Audi A4 allroad

Gastbeitrag: Eine Testfahrt im Gelände

Werte der auf dieser Seite beworbenen Fahrzeuge:

Audi A4 allroad quattro: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,7 – 4,9; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 154 – 127;
Audi A4 Avant: Kraftstoffverbrauch kombiniert in l/100 km: 6,4 – 3,8; CO2-Emissionen kombiniert in g/km: 147 – 99.
Angaben zu den Kraftstoffverbräuchen und CO2-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit vom verwendeten Reifen-/Rädersatz. // www.audi.de/DAT-Hinweis

Audi A4 allroad: Mit der Kraft der zwei Kupplungen

Mehr Bodenfreiheit, serienmäßiger quattro-Antrieb und ein typischer "allroad"-Look: Der neue Audi A4 allroad quattro besticht nicht nur auf der Straße, sondern vor allem auch im Gelände. Autoblogger Tom Schwede hat ihn getestet und hat sich dabei an seine automobile Sozialisation erinnert.

Audi A4 allroad
Der Anteil der Neuteile beim Audi A4 allroad quattro liegen im Vergleich zum Vorgänger bei rund 90 Prozent.

Im Sommer steht der neue Audi A4 allroad quattro bei den Händlern. Der Audi A4 Avant mit dem Kleid fürs Grobe ist das Spitzenmodell der A4-Familie. Und geht – nebenbei – auf ein Auto zurück, das an meiner Leidenschaft für Autos nicht ganz unschuldig ist. Denn ohne die Revolution Audi quattro wäre der Allrounder Audi A4 allroad quattro heute vermutlich gar nicht denkbar. Ende der 1970er-Jahre stellten Audi-Ingenieure bei Wintertestfahrten fest, dass der als Servicefahrzeug mitgeführte Geländewagen auf glattem Untergrund mit Abstand das schnellste Auto war. Die Idee eines Allrad-Pkw entstand und mündete schließlich im legendären Audi quattro.

Der war nicht nur der Startschuss für inzwischen mehr als 30 Jahre permanenten Allradantrieb bei Audi. Nein, der Ur-quattro spielte auch in meiner automobilen Sozialisation eine wichtige Rolle. Mein Lieblingsonkel fuhr diesen Sportwagen-Keil aus Ingolstadt. Und ich erinnere mich noch heute an die – zu seltenen – Mitfahrten. Legendär, das Absetzen am Sammelpunkt zu einer Klassenfahrt, wo der quattro bei meinen Klassenkameraden mächtig Eindruck machte.

Der war nicht nur der Startschuss für inzwischen mehr als 30 Jahre permanenten Allradantrieb bei Audi. Nein, der Ur-quattro spielte auch in meiner automobilen Sozialisation eine wichtige Rolle. Mein Lieblingsonkel fuhr diesen Sportwagen-Keil aus Ingolstadt. Und ich erinnere mich noch heute an die – zu seltenen – Mitfahrten. Legendär, das Absetzen am Sammelpunkt zu einer Klassenfahrt, wo der quattro bei meinen Klassenkameraden mächtig Eindruck machte.

Seitdem sind inzwischen 31 Jahre vergangen und der quattro von damals ist längst ein gesuchter Klassiker. Das bemerkte ich vor einiger Zeit auch bei meiner Moderation des „Youngtimer Vestivals“ in Herten. Dort konnte ich dem Publikum kürzlich einen Sport quattro mit der Kriegsbemahlung eines Rallye-Autos vorstellen. Besonders jüngere Zuschauer staunten, womit Walter Röhrl und Stig Blomqvist – der einzig wahre Stig – einst über die Rallye-Pisten jagten.

Audi A4 allroad

Im Audi A4 allroad quattro ist der Allradantrieb serienmäßig verbaut.

Der Audi A4 allroad quattro setzt sich ab

Doch zurück in die Gegenwart, zurück zum Allrounder mit Allrad. Denn seit den Tagen des Ur-quattro hat sich viel verändert. Zu meinem Auto-Alltag gehören inzwischen relativ häufig Transportaufgaben. So ist regelmäßig das Altpapier zum örtlichen Wertstoffhof zu fahren oder der Anhänger mit dem Kart des Sohnes zur Strecke zu ziehen. Das macht mich fast alles automatisch zu einem typischen Vertreter der Zielgruppe für den Audi A4 allroad quattro.

Zumal ich es mag, mich etwas vom „Massengeschmack“ abzusetzen. Ein Wunsch, dem der Allrounder mit Allrad definitiv nachkommt. Denn mit dem höher gelegten Fahrzeugkörper und seinen dunklen Kotflügelverbreiterungen macht der allroad sofort klar, dass er etwas anders ist als seine Brüder. Zumindest optisch, denn im Innenraum glänzt auch dieser A4 mit einem Ambiente, das den Standard in der Mittelklasse neu definiert.

Audi quattro mit ultra-Technologie

Mit der Kraft der zwei Kupplungen! Seitdem der Allradantrieb zum Pkw gehört, halten Kritiker ihm sein Mehrgewicht und seinen Mehrverbrauch vor. In Zeiten, in denen der Kraftstoffverbrauch mehr denn je eine Rolle spielt, erfordert das kreative Lösungen. Neuentwicklungen folgen daher einem strengen Diätplan. Das gilt auch für den Audi A4 allroad quattro, dessen Allradsystem Audi optional auch als Allrad mit ultra-Technologie anbietet.

 

Das Label ultra weist bei Audi auf besondere Energieeffizienz hin. Im Fall des Audi A4 allroad quattro mit ultra-Technologie setzt Audi daher erstmals auf einen zuschaltbaren Allradantrieb. Der quattro-Antriebsstrang mit ultra-Technologie ist knapp vier Kilogramm leichter als der quattro mit selbstsperrendem Mittendifferenzial. Nur wenn es der Straßenzustand und das Fahrverhalten erfordern, überträgt auch die Hinterachse einen Teil der Antriebskraft auf die Straße. Der Audi A4 allroad quattro vertraut dabei auf die Kraft von zwei Kupplungen. Denn zum Allrad mit ultra-Technologie gehören eine direkt hinter dem Getriebe sitzende Lammellenkupplung sowie eine im Hinterachsgetriebe integrierte Trennkupplung.

Audi A4 allroad
Die Seitenflächen des Audi A4 allroad quattro sind durch die umlaufende Schulterlinie klar konturiert.

Diese aufwändige Bauweise sorgt dafür, dass im Normalbetrieb des Vorderradantriebs, die Kardanwelle und Teile des hinteren Antriebsstrangs nicht mitlaufen.

Ein angenehmer Begleiter: der Audi A4 allroad quattro

Das reduziert Schleppverluste, weil das im Ölbad laufende große Zahnrad des hinteren Differenzials steht, wenn der allroad „nur“ mit Vorderradantrieb unterwegs ist. Die Zuschaltung des Allradsystems erfolgt automatisch. Die intelligente Steuerung bewertet laufend die Situation. Sobald sie zu dem Schluss kommt, dass vier angetriebene Räder sinnvoll sind, schaltet sie auf Allradantrieb um.

Wie fährt sich der Audi A4 allroad quattro? Auf der Straße ist auch der Audi A4 allroad quattro ein typischer A4 und erweist sich als angenehmer Begleiter. Ich nutze die Gelegenheit der Testfahrt zu einem Ausflug in eine Kiesgrube und wage ich mich mit dem Allrounder in ein großes Steinfeld vor. Die Karosserie des allroad liegt um 3,4 Zentimeter höher als beim „normalen“ A4 Avant. Dazu gibt es einen Unterfahrschutz. Deshalb bleibt dieser Ausflug folgenlos.

Audi A4 allroad

Bereits das Einsteigermodell mit 150 PS leistet bereits 320 Nm Drehmoment.

Test eindrucksvoll bestanden

Doch ich will wissen, wie sich dieser Allradantrieb anfühlt. Auf dem abgesperrten Gelände der Kiesgrube setzte ich daher mit dem Audi A4 allroad quattro zum Rallye-Flip an. An einem abknickenden Weg lenke ich zunächst gegen die eigentlich gewünschte Fahrtrichtung. Mit einem kräftigen Bremsmanöver zwinge ich den Audi ins Rutschen. Doch das Vergnügen des gepflegten Drifts wehrt nicht lang. Der intelligente Allradantrieb und die Fahrsicherheitssysteme des Audi A4 allroad quattro erkennen die Situation. Sie „denken“ vermutlich, dass ich zu schnell von einer vereisten Landstraße fahre. Ich spüre, wie die Kraft ins Heck geht und gezielte Bremseingriffe meine Fahrt stabilisieren. Das fängt den Audi ein und führt dazu, dass ich trotz meines provozierenden Einstiegs schließlich auf einer neutralen Spur um die Kurve fahre.

Damit hat der Audi A4 allroad quattro mit ultra-Technologie meinen Test eindrucksvoll bestanden. Audi beweist, dass auch ein zuschaltbarer Allradantrieb ein echter Sicherheitsgewinn ist. Dazu sieht der allroad in meinen Augen einfach cool aus. Das macht ihn zu einem echten Allrounder. Denn dieser Avant ist mehr als „nur“ Reisewagen und Familienbegleiter, sondern auch ein lässiger Geländegänger.

 

Der Audi A4 allroad in Action.

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Der Audi A4 allroad in Action.

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Ein echter quattro mit einem echten Kenner: der Audi A4 allroad und Tom Schwede.

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Audi A4 2.0 TFSI quattro
Aus dem Audi MediaCenter

Audi A4, A4 Avant, A4 Avant g-tron und A4 allroad quattro

Die neue Generation des Audi A4 fasziniert mit der zukunftsweisenden Synthese aus Technologie und Ästhetik. Die Bestseller-Familie von Audi ist auf sämtlichen Technikfeldern neu entwickelt; sie definiert die Maßstäbe im Segment neu. Das Reduzieren der CO2-Emissionen hatte bei der Entwicklung einen hohen Stellenwert. So haben die Ingenieure alle Technologien darauf ausgerichtet, die Fahrwiderstände zu senken.

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Ulf

16. April 2016 um 8:19
Schade eigentlich, dass damit das Alleinstellungsmerkmal Torsendifferenzial, nicht mehr verfügbar ist. Wenn ich nen allroad kaufe, will ich die beste Allradtechnik, da kommt es auf den letzten halben liter spritverbrauch nicht an.
PS: Bei uns im Schwarzwald zeigt sich an 20% Steigungen die man ohne Anlauf fahren muss klar der Vorteil eines Torsendifferenzials, dass schon vor dem durchdrehen eines rades eingreift, gegenüber elektronisch geregelten Systemen die erst den schlupf erkennen müssen. So kommt selbst meine Frau nach einschalten des OffRoad detect problemlos auch bei den ab und zu 20cm Schnee auf glatten Untergrund dort hoch wo die Nachbarn selbst mit Ihren X-drive und 4Matic Probleme haben.