Aus unserem Archiv:

19 Mal um die ganze Welt

Bei Audi in Ingolstadt arbeiten über 37.000 Mitarbeiter - und wenn die vom einen Teil des Werks zum anderen möchten, ist das fast eine kleine Weltreise. Der interne Shuttle Bus von Audi myService sorgt für die passenden Verbindungen.

 Gemeinsam mit Gruppenleiter Wolfgang Utz überlegt Werner Reisinger, wo welche Busse eingesetzt werden
Gemeinsam mit Gruppenleiter Wolfgang Utz überlegt Werner Reisinger, wo welche Busse eingesetzt werden
Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Keine Angaben

So groß wie Monaco ist das Audi-Werksgelände in Ingolstadt mittlerweile: Auf 2.737.500 Quadratmeter verteilen sich Produktionshallen, Entwicklungslabors und Bürogebäude. Nicht immer ganz einfach, hier von A nach B zu gelangen. Am besten geht das mit dem Audi myService Shuttle Bus: Insgesamt 13 Linien verbinden derzeit die einzelnen Teile des Werks und wichtige Gebäude außerhalb des Werksgeländes miteinander.

Es war ein Verbesserungsvorschlag eines Mitarbeiters, der 2001 zur Einführung des Shuttle Bus-Services führte. Zwei Linien wurden damals eingerichtet, der Einfachheit halber waren sie mit Farben gekennzeichnet: rot und blau. Beide Verbindungen führten um das Werk herum. „Anfangs haben wir uns noch nicht so recht an Fahrpläne gehalten, wir mussten den Service ja erst einmal publik machen“, erinnert sich Werner Reisinger, ein Mann der ersten Stunde.

Nach nur wenigen Monaten waren die Männer und Frauen vom Shuttle Bus bekannt. „Der mit der guten Musik“ wurde Werner Reisinger genannt. „Man kann ja hier nirgends mehr hingehen, die kennen einen jetzt alle“, seufzt er. Schon im ersten Jahr wurden 100.000 Fahrgäste transportiert. Sieben Mitarbeiter stemmten damals den Service und haben über das Jahr verteilt 161.000 Kilometer zurückgelegt. Heute sind es 60 Kollegen und die zurückgelegte Strecke ist fünf Mal so lang. Würde man alle gefahrenen Kilometer zusammenlegen, könnte man damit 19 Mal die Welt umrunden. 735.000 Fahrgäste haben das Angebot im vergangenen Jahr genutzt.

Audi myService Shuttle Bus

Werner Reisinger (hinten), Ralf Pahl und Wolfgang Utz haben sichtlich Spaß an ihrem Beruf

Heute ist Werner Reisinger Disponent und für die Optimierung der Fahrpläne zuständig. Ab und zu vermisst er das Busfahren und den direkten Kontakt mit den Menschen. „Da läuft man 14 Jahre ins Werk und kennt sich eigentlich gar nicht aus. Das komplette Gelände habe ich erst durch das Busfahren kennengelernt“, sagt er. Mittlerweile kennt er alle Linien.

Das viele Fahren kann auch ganz schön fordernd sein, weiß Ralf Pahl. „Im Werk muss man auf so viele verschiedene Verkehrsteilnehmer achten. Da sind Fußgänger, Radler und Autofahrer und und und…“, beschreibt er die Situation. Über 200 Kilometer fuhr er in seiner aktiven Zeit als Shuttle Bus-Fahrer täglich, unter anderem zählte Personalvorstand Thomas Sigi zu seinen Fahrgästen.

Heute ist Pahl Gruppensprecher von etwa 15 Mitarbeitern und für deren Diensteinteilung zuständig. Wie alle seine Kollegen ist er über das Programm „Work2Service“ zum Audi myService Shuttle Bus gekommen. Er konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr am Band arbeiten. Für die Busfahrer bedeutet die neue Arbeitsstelle vor allem Wertschätzung: „Ich bin einfach dankbar, wieder arbeiten zu können. Einhundert Prozent Leistung zu bringen in einer vollwertigen Arbeit. Das bedeutet mir sehr viel“, sagt Pahl.

Audi myService Shuttle Bus

Wolfgang Utz ist als Gruppenleiter für die Koordination beim Audi Shuttle Bus Service zuständig

Um Shuttle Bus-Fahrer zu werden, müssen alle potentiellen Mitarbeiter einen Test absolvieren, der zeigt, wie es um Wahrnehmung, Reaktion und das Stressverhalten steht. Und erst nach einer zusätzlichen ärztlichen Untersuchung kann der Personenbeförderungsschein erworben werden. Zu den formalen Voraussetzungen kommen laut Pahl und Reisinger noch persönliche Fähigkeiten, die ein Busfahrer mitbringen sollte: „Man muss gerne mit Menschen umgehen und natürlich Lust am Autofahren haben.“

Hilfsbereitschaft ist auch wichtig, denn bei 13 verschiedenen Buslinien kommt es immer mal wieder vor, dass jemand im falschen Bus sitzt. Ralf Pahl hatte einmal einen Fahrgast, der bis in einen Ingolstädter Vorort gefahren ist, obwohl er eigentlich in die Technische Entwicklung wollte. „Der hat mir dann so leid getan, der hatte doch einen Termin“, erinnert sich Pahl. Deshalb habe er seine Pause geopfert und den Mann zur richtigen Haltestelle gebracht. „Man braucht einfach Feingefühl“, fügt Werner Reisinger hinzu. Meist helfe auch ein lustiger Spruch. Wolfgang Utz bekommt hin und wieder E-Mails für die gute Arbeit seiner Mitarbeiter. Für die ist Freundlichkeit und guter Service selbstverständlich:„ Wenn die Leute mit einem strahlenden Gesicht aussteigen, dann weiß ich, ich habe alles richtig gemacht.“

Artikel kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Neumann Dominic

15. January 2015 um 6:37
Hallo,

werden derzeit für den Shuttle-Service nich Mitarbeiter benötigt? An wen kann man sich wenden? Habe einen Personenbeförderungsschein und bin Busfahrer in Ingolstadt.

Danke schonmal im Voraus.

Britta Meyer

15. January 2015 um 14:10
Hallo Herr Neumann,

vielen Dank für Ihr Interesse an Audi. Die Stellen im Bereich Mitarbeitertransport oder Shuttledienste werden derzeit intern besetzt. Sofern Bedarf entsteht, finden Sie die Stellenausschreibungen unter www.audi.de/stellenangebote.

Herzliche Grüße
Britta Meyer