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Mit großem Vorsprung

quattro ist das Maß der Dinge im Rallyegeschehen zu Beginn der 1980er Jahre. Nach der Markenweltmeisterschaft 1982 macht Audi den nächsten Schritt. Mit dem Audi Rallye quattro A2 fahren die Ingolstädter der Konkurrenz ein weiteres Mal davon.

 360 PS hat der Audi Rallye quattro A2 zur Verfügung, um nach der Kurve wieder schnell zu beschleunigen.
360 PS hat der Audi Rallye quattro A2 zur Verfügung, um nach der Kurve wieder schnell zu beschleunigen.
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Audi Adventskalender 2015

Stig Blomqvist springt aus seinem Auto und reißt die Arme in die Luft. Soeben hat der Schwede zum fünften Mal in seiner Karriere die Rallye seines Heimatlandes gewonnen. Was der Skandinavier zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß: Am Ende der Saison 1984 wird er zusammen mit seinem Landsmann und Copilot Björn Cederberg die Fahrer-Weltmeisterschaft gewinnen und Audi zum zweiten Markenweltmeistertitel nach 1982 verhelfen.
Basis für den Triumph ist der 360 PS starke Audi Rallye quattro A2. Die Weiterentwicklung des Rallye quattro konzentriert sich auf zwei Parameter: Wagengewicht und Hubraum. Im Leichtbau macht Audi so viele Fortschritte, dass die Ingolstädter in eine niedrigere Gewichtsklasse wechseln können.

 

Augenfälligstes Kennzeichen des Audi Rallye quattro A2 sind die aus Kevlar hergestellten Kotflügelverbreiterungen. Die zwei hinteren Lufteinlässen dienen zur Kühlung der Hinterradbremse. Zum Einsatz kommt jetzt auch ein Motor mit Aluminium-Zylinderblock, der eine Gewichtserleichterung von 23 Kilogramm gegenüber dem Graugussblock bedeutete. Eine weitere wichtige Neuerung ist die elektro-hydraulische Kupplungsauslösung: Der Fahrer kann über einen kleinen Knopf am Schalthebel die Kupplung betätigen und gleichzeitig mit dem rechten Fuß auf dem Gas stehen bleiben, während der linke Fuß mit der Bremse spielt.
Mit diesem technisch überlegenen Auto lässt Audi der Konkurrenz keine Chance. Höhepunkt der Weltmeistersaison erlebte der Audi Rallye quattro A2 bei seinem Einsatz bei der Rallye Monte Carlo. Audi feiert einen furiosen Dreifachsieg. Die späteren Weltmeister Stig Blomqvist und Björn Cederberg sehen hinter dem deutschen Fahrerpaar Walter Röhrl und Christian Geistdörfer als Zweite die schwarz-weiß-karierte Zielflagge. Den dritten Platz belegen der Finne Hannu Mikkola und sein schwedischer Beifahrer Arne Hertz, die 1983 auf dem Audi quattro mit großem Vorsprung den Fahrer-Weltmeistertitel geholt haben. Damit ist das Audi-Podium komplett.

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