielen Exterieur-Höhepunkte.

 

Einmal mehr wird mir bewusst, dass es wohl keinen Zentimeter in diesem Auto gibt, an dem irgendetwas dem Zufall überlassen wurde. Und dass das Entwicklungsteam mit seinen unterschiedlichen Gewerken, wie ein Orchester zusammenspielen muss, um ein harmonisches Ergebnis zu erreichen.

Auf dem Audi Summit ist das Fahrzeug ganz zu sehen

Ich bin immer noch aufgeregt, als mir die Augenbinde nach der Blindverkostung wieder abgenommen wird und enttäuscht, als ich mich schnell umdrehe um vielleicht doch einen Blick auf den neuen Audi A8 werfen zu können. Natürlich ist er wieder abgedeckt, und das Seidentuch umspielt weich die auffallend markanten Konturen, denen ich eben noch mit meinen Händen gefolgt bin.

 

Mit meinen eigenen Augen sehen werde ich ihn also erst kommenden Dienstag, wenn in Barcelona die Weltpremiere dieser Komposition gefeiert wird. Und ich bin sehr gespannt darauf, wie sich meine inneren Eindrücke dann mit den äußeren zusammenfügen werden.

Das Blogger-Event hier zum Nachschauen.

Doch ich bin überrascht darüber, dass ich das Gefühl habe, diesen Audi A8 schon viel besser kennengelernt zu haben, als jedes andere Auto zuvor. Und ich werde nach diesem Erlebnis jedes Auto mit anderen Augen ansehen.


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